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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Lehrerausbildung mit langer Tradition

09.04.2015

Oldenburg Wenn man so will, ist Herzog Peter Friedrich Ludwig der Gründungsvater der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Der Herzog hatte zur schulischen Bildung der Landjugend einen Landschulfond gestiftet. 1793, also vor 222 Jahren, wurde das Lehrseminar gegründet, in dem die jungen Leute auf ihre bevorstehenden Aufgaben vorbereitet wurden. Aus diesem Seminar entstand später die Pädagogische Hochschule und daraus die Universität in Oldenburg.

Ausgebildet wurden die Seminaristen vermutlich zunächst in den Versammlungsräumen von Gaststätten. Genaue Hinweise darauf gibt es aber nicht, weiß Stadtführer Helmuth Meinken, der der Geschichte der Lehrausbildungen nachgegangen ist. Einen ersten festen Sitz fand das Lehrerseminar im vom Architekten Georg Siegmund Otto Lasius geplanten und in den Jahren 1806/07 errichteten Gebäude an der Wallstraße, in dem heute die Polizei untergebracht ist.

Bis zur Gründung des Seminars galt der Unterricht für die Kinder in den ländlichen Bereichen des Großherzogtums als rückständig. Mit einer öffentlichen Lehrerausbildung sollte der „in den niederen Ständen und auf dem Lande ... noch herrschenden Dummheit und des allgemein zu bemerkenden Hanges zur Trägheit und Unthätigkeit“ mittelfristig begegnet werden hält Anton Diedrich Kuhlmann in den „Blättern vermischten Inhalts“ fest.

Doch das Haus an der Wallstraße entsprach schon bald nicht mehr den Anforderungen und das Seminar zog 1844/45 in einen Neubau an die Peterstraße, in dem heute das Staatliche Baumanagement Ems-Weser untergebracht ist. Erster hauptamtlicher Direktor wurde 1851 Carl Willich, der sich sich schnell der Kritik der angehenden Lehrer an ihrer Ausbildung ausgesetzt sah. Gefordert wurden Änderungen an den Inhalten und an der Struktur der Ausbildung – ein ungeheuerlicher Vorgang zur damaligen Zeit. Doch der durchaus reformfreudige Direktor scheiterte mit seinen Forderungen am Staatsministerium. Erst sein Nachfolger, Ferdinand Sander, schaffte es, verschiedene Veränderungen durchzusetzen.

Das Leben der Seminaristen hielt Georg von der Vring in seinem Beitrag „Als Seminarist in der Residenz“ von 1904 fest: „Der Stedinger Hof besaß ein Hinterzimmer, wo wir jungen Seminaristen uns abends einfanden und für fünfzehn Pfennige und, ohne daß wir hätten Bier dazu trinken müssen, riesige Mengen von Bratkartoffeln bekamen. In diesen rückwärts gelegenen Raum gelangte man über den Hof. Doch bevor man den Hof betrat, empfahl es sich, Ausschau zu halten. Einige Lehrer drückten wohl ein Auge zu, sie mochten denken: Laßt doch den Jungen, die von auswärts sind, und denen niemand Bratkartoffeln auf den Tisch stellt, ihren harmlosen Spaß; andere Lehrer aber waren stumpfsinnig, alles, was sie beobachteten, dem Direktor zu melden, und dann gab es Karzer.“

Mit der ersten Ausbaustufe des Neubaus der Hochschule für Lehrerbildung an der Ammerländer Heerstraße begann mit der Umbenennung der Pädagogischen Akademie Oldenburg die Geschichte der Pädagogischen Hochschule, aus der die Universität hervorging. Errichtet wurde es zwischen 1938 und 1940.

1977 wurden die Studienseminare für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen in Niedersachsen eingerichtet. Das Studienseminar Oldenburg war zunächst in Wilhelmshaven untergebracht, weil an der Universität Oldenburg der Versuch der einphasigen Lehrerausbildung lief. 1985 wurde das Seminar nach Oldenburg an den Birkenweg verlegt. Dort befindet sich auch das Studienseminar Oldenburg für das Lehramt an Gymnasien.

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Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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