• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Studenten kämpfen vergeblich für Prof. Ruschig

13.04.2018

Oldenburg Das Dekanat der Fakultät IV der Human- und Gesellschaftswissenschaften der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg bleibt bei seiner Entscheidung: Prof. Dr. Ulrich Ruschig wird keine Lehraufträge mehr bekommen. Dies bekräftigte Dekan Prof. Dr. Thomas Alkemeyer in der Fakultätsratssitzung am Mittwochnachmittag. Die Diskussion um Ruschigs Person wurde zum Teil hochemotional geführt. Der ehemalige Dozent selbst hielt sich während der Debatte zurück.

Alkemeyer erklärte, dass das Dekanat sich nicht über die Fachkompetenz der Fakultät für Philosophie hinwegsetzen werde. Diese hatte zuvor erklärt, dass es keinen Bedarf an Ruschigs Seminaren zu den Philosophen Karl Marx und Theodor Adorno gebe. Eine Studenteninitiative, die dies nicht hinnehmen wollte, sammelte daraufhin 700 Unterschriften für einen Verbleib Ruschigs.

Lesen Sie auch:

Um sich selbst gedreht

„Es liegt keine sachliche Begründung vor“, widersprach Sabine Hollewedde, Studentenvertreterin, Alkemeyer. Vielmehr seien Antipathien der Hochschullehrer gegenüber Ruschig der Grund für die Ablehnung seiner Seminare. „Der Konflikt der Hochschullehrer wird auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen. Es handelt sich um eine willkürliche Entscheidung“, sagte Hollewedde. Eike Köhler vom Asta warf den Verantwortlichen Diskriminierung vor. „Dem Argument, dass es keinen Bedarf an Ruschigs Seminaren gibt, stehen die 700 Unterschriften gegenüber. Es wäre die Aufgabe des Dekanats gewesen, sich über persönlich motivierte Ablehnung hinwegzusetzen.“ Es würden „unsaubere Gründe“ für die Ablehnung der Seminare genannt, äußerte sich Gasthörer Wolfgang Wurtz, der Klage vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg eingereicht und eine Petition an den niedersächsischen Landtag gerichtet hat. „Das ist unerträglich“, schimpfte er. Andere Gasthörer und Studentenvertreter sprachen von einer „Schmierenkomödie“ und dass das Verhalten des Fakultätsrates und des Dekanats dem Ruf der Uni schade und deren nicht würdig sei. Dekan und Rat gingen in der Sitzung nicht weiter auf die Vorwürfe der persönlich motivierten Ablehnung von Ruschigs Seminaren ein. „Das ist alles sowas von übertrieben und geht über das eigentliche Anliegen hinaus“, sagte Prodekan Prof. Dr. Mark Siebel, an die anwesenden Studenten und Gasthörer gewandt. Einen weiteren Beschluss der Uni soll es nicht geben.

Nach der Veranstaltung sagte Ruschig, dass er die Unterstützung als ermutigend empfinde. Er hoffe auf Kollegen, die sich weiterhin mit Adorno und Marx beschäftigten und dies Studenten näherbrächten.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Tatiana Gropius Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.