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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Betreuung: Seit 60 Jahren in St. Willehad gut behütet

17.10.2017

Eversten Ein Auf und Ab, ein Hin und Her: Viel Bewegung herrscht im Alltag eines Kindergartens. Das verlangt von denen, die dort arbeiten, viel Beweglichkeit – um letztlich für Ruhe zu sorgen. Eine, die jede Menge Erfahrung gesammelt hat, ist Gerda Lenuweit. Die 50-Jährige arbeitet seit fast 30 Jahren im Katholischen Kindergarten St. Willehad, seit 1998 leitet sie ihn und hat, so sagt sie beim Rückblick: „Viel Auf und Ab mitgemacht.“

Nun steht ein runder Geburtstag an: Der Kindergarten wird 60 Jahre alt und dieser Anlass soll am Sonntag, 29. Oktober, groß gefeiert werden (siehe Infokasten). „60 Jahre gut behütet“ heißt schon das Thema im Gemeindegottesdienst. Dazu und zu dem Fest sind besonders auch ehemalige Kindgartenkinder und Erzieherinnen willkommen.

Offiziell eröffnet wurde der Kindergarten am 10. Oktober 1957 in einer Werkshalle. Gerda Lenuweit hat einmal in der Chronik geblättert und da erfährt man, dass keine Ordensschwester für die Leitung vermittelt werden konnte. So wurde der Betrieb zunächst einer älteren Kindergärtnerin übergeben, die im Frühjahr 1957 aus dem polnisch besetzten Oberschlesien eingewandert war. Mit ihr arbeitete eine junge Kinderpflegerin aus Südmoslesfehn. Die Kosten für die Ganztagsbetreuung: 15 DM im Monat.

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1959 übernahm Pfarrer Walter Drees die Pfarrgemeinde St. Willehad. Zugleich kamen drei Vorsehungsschwestern (katholischer Frauenorden mit Schwerpunkt auf dem Schuldienst) nach Oldenburg: Schwester Luitburg leitete den Kindergarten ab 1959, Schwester Gervasiana übernahm ihn von 1972 bis 1979, ihr folgte Schwester Reinholda. „War der Kindergarten in der Anfangszeit eher ein Ort der Aufbewahrung, wurde nun immer mehr Wert auf die pädagogische Arbeit gelegt“, sagt Gerda Lenuweit. Neben der Förderung und Wissensvermittlung habe Schwester Reinholda ihren besonderen Schwerpunkt auf Meditation, Stilleübung und der religiösen Unterweisung gelegt.

Ende September 1984 übernahm Pfarrer Eduard Sandhaus die Aufgaben der Kirchengemeinde. Das ehemalige Werksgebäude wurde 1986 noch einmal umgebaut. g. 1989 wurde Barbara Schroeder Leiterin des Kindergartens. „Während ihrer Dienstzeit hat sie mit ihrem Team, dem Kirchenprovisor Bernhold und den Eltern die Entscheidung für einen Kindergartenbau maßgeblich vorangetrieben“, erzählt Gerda Lenuweit, die ab Dezember 1998 die Leitung übernahm. Mit drei Bussen sei man damals zuvor nach Vechta zum Bischoff gefahren, um für den Kindergarten zu demonstrieren. Denn: „Im alten Bau war ein Raum gesperrt, wegen Ausdünstungen. Und im Winter zog es wie Hechtsuppe.“ sagt die Erzieherin.

Schließlich kam vom Offizialat grünes Licht für einen Neubau. Einweihung war am 13. Oktober 2000. Im Laufe der nächsten Jahre folgten weitere Um- und Anbauten bis zur Eröffnung der Krippe „Im Zwergenland“ 2016.

War der Kindergarten früher der Kirchengemeinde unterstellt, kamen im April 2006 alle katholischen Kindergärten unter das Dach des Vereins Katholische Kindertagesstätten (KKoev). „Die Ordensschwestern haben unseren Kindergarten sehr geprägt“, sagt Gerda Lenuweit. Heute werde die religiöse Erziehung durch die Erzieherinnen gelebt. Außerdem komme wöchentlich Pastoralreferent Werner Bieberstein in die Einrichtung. Die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde sei sehr gut. Die 25 Jahre mit Pfarrer Sandhaus beschreibt Lenuweit so: „Wir haben uns blind verstanden.“ 2015 übernahm Pfarrer Franz Josef Backhaus die Großgemeinde. „Er führt diese gute Kooperation weiter“, betont die 50-Jährige.

Als Kindergartenleiterin ist ihr wichtig: „Dass es allen gut geht.“ Die zweifache Mutter weiß, wie prägend diese frühen Jahre sind. Deshalb würden nicht nur Werte und Normen, als Vorbereitung auf die Schulzeit, vermittelt, sondern auch schöne Erinnerungen. Zum Beispiel an die alljährliche „Schlafnacht“, wenn Kinder und Eltern im Kindergarten übernachten.

Gerda Lenuweit freut sich, wenn ihr Ehemalige als Praktikanten im Kindergarten wiederbegegnen, weil sie einen sozialen Beruf anstreben. Ihre Augen werden feucht, wenn sie von dem Kind erzählt, dass in der Krippe das Laufen gelernt hat. Oder von der Mutter, die nach der Anmeldung ihres Kindes sagte: „Ich spüre, dass hier ein guter Geist wirkt.“

Der Kindergartenalltag ist eben ganz schön bewegend.

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Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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