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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Bildungsministerin setzt Zeichen für duale Ausbildung

08.02.2019

Oldenburg Was kosten Gebrauchtwagen? Kommt darauf an. Bei qualitätsbewussten Kunden ist ein Zuschlag von 15 Prozent üblich. Verkauft sich der Wagen nicht, werden preissensible Kunden angesprochen. Und der Preis sinkt.

Ganz praktische Tipps nahm Anja Karliczek (CDU) von ihrem Besuch der Berufsbildenden Schule in Wechloy mit. Angehende Automobilkaufleute erläuterten anschaulich, was sie im Unterricht alles über Preisstrategien bei Gebrauchtwagen lernen.

Am Donnerstag war die Bundesbildungsministerin für Bildung und Forschung in Oldenburg – erstmals seit ihrem Amtsantritt vor knapp einem Jahr. Bundestagsabgeordneter Stephan Albani (CDU) hatte seine Parteikollegin für den Besuch gewonnen.

Für das Anliegen, das die Ministerin umtreibt, war der Ort gut gewählt. Die Berufsbildenden Schulen bilden in Oldenburg jedes Jahr Tausende junge Menschen aus.

Dass diese Ausbildung nach ihrer Überzeugung gleichberechtigt neben einem Hochschulstudium steht, daran ließ Ministerin Kaliczek keinen Zweifel. Sie berichtete von Besuchen in einer Zimmerei und einer Rechtsanwaltskanzlei in ihrem Wahlkreis im Tecklenburger Land. Der Tischler verdiene nach seiner Gesellenprüfung rund 3000 Euro im Monat. „Bei der Rechtsanwaltskanzlei verdienen junge Juristen als Berufseinsteiger knapp 3000 Euro.“

Die Ministerin warb dafür, die Durchlässigkeit zwischen Studium und Berufsausbildung zu verbessern. Ob Gymnasium oder Oberschule, ob Lehre oder Studium – stets müssten sich Wege öffnen für Leute, die wechseln wollten und dazu in der Lage seien.

Viel Anlauf nahm die Ministerin, um auf eine Schülerfrage zu erklären, warum der Digitalpakt noch nicht in trockenen Tüchern ist. Das Projekt, mit dem der Bund die Verbreitung moderner IT-Technologien fördert, hängt. Sie hoffe, dass sich für die noch offenen Fragen zwischen Bund und Bundesländern bis Ostern eine Lösung abzeichne.

Überzeugend wirkte Anja Karliczek, die in einer Hoteliersfamilie groß geworden ist, mit ihrer Offenheit. Das Lob, das sie Schulleiter Oliver Pundt und den Lehrern bei ihrem Besuch aussprach, war mehr als Pflicht.

Den Koffer mit Geld, auf den Pundt die Ministerin mit einem Augenzwinkern ansprach, erhielten allerdings weder Oberbürgermeister Jürgen Krogmann noch die Schule selbst. Darum werde sich die Landtagsabgeordnete Esther Niewerth-Baumann (CDU) kümmern, sagte die Ministerin ebenfalls augenzwinkernd. Ein Händler wäre nicht schlagfertiger gewesen.

Werbung für Duale Ausbildung

Kommentar

Christoph Kiefer

Die duale Ausbildung ist ein Exportschlager. Viele Länder möchten die erfolgreiche Kombination von Beruf und Schule gern von Deutschland übernehmen.

Auch hierzulande bekommt die berufliche Ausbildung gute Noten. Wenn es um die Attraktivität im Vergleich mit einem Studium geht, landet die Kombination aus Schule und Ausbildungsunternehmen aber immer abgeschlagen auf Platz 2.

Dass der erste Besuch der Bundesbildungsministerin in Oldenburg in eine BBS führte, darf man als Statement verstehen. Nicht immer und nicht für jeden ist ein Studium der Königsweg.

Die Einkommensentwicklung unterstützt diese Erkenntnis: Mancher Facharbeiter möchte nicht mit einem Hochschulabsolventen tauschen. Diese Erfahrung könnte sich ruhig noch mehr herumsprechen.

Christoph Kiefer über die Chancen der beruflichen Ausbildung.


Ein Video finden unter   www.nwzonline.de/videos 
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

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Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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