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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Premiere: Am See macht Lernen auch in den Ferien Spaß

29.07.2017

Bornhorst In den Sommerferien die Schulbank drücken? Das kann sogar Spaß machen. Nämlich dann, wenn die Schulbank an einem besonders attraktiven Ort steht und wenn auf dem Stundenplan auch eher ungewöhnliche Fächer stehen. Einen solch speziellen Nachhilfeunterricht genießen zurzeit 19 Kinder am Kleinen Bornhorster See in einem Lerncamp. Vor allem sind es Schüler und Schülerinnen mit mangelnden Deutschkenntnissen wie etwa Flüchtlingskinder. Um in der Schule mithalten zu können, müssen sie auch außerhalb der Unterrichtszeit lernen.

Große Nachfrage

Das Studio eLf (eigenständig Lernen fördern), ein Projekt der bbf sustain GmbH (Beratung, Bildung, Forschung) ermöglicht es benachteiligten Schülern und Schülerinnen, die außerschulische Lernförderung zu erhalten. Antrag stellen dürfen Eltern aller Kinder, die Anrecht auf eine Kostenübernahme nach dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) haben. „Es war eine so große Nachfrage für die Sommerferien da, dass wir nicht alle Kinder in den gängigen Förderprogrammen unterbringen konnten. Deshalb haben wir die Idee ,Feriencamp’ umgesetzt“, erklärt Birgit Jenssen von bbf (mit Sitz im Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg in Wechloy) und Koordinatorin von Studio eLf. Finanziell unterstützt wird das Camp vom Zentralen Flüchtlingsmanagement und dem Projekt „Mitten drin! – Jung und aktiv in Niedersachsen“, einer Initiative des Kinderschutzbundes Niedersachsen und des niedersächsischen Sozialministeriums.

Zur Qual werden soll das Lernen in den Ferien nicht und deshalb hat die bbf gemeinsam mit der DLRG-Ortsgruppe Oldenburg das Feriencamp ins Leben gerufen. Es soll den Kindern zeigen, dass Lernen und Spaß keine Widersprüche sein müssen. Seit Montag und noch bis zu diesem Samstag treffen sich Kinder und Betreuer jeden Morgen am Kleinen Bornhorster See und verbringen den Tag gemeinsam bis 17 Uhr. Es wird zusammen gelesen, geschrieben, gerannt und gegessen. „Die Kinder lernen auf spielerische Art. Zum Beispiel machten sie eine Kräutertour und lernten im Anschluss wie viel man von welchen Zutaten benötigt, um selbst Kräuterbutter und -limonade herzustellen,“ erzählt Birgit Jenssen.

Die 19 Teilnehmer kommen von verschiedenen Schulen Oldenburgs. 17 Grundschüler und zwei Achtklässler verbringen die Zeit gemeinsam. Die Älteren übernehmen auch die Rolle der Co-Betreuer und lernen so, verantwortungsvoll zu handeln. Birgt Jenssen: „Alle erleben, wie es ist, als Team zu agieren und erlangen nebenbei mehr Selbstbewusstsein durch eigenständiges Handeln.“

Auch die DLRG spielt eine wichtige Rolle. Ein Großteil der Flüchtlingskinder kann nicht schwimmen und verbindet schlechte Erfahrungen mit dem kühlen Nass. Hartmut Engler, 2. Vorsitzender der Ortsgruppe, versucht, die Nichtschwimmer zu Schwimmern zu machen. „Wir unterstützen solche Projekte immer gerne. Für die Kinder ist es wichtig zu erfahren, dass das Wasser nichts Gefährliches ist, solange man sich verantwortungsbewusst verhält.“ Jeden Nachmittag steht das DLRG-Team bereit, um die Kleinen an das Wasser zu gewöhnen.

Viele Freunde gefunden

Das Konzept „Lernen mit Spaß“ scheint aufzugehen: Wie das Camp bei seinen Kameraden ankommt weiß Runi (10): „Es ist super hier. Wir gehen schwimmen und bewegen uns viel und ich mag gerne den See anschauen.“ Das findet auch Mohammed (9): „Ich renne richtig gerne und freue mich, dass ich so viele Freunde gefunden habe.“ Es sei sehr wichtig den Lernprozess mit Bewegung zu vereinen, so Jenssen.

Eigentlich war der letzte Förderungstag für Freitag geplant, doch da das Camp am Dienstag wörtlich ins Wasser fiel, wurde das Projekt um einen Tag nach hinten verschoben. Am Sonnabend wird der Abschiedstag gemeinsam mit den Eltern verbracht. Doch das soll kein Abschied für lange sein. Bereits für die Herbstferien wird ein weiteres Förderprojekt geplant, und im nächsten Sommer soll es auch wieder ein Feriencamp im Freien geben.

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