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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Hilfe: Neues Zuhause für Waisenkinder

22.06.2013

Oldenburg Kein Dach über dem Kopf, wenig zu essen, keine richtige Schulbildung: Die Lage der 31 Kinder in einem Waisenheim von Mombasa erschien aussichtslos. Doch die Situation hat sich Dank des Engagements von Anja Friedrich mittlerweile deutlich verbessert.

Im Februar vergangenen Jahres hatte sie für 12 000 Euro ein Grundstück gekauft, auf dem im Juni mit dem Bau eines Heimes begonnen wurde, in dem zusätzlich fünf Klassenräume eingerichtet wurden. Organisiert hat sie den Bau von Oldenburg aus per Email. Die Kenianer mussten in ein Internet-Café fahren, um die Mails zu öffnen, für Anja Friedrich ein äußerst zeitintensives Unterfangen. Ein Kraftakt, für den sie bei einem Besuch in Kenia in diesem Jahr allerdings mit fröhlichem Kinderlachen und ausgelassenen Tänzen belohnt wurde.

„Die Waisen habe eine gute Zukunft verdient, zum Teil sind es Vollwaisen, andere konnten von ihren Eltern nicht ernährt werden und wurden deshalb im Heim abgegeben“, erzählt Friedrich. Die großen Kinder (ab Klasse 4) gehen nun zu einer staatlichen Schule und müssen morgens eine Stunde dorthin laufen, die Kleinen werden mit anderen Kindern aus dem Dorf im Heim unterrichtet. Die ehrenamtlichen Lehrer sind „ungelernt“ und unterrichten mit Hilfe nur eines Lehrbuchs. Um die Qualität des Unterrichts zu verbessern, wurde die Lehrerin Madam Mas zu einer Fortbildung geschickt, die über die Ferien verteilt über zwei Jahre läuft und 320 Euro kostet. Die Lehrer unterrichten ehrenamtlich und bekommen kein Gehalt. Zum Teil sind ein oder zwei Kinder von ihnen im Heim untergebracht.

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Und es gibt immer noch viel zu tun. Die Wasserversorgung bereitet Probleme. Eine öffentliche Trinkwasserversorgung gibt es nicht, deshalb wird zurzeit ein Brunnen gebaut, für dessen Fertigstellung allerdings noch Geldspenden benötigt werden.

Auch die Registrierung der Einrichtung als offizielles Waisenheim birgt in Kenia viel Arbeit, weil sie von der Erfüllung zahlreicher Auflagen abhängig ist. Die wiederum verbessern die Lebensumstände. Beispielsweise muss es die Möglichkeit zum Händewaschen geben. Auch Feuerlöscher oder ein Gesundheitszertifikat der Köchin werden verlangt.

Dank der Spenden aus Deutschland konnten zudem Stromleitungen verlegt werden, auf den Anschluss warten die Kinder allerdings schon seit Februar, weil dafür eine Genehmigung notwendig ist, die sehr lange dauert.

Und Anja Friedrich hat noch weitere Pläne: „Ich möchte ein Nachbargrundstück kaufen, um durch eine Hühnerzucht und Landwirtschaft für ein dauerhaftes Einkommen zusorgen.“

Im Februar wurde Friedrich von Edewechts Bürgermeisterin Petra Lausch und von Petra Müller, einer Kinderkrankenschwester des Klinikums Oldenburg nach Mombasa begleitet. Die Schwester blieb drei Monate, lebte im Heim und arbeitete in einem Krankenhaus. Weitere Unterstützung gab es durch Svenja Müller und Rebekka Schübel, die ihre Ausbildung im Klinikum beendet hatten. Sie blieben jeweils für zwei Monate.

„Der Einsatz der freiwilligen Helfer ist für die Kinder eine große Bereicherung“, weiß Anja Friedrich. Die Einheimischen hätten keine Zeit, mit ihren Kindern etwas zu unternehmen. Die Helfer spielen mit den Kindern, schenken ihnen Zuneigung und fahren mit ihnen auch zum Strand. Auch die Wände in dem Heim hätten sie gemeinsam mit den Kindern bunt angemalt. „Es ist einfach toll, wie die Kinder aufblühen, wenn jemand Zeit für sie hat“, freut sich die 40-Jährige.

Wer im nächsten Jahr Freiwilligenhilfe vor Ort leisten möchte, kann sich bei Dr. Peter Sehrbrock beim Institut für Interkulturelle Begegnungen der Universität Oldenburg unter Tel. 7 9838 01 oder per E-mail unter peter.sehrbrock@uni-oldenburg.de melden. Zur Unterstützung der Vereinsarbeit wird an diesem Sonnabend in der IGS Flötenteich ein Benefizmusical aufgeführt. Beginn ist um 18 Uhr


Mehr Infos unter   www.kenia-little-angel.de 

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Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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