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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Expertentipps: Nicht so streng beim Toben und der Fernsehzeit

23.03.2020
Frage: Frau Strahler, viele Familien verbringen nun mehr Zeit zusammen. Das klingt doch toll. Warum wird das auch mit viel Stress verbunden?
Strahler: Die Entscheidung wurde nicht selbst gefällt. Selbst wenn man es eigentlich positiv betrachten könnte, fällt das immer schwer, wenn man dazu gezwungen wurde – und dann auch noch so kurzfristig. Sonst bereitet man sich darauf vor, erledigt die anfallende Arbeit bis dahin und fährt dann vielleicht auch weg. Das war ja in diesem Fall gar nicht möglich.
Frage: Was macht die Situation jetzt so schwierig?
Strahler: Es besteht ja die Gefahr des Lagerkollers. Und dabei ist es natürlich nicht hilfreich, dass bei Eltern so eine Grundanspannung herrscht: Sie sind verunsichert und in Sorge aufgrund der Situation, weil niemand weiß, wie es eigentlich weitergeht. Dazu kommen bei vielen Existenzängste, weil sie um ihren Job fürchten oder selbstständig sind.
So etwas überträgt sich natürlich leider auch auf die Kinder. Ein Problem kann auch die Rollenverteilung sein. In der Regel ist ja ein Elternteil der Hauptverdiener und der andere kümmert sich hauptsächlich um die Kinder. Nun sind plötzlich beide zu Hause und das führt oft unter den Eltern zu Schwierigkeiten. Man kennt das vom Urlaub, dass man da ebenfalls leicht in Streit gerät.
Frage: Was kann man dagegen tun?
Strahler: Man sollte sich als Elternteile abwechseln beim Kopf frei bekommen, dass zum Beispiel mal der eine, mal der andere zum Einkaufen geht. Gut ist es zudem, eine klare Alltagsstruktur beizubehalten. Dass man zum Beispiel weiterhin früh aufsteht, die Kinder Aufgaben bekommen, man gemeinsam Mittag isst, usw. Denn wir wissen ja noch gar nicht, ob die Schule nach den Osterferien weitergeht. Und wenn man dann über Wochen im Rumgammel-Modus war, bekommt man das ganz schwer wieder raus.
Frage: Welche Tipps haben Sie nun für die Zeit zu Hause?
Strahler: Man muss sich mit der Situation abfinden, wir können ja ohnehin nichts daran ändern. Und dann sollten wir die zusätzliche Zeit, die wir vielleicht jetzt haben, für schöne Dinge nutzen: Endlich mal in Ruhe kochen und dabei die ganze Familie mit einbeziehen. Wichtig ist außerdem, dass sich die Kinder trotzdem bewegen. Also rausgehen, soweit es erlaubt und möglich ist. Man kann auch Tanzvideos zum Mitmachen zeigen, das kommt bei den Kindern immer gut an. Und man sollte auch mal Toben zulassen.
Frage: Was zu Hause allerdings oft nicht gerne gesehen ist...
Strahler: Ich würde bei solchen Dingen derzeit ein wenig pragmatischer sein. Man kann in diesen Tagen zum Beispiel auch mehr Bildschirmzeit zulassen. Es gibt ja in den Mediatheken viele Angebote aus dem Bereich Bildungsfernsehen. Und wenn man dann mal eine Wissenssendung gemeinsam schaut, dann haben die Kinder das Gefühl, dass sie Fernsehen gucken durften und als Eltern hat man dann nicht so ein schlechtes Gewissen.

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Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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