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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Aus für Realschule geplant

03.12.2009

OLDENBURG Die Schüler der Klasse 6a stürmen den Spielplatzhügel auf dem Schulhof und stellen sich fröhlich zusammen. „Ich fotografiere alle Klassen für den Internetauftritt der Realschule Hochheider Weg“, so der Fotograf Helmut Kreimeyer am Mittwoch. Vor kurzem erst hatten die Realschülerinnen und Schüler die Klassenzimmer und Flure frisch gestrichen.

All das sind Zeichen von Normalität in einer Zeit, in der Stadt und Politik das Ende dieser Realschule beschließen. Ein zweites, wesentliches Votum dazu ist am Dienstagabend im Schulausschuss gefallen: Gegen die Stimmen von CDU und FDP folgte der Ausschuss dem Vorschlag der Verwaltung, die Realschule Hochheider Weg auslaufen zu lassen. Ab August 2010 soll die Schule keine neuen Fünftklässler mehr aufnehmen. Gleichzeitig sprach sich der Ausschuss – bei Enthaltung der Schülervertreterin und der FDP – dafür aus, die Haupt- und Realschulen in den Schulzentren Alexanderstraße, Eversten und Ofenerdiek „organisatorisch in je eine Schule zusammenzufassen“.

Ein Hintergrund sei der Versuch, die Hauptschulen trotz ihrer Schrumpfung wohnortnah zu erhalten, so die Stadt. Dies sei nur in größeren Einheiten mit den nebenstehenden Realschulen sinnvoll möglich. Dem folgten SPD, Grüne und Linke.

Die Fusion der Haupt- und Realschulen sei kein Selbstläufer und gerade in den Realschulkollegien bestenfalls zu vermitteln, wenn keine selbstständige Realschule dauerhaft weiterbestehe, so der Rektor der Realschule Ofenerdiek, Paul Vogel, in dem Ausschuss.

FDP und CDU argumentierten genauso vergeblich für den Erhalt dieser Vielfalt in der Schullandschaft wie der Leiter der Realschule Hochheider Weg, Armin Wildner. Sie plädierten dafür, die Auswirkungen der 3. IGS abzuwarten – zumal die Schülerzahlen mindestens bis 2017 stabil blieben, so Wildner. Die Schule sei auch wegen ihrer erfolgreichen Sign-Präventions- und Integrationsarbeit in einem überschaubaren Rahmen sehr gefragt. All das habe die Mehrheit im Ausschuss aber augenscheinlich nicht mehr interessiert.

Die Schule setze nun dennoch auf ein möglichst hohes Maß an Normalität, denn der Großteil der Schüler bleibe ja bis zum Schluss dort. Für die jüngsten Jahrgänge könnte in einigen Jahren aber der Umzug zum Beispiel an die Alexanderstraße möglich sein, vermutete eine Elternvertreterin. Sie zeigte sich „schockiert“. Die Eltern würden nun dafür kämpfen, dass trotz der zu befürchtenden sukzessiven Ausdünnung möglichst viele Jahrgänge bis zum Schluss bleiben können.

Karsten Röhr
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2110
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