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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Nach Dem Zweiten Weltkrieg: Gefährliche Straße zwang zum Wechsel der Schule

27.08.2020

Bürgerfelde Der Bericht von Geert Claußen über seine Einschulung im Kriegsjahr 1944 und den Neustart nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg im Herbst 1945 hat bei vielen Leserinnen und Lesern Erinnerungen wachgerufen. So zum Beispiel bei Manfred Thiel (79), der heute in Friedrichsfehn lebt. Er schreibt:

„Meine Mutter und ich wohnten nach dem Krieg an der Lindenstraße 16, Ecke Milchstraße bei Kaufmann Flügge. Im August 1948 wurde ich an der Röwekamp-Schule eingeschult. Noch bevor das Schuljahr beendet war, musste ich zur Bürgeresch-Schule wechseln, weil wir Schüler nicht mehr die Heiligengeiststraße überqueren sollten, auf der der Autoverkehr wieder stark zugenommen hatte. In der Bürgeresch-Schule gab es schon Schreibhefte und wir konnten unsere Schiefertafeln entsorgen.

Obwohl ich kein besonders guter Schüler war und Rohrstock beziehungsweise Ohrfeigen zu dieser Zeit noch an der Tagesordnung waren, erinnere ich mich doch gerne an meine Schulzeit zurück. Man musste als Kind auf vieles verzichten, aber es hat uns nicht gestört, denn wir kannten es durch die Kriegsjahre nicht anders. Und was man nicht kennt, vermisst man auch nicht.

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Eines Tages wurden in der Schule die neuen Füllfederhalter eingeführt. Sie kosteten ca. 8 DM (ca. 4 Euro). Meine Mutter hatte dieses Geld im Haushalt nicht übrig. Also musste ich ohne neuen Füllfederhalter zur Schule gehen. Dafür bekam ich ich vom Klassenlehrer eine Ohrfeige und einen Brief für meine Mutter mit der Aufforderung, sich mit dem Lehrer in Verbindung zu setzen. Heute unvorstellbar.

Unser Sportlehrer war ein ehemaliger Ausbilder der Deutschen Wehrmacht. Er hat uns immer hart rangenommen. Wir merkten es immer ein paar Tage lang an unserem Muskelkater. Aber es gab auch die erste große Liebe in der Parallelklasse.

In den ersten Schuljahren gab es beim Wechsel vom Sommer zum Winter keine lange Hose, nein, man bekam lange, meistens schon mehrmals gestopfte Strümpfe mit Strumpfhaltern. Dazu gab es eine Skimütze und vielleicht einen Schal. Handschuhe gab es nicht, weil man die sowieso immer verloren hat.

Es kam auch der Tag an dem man seinen ,Tornister’ gegen eine Aktentasche tauschen durfte, . . . wenn man es sich leisten konnte. Schulbücher gab es nur gebraucht von Schülern eine Klasse über uns. Die Bücher waren meistens in einem schlechten Zustand. Erwähnen möchte ich noch die tolle Zeit im Schullandheim Bissel. Es war ein Erlebnis, denn wer konnte sich schon einen Urlaub leisten.“  Nachtrag zum Bericht über Geert Claußen: Er ist 1944 in die damals gemischte Heiligengeisttor-Schule eingeschult worden. 1946 oder 1947, so sagt er, wurden Jungs und Mädchen getrennt. Die Jungs gingen auf die Röwekamp-Schule, die Mädchen blieben auf der Heiligengeisttorschule. Einschulungstermin war dann der 1. April.

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Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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