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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Im Kindergarten geht es auf Zeitreise

28.06.2019

Bloherfelde Für die einen ist es eine Rechenmaschine, für die anderen ein Apparat, um in andere Zeiten zu reisen. Die „Walther WSR 160“ war ab Ende 1950 ein beliebtes Modell, mit deren Hilfe man Zahlen zum Beispiel addieren konnte. Alles rein mechanisch, ganz ohne Strom. „Nee, rechnen kann man damit nicht. Das ist eine Zeitmaschine“, sagt der kleine Bloherfelder. Fast fünf Jahre alt ist er, besucht die Evangelische Kindertagesstätte Bloherfelde, und weiß auch ganz genau, wohin er mit der „Walther“ reisen würde: „Ins Land der Dinosaurier.“

Das wären dann so etwa 230 Millionen Jahre in die Vergangenheit. Soweit zurück will man in Bloherfelde aber nun doch nicht zurückblicken. Erst einmal „nur“ 50 Jahre. So alt wird die Kita in diesem Jahr. Offizieller Eröffnungstermin war der 5. Oktober 1969. Brunhild Hermann war damals die erste Leiterin. Heute ist es Sybille Leupold-Richter – seit neun Jahren. Vor ihr hatte Brigitte Siefken diesen Posten: sogar 21 Jahre lang.

Schon sie hatte für den 40. Geburtstag der Einrichtung an der Bloherfelder Straße 170 (hinter der Kirche), in alten Unterlagen geblättert, um ein wenig über die Historie erzählen zu können. „Die Vorschulerziehung war auch schon das Thema des ersten Elternabends“, hatte sie damals festgestellt. Zum jetzigen Jubiläum wurde laut Sybille Leupold-Richter im Team eine Chronik verfasst, die beim Fest vorgestellt wird.

Blick in die Geschichte

Die Idee, auch im Pfarrbezirk Bloherfelde einen Kindergarten zu bauen, war schon im Jahr 1955 in der Gesamtkirchengemeinde Eversten entstanden. Ebenso fehlte eine eigene Kirche. „St. Ansgar platzte aus allen Nähten“, berichtet Leupold-Richter aus der Historie. Heimatvertriebene und Flüchtlinge hatten nach dem Zweiten Weltkrieg ein Zuhause in Oldenburg gefunden. Es wurde eifrig gebaut: Wohnblocks und Reihenhäuser im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus sowie private Eigenheime.

In dieser Zeit übernahm Pastor Ulrich Hollweg den Bezirk Bloherfelde. Ihm war schnell klar: „Wir brauchen hier ein Gemeindezentrum.“ Vorher aber, darauf bestand er, müsse ein Kindergarten gebaut werden. Hollweg hielt es für wichtig, „den Familien soziale Hilfen an die Hand zu geben“. Der Pfarrer setzte sich durch. Und so wurde 1969 der Kindergarten eingeweiht, im November 1970 das Gemeindehaus und im September 1988 die Bloherfelder Kirche.

Gern hätte Sybille Leupold-Richter nun auch zum Jubiläum der Kindertagesstätte den früheren Pastor, der alles auf dem Weg gebracht hatte, zu Wort kommen lassen. „Leider ist er im Mai verstorben“, bedauert sie. 89 Jahre alt ist Ulrich Hollweg geworden.

Das ist geplant

Die 60er Jahren spielen beim Jubiläumsfest immer wieder ein Rolle. An diesem Freitag beginnt um 10.30 Uhr eine Feierstunde für geladene Gäste in der Bloherfelder Kirche. Der Kita-Kinderchor, die „Socken-Ramba-Zamba-Band“, wird dort singen. Anschließend trifft man sich in der Kita zum netten Beisammensein und am Büffet mit Leckereien wie in den 1960ern.

Die Entwicklung und Geschichte des Kindergartens wird vom Kita-Team vorgestellt. Im Haus sind Fotobücher über das Leben und Lernen in dem Kindergarten ausgestellt. An- und umgebaut wurde hier immer wieder. „Der größte Klops war von 2013 bis 2016“, sagt Sybille Leupold-Richter, „da sind wir während des laufenden Betriebes neun Mal umgezogen.“ In der Zeit entstand auch das Krippengebäude.

Ein großes Kinder- und Familienfest wird dann an diesem Samstag von 11 bis 16 Uhr in der Kita mit der Kirchengemeinde Bloherfelde gefeiert. Der Kinderchor und eine Tanzgruppe treten um 11 Uhr in der Kirche auf. „Die Kinder und Eltern der Kita waren im Festausschuss vertreten“, erzählt die Kita-Leiterin. Und so wird es vieles aus vergangenen Zeiten geben, dazu eine Hüpfburg, Kinderschminken, Schatzsuche, eine Tombola, eine „Mitmachsuppe“, Waffeln, Büfett, Malen, Kneten sowie ein Vorlesezelt.

Hier ist es wie früher

Schon in den vergangenen Monaten sind die Kinder und das Kita-Team auf eine Zeitreise gegangen. Im Flur der Kita wurde ein altes Wohnzimmer mit Ohrensessel , Zeitungsständer und Nähkorb hergerichtet. „Die Kinder spielen hier sehr gerne“, sagt Sybille Leupold-Richter. Zudem wurden alte Gegenstände ausgestellt, wie zum Beispiel eine Schreibmaschine, ein Fotoapparat, Schusterleisten und die „Walther WSR 160“. Letztere ist für manche ja einfach nur ein Rechenmaschine. Für Kinder steckt da viel mehr Zauber drin.

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Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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