• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Chemie-Asse sind in ihrem Element

30.03.2017

Oldenburg Weißer Schutzkittel, Reagenzgläser im Regal und an der Wand das Periodensystem: Im Chemieraum der Liebfrauenschule ist Tobias Wittemann in seinem Element. Der 15-Jährige gilt als bester Nachwuchs-Chemiker des 9. Jahrgangs in Niedersachsen und Bremen. Im Gymnasium am Markt in Achim hat er jetzt den Landesentscheid im Wettbewerb „Chemie – die stimmt“ gewonnen. Organisiert wird der Wissensvergleich vom „Förderverein Chemie-Olympiade“, der von der chemischen Industrie gesponsert wird.

Tobias findet es „spannend, herauszufinden, welche unterschiedlichen Eigenschaften Stoffe haben und wie sie sich zusammensetzten“. Er wollte mehr über Moleküle, Atome und Ionen erfahren und verstehen, wie Formeln entstehen. „Nur Modelle reichten mir irgendwann nicht mehr.“ Ein Grund, warum er sich auch außerhalb des Unterrichts mit dem Thema auseinandersetzt. „Zuhause habe ich mir ein kleines Labor eingerichtet“, sagt der Jung-Wissenschaftler. In den Heim-Experimenten berechnet er zum Beispiel chemische Reaktionen nach der vom deutschen Physiker und Chemiker Walther Nernst aufgestellten Nernst-Gleichung. „Alles ganz harmlos“, versichert der 15-Jährige.

Während in der ersten Wettbewerbsrunde von „Chemie – die stimmt“ Ende vergangenen Jahres praxisnahe theoretische Aufgaben zuhause von den Schülern zu lösen waren, stand in Achim in Runde zwei eine zweieinhalbstündige Klausur auf dem Programm, zu der die 30 Besten aus Niedersachsen und Bremen eingeladen waren. Dabei galt es unter anderem, den Eigenschaften und der Herstellung von Kaliumhyperoxid, das beispielsweise in Raumstationen, U-Booten oder in Atemrettungsgeräten zur Regenerierung der Atemluft verwendet wird, nachzuspüren. Auch die Berechnung der Dichte von Metallzylindern gehörte zu den Aufgaben. Das Anforderungsniveau lag deutlich über dem des „normalen“ gymnasialen Chemieunterrichts.

Nach dem Mittagessen und einem Vortrag zur Chemie der Schokolade, den Prof. Dr. Nicolai Kuhnert von der Jacobs University Bremen hielt, wurden die Ergebnisse bekanntgegeben. Zwar seien ihm die Aufgaben nicht schwer gefallen – dass er auf Platz eins gelandet ist, habe ihn dennoch überrascht, gesteht Tobias Wittemann.

Grund zur Freude hatte auch Kilian Mandon vom Alten Gymnasium Oldenburg (AGO). Er belegte im 10. Jahrgang, in dem sich ebenfalls die 30 Landesbesten miteinander messen durften, Platz zwei. Chemielehrerin Silvia Beckhaus hatte ihn und drei ebenfalls eingeladene „AGOnauten“ (Ole Felber, Pia Mählmeyer und Hannah Meier) nach Achim begleitet. Tobias Wittemann hatte sich zusammen mit seinem Mitschüler Paul Wiegel und dessen Mutter auf den Weg zum Landesentscheid gemacht.

Tobias Wittemann und Kilian Mandon haben sich beide für die dritte Wettbewerbsrunde qualifiziert. Sie findet vom 29. Mai bis 1. Juni an der Universität Münster statt. Dort erwartet die besten Chemie-Schüler aus den alten Bundesländern ein praktischer Teil im Labor, eine mehrstündige Klausur an der Uni Münster und ein umfangreiches Freizeitprogramm mit Exkursionen. Die Bundesrunde wird dann in Leipzig ausgetragen. „Ich bin sehr gespannt, was auf mich zukommen wird“, sagt Tobias Wittemann. Jetzt muss er nur noch die Erfolgsformel für ein gutes Abschneiden finden.

Stephan Onnen
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.