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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Warum der heiße Vulkan Eis spuckt

18.04.2018

Innenstadt Alles, was Gold ist, glänzt, oder? – Viele junge Leute fühlen sich vom Glanz des Geldes angezogen. Doch wer näher hinschaut, stößt schnell auf tiefere Fragen wie „Was will ich werden?“, „Was ist meine Rolle?“

Ausstellung in Bauwerkhalle

Die Arbeiten der 200 Schülerinnen und Schüler zum Thema „Fake“ sind bis Freitag, 27. April, in der Bauwerkhalle am Pferdemarkt zu sehen.

Öffnungszeiten sind täglich zwischen 15 und 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Einen Infoabend zum Thema „Durchblick im Medien-Dschungel – Was nutzt mein Kind?“ mit Christina ter Glane bietet die Kunstschule am 19. April, 19.30 Uhr, in der Kunstschule, Weskampstraße 7, an. Anmeldung an info@oldenburger-kunstschule.de

„Es sind aktuelle, persönliche Aspekte, die wir in unserem Projekt besprochen haben“, erzählt Georg Lisek. Der Künstler hat die Klasse 7c der Oberschule Ofenerdiek (Lehrerin Petra Stehr) betreut. Die Fragen, die unter der Überschrift „Ich bin super-reich“ erörtert wurden, wirkten bei den jungen Menschen nach, ist Georg Lisek von der Nachhaltigkeit der vierwöchigen Projektarbeit überzeugt.

14 Schulklassen haben sich mit dem Thema „Fake“ beschäftigt. Unter Anleitung von Künstlern näherten sich die Schülerinnen und Schüler der Frage nach Wirklichkeit.

Unter der Überschrift „Die Welt steht kopf“ zerlegten Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a (Regina Engel) der Grundschule Heiligengeisttor Comic-Figuren und setzten sie neu zusammen. „Da spuckt ein Vulkan Eis, Fische leben an Land, und Schmetterlinge jagen Menschen“, erzählt die Künstlerin Sirma Kekeç von ihrer Projektarbeit.

Künstler Sebastian Hahn hat mit der Grundschule Drielake (Klasse 4a) ein Hörspiel entwickelt. „Wir hatten eine Hörspiel-Geschichte, die jedes Kind mit eigenem Ende weitererzählen konnte“, erzählt Hahn.

kommentar

Ausstellung

macht Mut

Christoph Kiefer

Junge Leute hängen ständig am Smartphone und glauben blind jeder Information: Wer diese pessimistische Sicht teilt, sollte die Ausstellung zum Projekt „Fake“ besuchen. Denn die Arbeiten sind ein erfreulicher, positiver Beitrag zum Thema Medienkompetenz. Rund 200 junge Menschen präsentieren die Ergebnisse einer mehrwöchigen Auseinandersetzung mit „wahr“ und „falsch“.

Erfreulich ist die kritische Auseinandersetzung mit Wirklichkeit und Fake. Was das Projekt konkret bringt, dürfte im Einzelfall nicht immer klar erkennbar sein. Doch die Beschäftigung hat Reflexionen angestoßen, die auch die Wahrnehmung der jungen Menschen verändern werden – das lassen die ausgestellten Arbeiten erkennen.

Vor allem mediale Botschaften im Internet müssen eingeordnet werden. Was ist die Quelle? Sind die Aussagen plausibel? Wie steht es um die Glaubwürdigkeit? Das gelingt in dem Kunstprojekt auf offene Weise. Es schärft den Blick auf Wahrhaftigkeit, ohne vorzugeben, was im Einzelfall wahr oder falsch ist.

Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten – aber niemand ist den Gefahren hilflos ausgeliefert.

Helmut Feldmann hat mit der Klasse 8 der Oberschule Alexanderstraße (Silvia Gramsch und Andrea Kühn) Originale der Maler Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff nachgearbeitet. „Wir haben uns in Größe und Technik eng an die Originale gehalten.“

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann war bei der Ausstellungseröffnung in der Bauwerkhalle des Lobes voll. „Sie haben den Nerv getroffen. Das Thema Fake und Fake News ist brandaktuell.“

Die Oldenburger Kunstschule hatte sich zusammen mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern in ihren Ateliers mit dem Thema Fake beschäftigt. „Es geht um das Erkennen von wahr und falsch“, erläutert Geschäftsführerin Deliane Rohlfs.

Wie aktuell das Thema ist, beleuchtete eine Beobachtung von Projektleiterin Annekathrin Schuldt: „Unsere Fotografin hatte Schülerinnen bei der Projektarbeit fotografiert und wollte die Fotos für Instagram nutzen. Doch die Schülerinnen weigerten sich, die Fotos freizugeben, bevor sie die Aufnahmen nicht bearbeitet hätten.“


Mehr Fotos unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 
Video von der Eröffnung unter   www.nwzonline.de/videos 
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Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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