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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Mit 10 000 Euro Hoffnung in Syrien aufbauen

21.11.2016

Oldenburg Der deutsche Vertreter der demokratischen Selbstverwaltung von Rojava (Nordsyrien), Sipan Ibrahim, nahm am Samstag in der Kulturetage im Cine K im Rahmen des Kurdischen Filmfestivals 10 000 Euro von Schülerinnen und Schülern der Helene-Lange-Schule (HLS) und der Oberschule Eversten (OSE) entgegen.

Rojava ist ein Streifen Land im Norden Syriens, der weitgehend von kurdischen Truppen kontrolliert wird. In diesem Gebiet befindet sich auch die Stadt Kobanê, die durch den Krieg in Syrien fast völlig zerstört wurde. Die Schülerinnen und Schüler hatten seit 2014 Geld für den Wiederaufbau der Stadt bei verschiedenen Aktionen gesammelt. „In dieser schweren Zeit habt Ihr geholfen, dass es den Menschen in Kobanê besser geht“, bedankte sich Ibrahim bei den Jugendlichen. „Die Kinder von Kobanê können bald wieder in ordentliche Schulen gehen“, versprach der Vertreter der Region Rojava. „Und das nur durch Eure Mithilfe“, ergänzte Ibrahim. Die beiden Schulen hätten nicht nur über das Leid der Menschen diskutiert, sondern effektiv und mit viel Engagement geholfen.

Im Rahmen des Solidaritäts- und Schulprojektes „Jîyana nû – Neues Leben“ koordinieren die beiden Schulen Solidaritätsaktionen für den Wiederaufbau der Schulen in Kobanê und Initiativen zur Bildung von Schulpartnerschaften. Es wurden bereits Vereinbarungen für Schulpartnerschaften mit den beiden Schulen Dibistana Sehid Osman in Kobane/Stadt und S. Ehmed Sasin in Gire/Kanton Kobane unterzeichnet.

Spendenläufe im Eversten Holz waren die großen Renner bei der Geldsammlung. Im ersten Durchgang 2015 wurden 18 000 Euro erlaufen und 2016 sogar 20 000 Euro. „Wir möchten Verantwortung übernehmen“, sagt die Lehrerin Birgit Zwikirsch von der OBS. Anhand von Fotos konnte gezeigt werden, dass die Schule in Kobanê schon fast fertig wieder aufgebaut wurde. „Viele andere Aktionen – auch Kleidersammlungen – haben stattgefunden, um den Menschen in Kobanê zu helfen“, berichteten Schülerinnen und Schüler während eines umfangreichen Vortrags, der von einem Schüler der HLS ins Kurdische übersetzt wurde. „Das Projekt ist aus dem Mitfühlen entstanden“, sagte der Leiter der HLS, Diedrich Smidt. Und Jürgen Boy, Rektor der OBS, meinte: „Die Schulpartnerschaften geben uns Zuversicht, und da geht es nicht ums Geld, sondern um das Miteinander.“

Das neueste Projekt der beiden Schulen ist die Kooperation mit einer Bonbonmanufaktur in Oldenburg. In den Farben der Demokratischen Selbstverwaltung von Rojava (gelb-rot-grün) werden kleine Bonbontütchen verkauft. Die sind in den Schulen, auf dem Weihnachtsmarkt, im Cine K und bei der Firma MoST in der Staustraße 8 erhältlich.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
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