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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Stadtjugendring kommt ans Ziel

09.02.2019

Bürgerfelde Simon Kurka ist schwer begeistert. Der Stadtjugendring erhält ein neues Domizil in der ehemaligen Schule am Bürgerbusch. Der von der Stadt vorgeschlagene Standort am Artillerieweg ist vom Tisch. Dafür hatte sich der 27-Jährige mit seinen Mitstreitern stark gemacht.

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt: Das Haus der Jugend, in dem der Stadtjugendring derzeit seine Heimat an der Von-Finckh-Straße hat, soll abgerissen werden. Als Ersatz hatte die Stadt das ehemalige Dekra-Gebäude am Artillerieweg vorgeschlagen. Und zwar ziemlich alternativlos. Doch das behagte den Aktiven vom Stadtjugendring überhaupt nicht: Zu klein, keine Entwicklungsreserve und verkehrstechnisch nicht gut eingebettet waren die Hauptargumente.

Monatelange Arbeit

Auf 52 Seiten hatte Simon Kurka, damals noch in der Funktion als Erster Vorsitzender, die Argumente in einem Positionspapier zu Papier gebracht. Gemeinsam mit Kassenwart Frederik Peters hat er mehrere Monate an dem Dokument gefeilt: „Am Anfang war das ganz schön zäh, doch dann ging es ganz schnell“, erinnert sich Peters. Denn: Die beiden haben nicht allein ihre Meinung verfasst, sondern das Papier mit allen Beteiligten im Stadtjugendring abgestimmt. Immerhin 26 verschiedene Vereine und Institutionen. Ihre Alternative: Die Schule am Bürgerbusch.

Doch das wurde zunächst abgelehnt: Auch nach Auszug der Förderschule, die dort noch bis 2022 beheimatet sein wird und dann ausläuft, wollte die Stadt das Gebäude mit rund 3000 Quadratmetern Nutzfläche weiter für die schulische Nutzung vorhalten. Denn auch die Oldenburger Gymnasien suchen händeringend weitere Räumlichkeiten.

Wirtschaftliche Lösung

„Aber klar war auch, dass dringend Kindergarten- und Krippenplätze geschaffen werden müssen“, beginnt Dagmar Sachse, Sozialdezernentin, zu erzählen. Daher sei die Planung bezüglich der Schule am Bürgerbusch noch einmal überdacht worden. Die jetzige Idee: „In dem Gebäude kann neben der Jugendwerkstatt der VHS, der Stadtjugendpflege und dem Stadtjugendring nun auch noch eine vierzügige Kita Platz finden“, begründet Sachse die Entscheidung. Auch der Außenbereich der Schule sei für eine Nutzung einer Kita ideal, wie Dr. Frank Lammerding, Leiter des Amtes für Jugend und Familie, hervorhebt. Vor allem, das betont Sachse ausdrücklich, sei diese Lösung eine wirtschaftliche: „Die Schule ist derzeit in einem wirklich guten Sanierungszustand, da muss nicht allzu viel gemacht werden.“ Über einen konkreten Kostenrahmen gibt es noch keine Angaben. „Das kommt letztlich darauf an, wie viel umgebaut wird“, sagt Sachse. Das neue Konzept wurde im Laufe der Woche den Vertretern der Politik, der VHS und dem Stadtjugendring vorgestellt. Das Ergebnis fiel positiv aus: „Das Projekt ist auf große Begeisterung gestoßen“, freut sich Sachse.

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„Wir freuen uns total“, sagt Hanna Folkens vom Stadtjugendring, „auch, dass unser Vorschlag Beachtung gefunden hat.“ In weiteren drei Sitzungen sollen sich die Beteiligten darüber austauschen, wie eine Aufteilung der Räumlichkeiten aussehen kann. Sicher ist bislang nur: Für alle ist hier genug Platz.

Dagmar Sachse verspricht sich von dieser neuen Bildungseinrichtung noch mehr: „Der Ort bietet so viele Möglichkeiten. Ich denke, dass die neuen Funktionen auch den Stadtteil beleben und bereichern werden.“ Lammerding ergänzt: „Das Inhalts- und Raumkonzept soll im besten Falle noch diesen Sommer stehen. Dann könnte man im Herbst einen Antrag stellen, um möglicherweise eine Förderung für dieses innovative Projekt zu erhalten.“

Und was passiert mit den Förderschülern? „Der Auslaufplan wird in enger Absprache mit den Verantwortlichen erstellt“, beruhigt Sachse. Es herrsche kein großer Zeitdruck. „Natürlich ist es immer schwierig, im laufenden Betrieb umzubauen“, gibt sie zu. Dennoch sei sie davon überzeugt, dass es da eine gute Lösung mit allen Beteiligten geben werde. Sukzessive würden die Schulklassen zusammengeführt, bevor das Gebäude dann in die neue Nutzung übergehe.

Die Aktiven des Stadtjugendrings freuen sich indes sehr, einen neuen Standort gefunden zu haben, an dem alle Mitglieder weiterhin unter einem Dach bleiben können: „Man sieht ja, wie wichtig es ist, mit einer Stimme zu sprechen. Das Haus der Jugend ist die erste Adresse für alle, die mit Jugendarbeit zu tun haben. Gemeinsam können wir etwas bewegen“, sagt Simon Kurka.

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Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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Mareike Weberink Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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