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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Ausstellung: Neue Kontakte durch Kunst

20.02.2016

Eversten Die Integration in die deutsche Gesellschaft fällt Kindern von Migranten oft schwer, allein schon, weil ihnen die Sprache des Landes völlig fremd ist. Im letzten Jahr, ab Februar 2015, bot sich Schülern der Sprachlernklassen an der Oberschule Eversten eine besondere Chance, ihr neues Zuhause aus den verschiedensten Perspektiven kennenzulernen. Die Kinder zwischen zehn und 16 Jahren waren damals gerade erst in Deutschland angekommen.

Ihre Herkunftsländer waren China oder Portugal, Syrien oder Griechenland sowie Polen und Rumänien, aber alle konnten sich in der deutschen Sprache anfangs nur wenig oder gar nicht verständigen. Um das zu ändern, initiierten die Oberschule Eversten, der Verein für Jugendkulturarbeit sowie der Verein „slap – social land art project“ das Projekt „In der Fremde an(ge)kommen“. Kurse und Workshops im Bereich Bildender Kunst, Theater, Fotografie und Tanz sollten den Jugendlichen bei der Integration und der Entdeckung ihres neuen Lebensumfeldes helfen und das Sprachverständnis fördern. Neben den Schülern der Sprachlernklassen beteiligten sich immer auch deutsche Jugendliche, die sich schnell mit den Kindern anderer Nationen anfreundeten.

Bei dem Tanzprojekt beispielsweise waren sowohl erfahrene Tänzer als auch Breakdancer aus Oldenburger Tanzgruppen dabei. Zusammen erstellten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Choreographie, in der sie ganz Oldenburg betanzten. Der Film, der daraus letztendlich entstanden ist, beinhaltet Szenen von Tänzern auf einem Bahnsteig oder auf dem Rathausplatz. Selbst in einem Bus wurde gedreht. Und er zeigt, dass es den Jugendlichen jede Menge Spaß gemacht hat.

Er treffe sich weiterhin mit den Jugendlichen, die er kennengelernt habe, berichtet Hassam (15), der aus dem Irak stammt. Ein weiteres Projekt beschäftigte sich mit der Fotografie von Mini-Figuren. Deutlich wird dabei, dass sich die Teilnehmer mit aktuellen politischen Themen auseinandersetzten. Beeindruckend ist die Inszenierung auf einer Tischtennisplatte. Das Netz in der Mitte stellt einen Grenzzaun dar, auf beiden Seiten halten sich Menschen auf.

Zwar gab es zuerst Verständigungsschwierigkeiten. Aber bildende Kunst ist universell und interkulturell. Unsere Projekte waren alle anschaulich, dafür muss man nicht unbedingt Deutsch sprechen“, betont die Projektleiterin Edda Akkermann.

„Es war alles toll“, sagt Natascha (12) und Deutsch habe sie dabei auch ein bisschen gelernt. Besonders war vor allem das Wattenmeer-Projekt, denn dafür fuhren die Teilnehmer/innen für drei Tage an die Nordsee. Unter dem Thema „Vergängliche Kunst“ bauten sie im Schlick zum Beispiel Skulpturen aus Müll.

Drei 13-jährige Schüler einer siebten Klasse der Oberschule Eversten, Jacqueline, Max und Basri, berichten begeistert über den Workshop. Während des Aufenthalts knüpften sie engen Kontakt mit Kindern anderer Nationen. „Wir kennen nun ihre Geschichte“, erzählen sie. Solche Projekte können sie jedem Jugendlichen empfehlen. Die Kurse fanden alle nachmittags oder am Wochenende statt, dennoch gab es kaum Ausfälle. Schließlich haben die Projekte viel Spaß gemacht, darin sind sich sowohl die deutschen als auch die Jugendlichen anderer Nationen einig.

Die Ergebnisse der verschiedenen Workshops werden in Form von Bildern im Foyer der Oberschule am Brandsweg ausgestellt, wer sie anschauen möchte, der sollte vormittags kommen, wenn die Schule offen ist.

„Das ist aber nur eine Zwischenbilanz“, erklärt Edda Akkermann. Denn das Projekt laufe noch. In zwei Jahren erfolge dann eine größere Ausstellung, vielleicht sogar im Kulturzentrum PFL.

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