• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Für Streich gab’s eine Backpfeife

14.08.2014

Osternburg /Dammtor Die Organisatoren der Klassentreffen hatten sich einiges einfallen lassen. Und so sammelten die Ehemaligen beim Wiedersehen viele neue Eindrücke.

Auf der Wunderburg

Mit akribischer Sorgfalt hatte Peter Ostermann sich an die Organisation des ersten Klassentreffens mit seinen Schulkameraden vom Abgangsjahrgang 1958 der Schule auf der Wunderburg gemacht. „Das macht mir großen Spaß“, verrät der 71 Jahre alte Informatiker. Im Internet und mit Hilfe der NWZ suchte und fand er schließlich die meisten der früheren Mitschüler. „Von einst 32 sind leider schon 13 verstorben“, berichtet der Oldenburger. Nun zum Treffen kamen zwölf der Klassenkameraden. Man versammelte sich an der schön gedeckten Tafel am Bootshaus des Oldenburger Yachtclubs. Und damit sich auch alle ohne Probleme wiedererkennen, hatte Peter Ostermann das Konterfei eines jeden Mitschülers mit dessen Namen auf Anstecker gedruckt. Jeder heftete sich sein Bild ans Hemd und konnte sofort namentlich angesprochen werden.

Bei schönem Wetter saßen die Herren lange draußen und schwelgten in den alten Zeiten. Da kam zum Beispiel die Erinnerung an Schulrektor und Mathelehrer Wilhelm Warntjes hoch. Wer gut rechnen konnte, bekam bei ihm nämlich die Chance für einen früheren Schulschluss. „Wenn wir Mathe in der letzten Stunde hatten, dann gab er uns eine Rechenaufgabe. Und wer ihm die richtige Lösung ins Ohr flüsterte, durfte gehen“, erzählt Peter Ostermann.

An einen Schabernack, den er selber angestellt und vergessen hatte, erinnerten ihn seine Schulkameraden. Im Geschichtsunterricht von Frau Lindemann sollte jeder eine (selbstverständlich zum Unterrichtsstoff passende) Frage auf einen Zettel schreiben. Peter Ostermann wollte wohl ein bisschen Spaß in die Stunde bringen und formulierte folgende Frage: „Was ist der Unterschied zwischen einem Nachttopf und einem Kochtopf?“ Die Lehrerin hatte dafür kein Verständnis. Als sich Peter Ostermann als der Urheber zu erkennen gab, bekam er eine Backpfeife. „Das habe ich total verdrängt“, sagt er heute, „aber das muss mir der Spaß damals wohl wert gewesen sein.“

Beim ersten Treffen ging es nicht nur um alte Erinnerungen. Gelegenheit gab es auch um sich über Gott, die Welt und bis hin zum Universum auszutauschen. Und am Ende stand für alle fest: In zwei Jahren gibt es ein Wiedersehen.

GAG

Früher trafen sich die Ehemaligen der Klasse 13 m (Abgang im Frühjahr 1966) des Graf-Anton-Günther-Gymnasiums (GAG) alle fünf Jahre in Oldenburg. Seit 2012 versammelt man sich jährlich an wechselnden Orten, und die Ehegatten sind mit dabei. Nach Treffen in Schwerin und Bamberg hatte diesmal ein im Rheinland beheimateter Klassenkamerad nach Mettmann eingeladen.

Nach der Begrüßung mit Kaffee und Kuchen im Hause des Gastgebers ging es auf eine Stadtführung, bei der die Gäste alles Wissenswerte über die Stadt Mettmann erfuhren. Der erste Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen und gemütlichem Zusammensein, bei dem man sich über Erlebnissen im lange zurückliegenden Schulleben austauschte.

Am zweiten Tag stand die Besichtigung des Neandertal-Museums einschließlich einer Führung über das „Projekt Menschwerdung“ auf dem Programm. Am Nachmittag ging es nach Düsseldorf. Auch hier sammelten die Gäste bei einer Stadtführung viele Eindrücke.

Am dritten Tag wurde von ihnen wegen der hohen Temperaturen Stehvermögen gefordert. Zunächst fuhren alle nach Essen, um dort die Villa Hügel der Stahl-Familie Krupp zu besichtigen. „Dieses Gebäude hat uns in seinem Ausmaß sehr beeindruckt“, erzählt Gerald Grote. Am Nachmittag besichtigte die Gruppe den oberhalb der Erde befindlichen Teil einer Kohlezeche. „Ein früher in der Zeche beschäftigter Kumpel gab uns tiefe Einblicke in die schwere Arbeit der Bergleute. Wir erlebten einen sehr emotionalen Vortrag“, so Grote. Bei einem letzten gemeinsamen Abendessen verarbeitete die Runde die Eindrücke des Erlebten. Beim Abschied kam schon Vorfreude auf das Treffen im nächsten Jahr auf. Das ist in Hamburg geplant.

Susanne Gloger
Redakteurin
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2108
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.