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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Stadt will mit Kita-Bedarf Schritt halten

12.08.2017

Oldenburg Bei der Schaffung weiterer Plätze in der Kindertagesbetreuung lässt die Stadtverwaltung nicht locker. Schließlich ist das selbstgesteckte Ausbau-Ziel – bis zum Kita-Jahr 2021/2022 soll die Versorgungsquote auf 48 Prozent im Krippenbereich und auf 98 Prozent im Kindergartenbereich steigen – überaus ambitioniert. Um das zu schaffen, müssen weitere Gruppen her: Fünf Projekte möchte das Amt für Jugend und Familie am Mittwoch, 16. August, vom Jugendhilfeausschuss des Rates beschließen lassen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann: „Das bedeutet für uns einen echten Kraftakt. Wir gehen damit an die Grenzen dessen, was finanziell leistbar ist.“ Der Kita-Ausbau stehe weiter ganz oben auf der städtischen Prioritätenliste, betont Krogmann, obwohl er sich dabei ans Hase- und Igel-Rennen erinnert fühlt: „Immer wenn wir uns mit großem Aufwand der angestrebten Versorgungsquote nähern, ist der Bedarf schon wieder gestiegen.“

Entstehen sollen die zusätzlichen Gruppen im Rahmen der im vergangenen Jahr vom Rat verabschiedeten dritten Fortschreibung des Kita-Ausbaukonzeptes – und zwar an der Schulstraße in Osternburg, an der Gerhard-Stalling-Straße in Tweelbäke, an der Maria-von-Jever-Straße in Etzhorn, an der Bodenburgallee in Eversten und an der Sachsenstraße in Bürgerfelde. Geplant sind neun neue Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen in unterschiedlicher Trägerschaft.

Mit den fünf Erweiterungs- und Neubauvorhaben, die jetzt auf den Weg gebracht werden sollen, würde die Versorgungsquote bei der Betreuung von unterdreijährigen Kindern auf 43,51 Prozent klettern. Allerdings steigt auch weiterhin der Bedarf. Schon im aktuellen Kita-Jahr wurden für 47,23 Prozent der zur U3-Altersgruppe gehörenden Kinder Betreuungsplätze nachgefragt. „Wir gehen davon aus, dass voraussichtlich bereits im nächsten Jahr eine vierte Fortschreibung des Ausbaukonzeptes erforderlich sein wird“, blickt Sozialdezernentin Dagmar Sachse voraus.

Darin enthalten sein werden dann auch Planungen für das ehemalige Fliegerhorst-Gelände, die die Entwicklung des neuen Stadtteils mit bis zu 950 Wohneinheiten begleiten sollen: Im ersten Schritt wird dem Jugendhilfeausschuss empfohlen, zwei Kita-Standorte anzuschieben. Angrenzend an die Kirchengemeinde St. Christopherus, die bereits eine viergruppige Kita betreibt, soll in der Nähe eine Einrichtung mit zwei Krippen- und einer Kindergartengruppe unter der Trägerschaft des Vereins Katholische Kindertagesstätten Oldenburg entstehen. Das zweite Vorhaben ist eine Verlagerung der sanierungsbedürftigen Kita an der Halsbeker Straße, deren bestehende Gruppen um eine weitere Kindergartengruppe und zwei Krippengruppen erweitert und auf dem Fliegerhorst-Gelände neu aufgebaut werden sollen. Die Trägerschaft verbleibt bei der AWO. Die Planung für eine dritte (fünfgruppige) Einrichtung auf dem Fliegerhorst-Areal soll voraussichtlich im Jahr 2019 folgen.

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