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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Ausflug in die Mitmach-Mühle

31.08.2013

Oldenburg „Warum sieht das Ding da aus wie eine Waschmaschine?“ – Beim Besuch der Kreyenbrücker Motormühle an der Cloppenburger Straße haben die 19 Schüler der Klasse 3c der Grundschule Bümmerstede viele Fragen. Unterbrochen werden sie nur von gelegentlichem Niesen. Der Mehlstaub kitzelt in der Nase. Erich Wiede steht ihnen Rede und Antwort. Dem 64-Jährigen gehört die Mühle, die sein Urgroßvater vor 100 Jahren kaufte. Damals stand ein sogenannter Galerieholländer mit großen Flügeln auf dem Gelände. Dieser wurde jedoch im Mai 1945 von kanadischen Truppen gesprengt und später durch eine Motormühle ersetzt. Eduard Wiede, Erich Wiedes Vater, betrieb die Mühle dann ab 1966, musste sie aber 1978 wegen Erwerbsunfähigkeit aufgeben.

Seit 1998 engagiert sich Erich Wiede, von Beruf Chemotechniker, für die Mühle. Er restaurierte sie und bietet Führungen an. „Für die Kinder ist das hier ein ganz großes Spektakel“, sagt er. Sie schauen sich die Mühle nämlich nicht nur an, sondern dürfen auch selbst das Korn mahlen. „Das sind Erlebnisse, die haften bleiben“, weiß Wiede. Nicht umsonst nennt er seine Mühle auch die „Mitmach-Mühle“.

„Wir waren schon im vergangenen Jahr mit den Schülern hier und finden das hier sehr kindgerecht“, erzählt Dörthe Minnemann, Lehrerin an der Grundschule Bümmerstede. Sonst sei man oft mit den Kindern ins Museumsdorf Cloppenburg gefahren. Doch um etwas über die früheren Zeiten zu erfahren, eigne sich auch die Kreyenbrücker Mühle bestens, sagt die Lehrerin: „Sie ist ein Kleinod um die Ecke.“ Im Unterricht der Drittklässler geht es gerade um Getreide. Der Ausflug ist eine Ergänzung dazu. Hier können die Schüler praktisch erleben, wie einst Korn gemahlen wurde.

Darum geht es Erich Wiede: „Die Kinder haben heutzutage ja kaum noch einen Bezug dazu. Sie gehen in den Supermarkt und kaufen dort das Brot. Hier können sie selbst erleben, was für ein harter Weg es früher bis zum fertigen Brot war.“

Harte Arbeit, die den Kindern offensichtlich viel Spaß macht. Besonders die Staubmühle, mit der das Korn von Gräsern und anderem gereinigt wird, hat es ihnen angetan. Einige stürmen direkt nach der Führung durch die Mühle wieder nach draußen, um weiter zu machen.

„Ich bekomme von den Kindern immer sehr viel positive Rückmeldung. Das freut und motiviert mich ungemein“, erzählt Wiede.


Mehr Infos unter   http://kreyenbruecker-muehle.de 
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