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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Frischer Wind für Betriebe aus Europa

01.07.2016

Oldenburg Sie sind jung, sie kommen aus Spanien, Italien, Kroatien, Bulgarien und den Niederlanden, haben sechs Monate Deutsch gelernt – und suchen wegen der hohen Jugendarbeitslosigkeit in der Heimat nun hier eine berufliche Perspektive: 66 junge Männer und Frauen zwischen 18 und 27 Jahren beginnen am Montag Praktika in Betrieben in Oldenburg und umzu. „Das Ziel ist klar: Sie wollen einen Ausbildungsplatz“, sagt Torben Böhle vom Oldenburger Unternehmen BBF Sustain, das Aufenthalt und Praktika organisiert und die jungen Leute während des Aufenthalts betreut. Im Vorjahr hätten 55 von 58 Teilnehmern das Ziel erreicht. Das Projekt wird von der Bundesregierung über das Programm „Mobil EU“ finanziert. Nach der Einführungswoche, in der die Jugendlichen in der Jugendherberge wohnten, geht es nun in die Gastfamilien.

Die Unternehmen aus der Region, die Praktika anbieten, suchen auch – nach Nachwuchsfachkräften. „Der Bedarf ist da“, sagt Torben Böhle. Selbst die EWE sei dabei, die im Bereich Abwasser nicht genug Nachwuchs findet. Der Oldenburger Pharmagroßhandel Noweda gehört auch dazu. Zu den Gründen sagt Betriebsleiter Sebastian Dettenberg: „Der demografische Wandel macht es uns bereits jetzt schwerer als früher, Nachwuchs zu rekrutieren. Das ist das eine. Aber die jungen Leute sorgen auch für frischen Wind.“

Ihre Fragen zwängen die Mitarbeiter dazu, Abläufe und Prozesse zu überdenken; das ergebe hier und da Änderungen. „Wir beschäftigen schon heute Mitarbeiter aus elf Ländern“, sagt Dettenberg. Das jetzige Projekt sei auch eine Vorbereitung auf die Integration der Flüchtlinge.

Die Vorbereitung der jungen Teilnehmer aus Barcelona übernahm ein Mann mit Oldenburger Wurzeln: Klaus Schumacher, der nach Abitur und Einsatz als Jugendfußballer beim VfB vor 39 Jahren nach Spanien auswanderte. Er betreibt dort eine Sprachschule mit 50 Angestellten und 1600 Schülern – und erfuhr aus der NWZ  von dem Oldenburger Projekt. „Seitdem arbeite ich mit BBF zusammen“, sagt er. Die Jugendlichen aus Spanien sähen in Deutschland eine Perspektive, weil in ihrem Heimatland die Jugendarbeitslosigkeit bei 50 bis 60 Prozent läge. Die jungen Leute lebten von Saisonjobs in Landwirtschaft oder Tourismus. „Viele wohnen bei ihren Eltern, bis sie 40 sind.“ Der familiäre Zusammenhalt sei stark; das würden viele Teilnehmer vermissen.

Der Vorstandsvorsitzende der Oldenburger Arbeitsagentur, Dr. Thorsten Müller, betonte auf Anfrage der NWZ , dass die Agentur keineswegs die Förderung der hiesigen Jugendlichen mit Defiziten wegen solcher Projekte zurückfahre. Der Bedarf der Betriebe lasse sich allein mit hiesigen Bewerbern nicht decken.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwzplay.de 
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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