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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Diese App wurde 70.000 Mal runtergeladen

11.11.2015

Oldenburg Wenn Sie Menschen beobachten, die ihre Handys vor die Stirn halten und aufgeregt Begriffe umherrufen – wundern Sie sich nicht. Vermutlich haben Sie „Stirnraten“ für sich entdeckt. So heißt die App, die der gebürtige Oldenburger Michael Rothkegel entwickelt hat.

Vor einem Jahr kam der Informatikstudent, der in Siegen studiert, auf die Idee, eine bestehende App weiterzuentwickeln. Die Idee dazu kam dem 25-Jährigen in Kalifornien. Michael besuchte einen Freund. Als sie sich bei einer Zugfahrt die Zeit vertreiben wollten, griff der Freund nach seinem Handy und zeigte Michael ein Spiel, bei dem es darum ging, Begriffe zu erraten. „Die App war nicht gut umgesetzt. Da dachte ich mir: Das kann ich besser.“ Gesagt, getan. Zurück in Deutschland, machte sich Michael an die Arbeit von „Stirnraten“.

Das Spiel erinnert vom Prinzip her an das Ratespiel „Wer ist es?“ – nur ohne Klebezettel an der Stirn, sondern eben dem Smartphone. Das virtuelle Gesellschaftsspiel ist im App- und Play-Store erhältlich. Öffnet man die App, so werden verschiedene Kategorien angezeigt, unter denen man auswählt. Danach hält sich der Spieler das Handy vor die Stirn. Der erste Begriff wird angezeigt. Errät man das von den Mitspielern beschriebene Wort, so neigt man das Handy nach vorne. So erkennt es die korrekte Antwort und speichert diese für das Endergebnis. Möchte man einen Begriff überspringen, kippt man das Smartphone nach hinten. Man selbst stellt die Spieldauer von 30 bis 120 Sekunden ein. Spielziel ist es, die meisten Begriffe zu erraten.

Das Spiel richte sich hauptsächlich an Jugendliche, die sich mit den Serien wie „Breaking Bad“ und „How I met your mother“ auskennen, sagt Michael. „Aber ich habe schon von Freunden gehört, die mit ihren Großeltern spielen.“ Ob Serie, Schauspieler, Religion oder Emotion – Kategorien gibt es einige zur Auswahl. Insgesamt über 60 Stück mit mehr als 6000 unterschiedlichen Begriffen. „Bei manchen Kategorien wie „Sex and the City“ mussten mir Freunde weiterhelfen“, schmunzelt Michael.

Aufgewachsen ist der Informatiker in Oldenburg. Bereits als 14-Jähriger programmierte Michael erste Homepages. Sein Abitur machte er am Bildungszentrum Technik und Gestaltung mit Schwerpunkt Informatik im Jahr 2010. Mittlerweile studiert der 25-Jährige seit sieben Semestern in Siegen (NRW). Eigentlich wollte er Lehrer werden und später Deutsch und Informatik unterrichten. Nach ein paar Semestern stellte er jedoch fest, dass ihn Informatik viel mehr interessierte, so dass er seinen Studiengang zu Medieninformatik wechselte.

In seine Heimatstadt kommt er gerne – etwa alle fünf Wochen. „Meine ganze Familie ist hier. Da nehme ich die Fahrt gerne auf mich.“

Michael verbarrikadierte sich drei Wochen in der Wohnung, bis er die erste Version von „Stirnraten“ präsentierte. „Die war eine reinste Katastrophe“, lacht er heute. Programmierungsfehler mussten behoben werden. Weitere drei Monate vergingen, bis eine bessere Version draußen war.

Reich wird er von der Arbeit allerdings nicht. „Ich mache es nicht für Geld, sondern aus Leidenschaft.“ Die App ist kostenlos erhältlich. Michael bekommt lediglich für ausgewählte Kategorien etwas Geld. „So viel Zeit wie ich schon investiert habe, hätte ich umgerechnet vielleicht einen Stundenlohn von zwei Euro erhalten“. Das lohnt sich nicht wirklich. Weitergehen soll es trotzdem. Spieler können sich Begriffe wünschen, die mit in das Spiel eingebaut werden sollen. Außerdem sind für die Zukunft weitere Funktionen in Planung. „Ich höre von den Leuten, dass sie Spaß am Spielen haben. Deshalb werde ich am Ball bleiben, um noch mehr Vergnügen zu bereiten.“

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