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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

HOCHBEGABUNG: Klassenzimmer und Hörsaal

19.10.2006

OLDENBURG Der Schüler der Liebfrauenschule geht nach der Schule noch zur Uni. Dort studiert er Chemie.

von esther rothstegge OLDENBURG - Von der Schulbank direkt in den Hörsaal – Jakob Spiegelberg macht das parallel, was andere nacheinander abarbeiten. Vormittags besucht er die zehnte Klasse der Liebfrauenschule und nachmittags die Chemievorlesungen an der Uni.

Jakob ist 13, hochbegabt und einer von 16 Schülern, die seit diesem Wintersemester an regulären Veranstaltungen der Uni teilnehmen dürfen. Nach einer Infoveranstaltung im Sommer bewarb er sich bei der Uni. Bei einem Gespräch wurden Kenntnisse und Motivationsgründe abgefragt. Nun studiert der 13-Jährige im ersten Semester Chemie. „Ich kann allerdings nur ein Modul belegen“, sagt er. „Ich muss ja auch noch zur Schule.“

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Jakob Spiegelberg ist der jüngste der Schulstudenten. Bereits im Kindergarten langweilte er sich. Auch in der Schule wurde das nicht besser. Von den Lehrern wurde er als auffällig bezeichnet. Die Eltern aber sahen den Zusammenhang von Auffällig- und Unterfordertsein. Bei einem Test wurde Hochbegabung in allen Bereichen festgestellt.

Da er bereits nach einem halben Jahr in der Schule Lesen und Schreiben konnte, wurde er zum zweiten Halbjahr in die zweite Klasse versetzt. „Wirklich beliebt war ich da aber nicht“, erzählt er. Der nächste Klassensprung von der vierten in die sechste Klasse machte die Situation etwas besser.

Richtig wohl fühlt Jakob sich aber erst seit der siebten Klasse und dem Wechsel an die Liebfrauenschule. „Hochbegabte werden dort als normal akzeptiert“, sagt sein Vater. Inzwischen ist Jakob in der zehnten Klasse. Auch wenn viele seiner Mitschüler älter sind als er, kommt er gut mit ihnen zurecht. „Ich bin ja auch recht groß, da fällt das nicht so auf“, sagt er.

Ein reines Einser-Zeugnis hat Jakob übrigens nicht. Hochbegabung heißt eben, dass man die Fähigkeit hat, schneller und besser zu lernen als andere, aber nicht, dass man in der Schule immer der Beste ist.

In seiner Freizeit macht Jakob einmal die Woche Leichtathletik, spielt Klavier und ist im Schachclub. Natürlich trifft er sich auch mit seinen Freunden. „Ganz normal eben“, sagt der 13-jährige Student.

Woran erkenne ich hochbegabung

Hochbegabt ist man bei einem Intelligenzquotienten von über 130. In Deutschland gelten 300 000 Kinder als hochbegabt.

Anzeichen für eine Hochbegabung sind unter anderem eine große Wissbegierde, gutes Ausdrucks- und Konzentrationsvermögen.

Viele werde nicht als hochbegabt erkannt. Mädchen begegnen der Unterforderung in der Schule oft mit Rückzug, Jungen dagegen mit Provokation.

Feststellen kann man die Hochbegabung nur durch einen IQ-Test. Die Kosten werden inzwischen von vielen Krankenkassen übernommen.

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