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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Jugend debattiert: Mit Sachlichkeit zum Sieg

03.02.2017

Oldenburg Eine strukturierte Vorbereitung, Ausdrucksfähigkeit, starke Argumente und sachliche Distanz gehören zu einer guten Debatte. Diese Fähigkeiten zeigten Schüler aus Oldenburg, Rastede und Delmenhorst am Mittwoch beim Regionalentscheid in der Helene-Lange-Schule. Unterschieden wurde dabei in zwei Altersgruppen: Sekundarstufe (SEK) I und Sekundarstufe II (Oberstufe).

Während der Debatten lauschte das Publikum gespannt. Jeder Schüler hatte zu Beginn der Debatte zwei Minuten Zeit, seinen Standpunkt in einer sogenannten „Eingangsrede“ deutlich zu machen. Darauf folgte die „Freie Aussprache“, bei der alle Teilnehmer auf die Argumente der Gegenseite eingehen können. Es entstand eine kontroverse Diskussion über das jeweilige Thema. Am Ende des Schlagabtauschs fasste jeder Teilnehmer seine Position noch einmal kurz zusammen. Überschreitet ein Redner dabei die im ersten und letzten Teil vorgegebene Sprechzeit, ertönt vom Zeitnehmer aus der Jury eine Glocke.

Als Sieger der SEK I konnten sich Paul Wiegel und Amelie Abt (beide Liebfrauenschule) gegen ihre Mitstreiter behaupten. Bei der Leitfrage der Debatte nach einer Kennzeichnungspflicht von Fleisch aus Massentierhaltung, zeigten beide, dass sie sich gut artikulieren können. Auch Beispiele aus dem Alltag füllten die Argumente der Sieger mit Leben. Sie konnten sich damit gegen ihre Mitstreiter Maite Heinen und Linda Waschke (beide KGS Rastede) durchsetzen – für Amelie Abt sicherlich ein sehr besonderer Moment.

Im letzten Jahr reichte ihre Leistung noch nicht für eine Platzierung unter den ersten beiden Plätzen aus. In diesem Jahr dagegen hat sie innerhalb der SEK I gewonnen und darf nun zusammen mit Paul Wiegel zum Regionalverbund Hannover fahren, um dort am Landeswettbewerb teilzunehmen. Auch Leonie Weeber (Liebfrauenschule) und Hanno Vahlenkamp (KGS Rastede) dürfen mit nach Hannover. Sie setzten sich bei der Leitfrage der SEK II-Debatte „Soll in Innenstädten das Betteln verboten werden?“ gegen den Schüler der Helene-Lange-Schule Daniel Groenewold und Jonas Krusch (KGS Rastede) durch.

Bevor der Landeswettbewerb am 3. März in Hannover stattfindet, dürfen alle vier Gewinner nächste Woche für drei Tage an einem „Siegerseminar“ in Bad Nenndorf teilnehmen. Dort können sie, zusammen mit anderen Jugendlichen, das Debattieren intensiv trainieren.

Insgesamt gehören fünf Stammschulen zum hiesigen Regionalverbund. Darunter die Helene-Lange-Schule, die Liebfrauenschule sowie die KGS Rastede. Aus Delmenhorst wirken das Max-Planck-Gymnasium und die IGS mit. Assoziierte Schulen, die noch nicht zu den Stammschulen gehören, sind das Gymnasium Eversten und das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn.

Im nächsten Jahr findet der Wettbewerb in der KGS Rastede statt.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
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