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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Schülertheater wird in Berlin mit Preis ausgezeichnet

19.10.2019

Bürgerfelde Sie haben mit ihrem Theaterstück „Gedenken – Verstehen – Nicht vergessen“ im Juni dieses Jahres das Publikum bei mehreren Aufführungen aufgerüttelt. Nun haben die Schülerinnen und Schüler aus dem Wahlpflichtkurs Theater der Klasse 9 der Oberschule Alexanderstraße auch die Jury des bundesweiten Wettbewerbs „andersartig gedenken on stage“ überzeugt. „Wir werden am 19. November in Berlin ausgezeichnet“, freut sich Thomas Vossenberg, Theaterpädagoge der Jugendfreizeitstätte Bürgerfelde, über die frohe Kunde aus der Hauptstadt. Vossenberg hatte in Kooperation mit Susan Wiraeus, Theaterpädagogin und Lehrerin der Oberschule Alexanderstraße, zusammen mit dem jungen Ensemble den ambitionierten Stoff über Verbrechen der NS-Euthanasie umgesetzt.

Eine Fachjury unter der Leitung des Theaterregisseurs Michael Stacheder erkannte dem Oldenburger Beitrag den mit 500 Euro dotierten vierten Preis zu.

Die 14- bis 16-jährigen Mitglieder des Wahlpflichtkurses Theater der Oberschule Alexanderstraße hatten sich intensiv auf ihre Theaterarbeit zum Thema NS-Krankenmorde vorbereitet – anschauliche Quellen fanden sie ganz in der Nähe: In der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen sind, wie sie hörten, mehr als 1500 Patientinnen und Patienten zwischen 1933 und 1947 an den Folgen von Unterernährung und Entkräftung zugrunde gegangen. Die Schülerinnen und Schüler haben die Gedenkstätte Alte Pathologie in Wehnen besucht, einen Vortrag gehört und sich einen Film angesehen. Ziel der Arbeit war es nicht nur, das grauenhafte NS-Programm zur Vernichtung von vermeintlich „minderwertigem“ Leben darzustellen. Es wurde ebenso ein Bezug zu aktuellen Fragen hergestellt.

Zum Ensemble gehörten Michelle Franke, Julia Klimko, Dana Franziska Musielak, Nele Rohlfs, Julia Winzeck, Philip Amann, Linda Kroh, Tom Kischstein, Luis Osagie, Basim Shamo, Nico Bischoff, Sarah Ebeling, Laura-Sophie Elwanger, Yannic van Mark, Maisaa Ahmedo, Emma Behrens, Alina Fitz, Shelan Karm Hussein, Evelina Stavilla und Liana Wilhelm. Förderer war die Stadt.

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