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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Informelle Gespräche auf Augenhöhe

14.11.2017

Oldenburg Teilweise war kaum ein Durchkommen im zweiten Stock der Helene-Lange-Schule. Rund um den Treppenaufgang drängelten sich die Schüler an den Infotischen ihrer möglicherweise späteren Kollegen. Zum vierten Mal hatte die Schule Betriebe und deren Auszubildende eingeladen, sich und ihre Arbeit zum Azubi-Tag vorzustellen. 25 Betriebe aus den verschiedensten Branchen kamen, meist mit je zwei Auszubildenden und zeigten interessante Einblicke.

Beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) etwa erklärte Lara Cordes, Metallbauerin im zweiten Lehrjahr, die Arbeitsweise einer Exzenterschneckenpumpe, wie sie in Klärwerken zur Beförderung von Klärschlamm eingesetzt wird. „Wir wollten uns zuerst eigentlich nicht die Mühe machen, das Ding mitzuschleppen“, verrät Lars Strenge, Elektroniker im dritten Lehrjahr. „Aber es hat sich gelohnt, weil es schon viele neugierig gemacht hat.“

Zwei Stände weiter beeindruckten Alina Schaar und Roman Eichler von Cycle Union die Schüler mit einem rund 4500 Euro teuren E-Mountainbike. „Das ist unser Topmodell“, erklärt Roman, der auch viel Grundsätzliches zu „seinem“ Betrieb erzählt. „Viele kannten uns bislang gar nicht“, hat er festgestellt. „Und als sie hörten, welche bekannten Fahrradmarken aus Oldenburg kommen, waren sie ziemlich erstaunt.“

Die meisten Standbesucher interessierten sich für den Beruf des Zweiradmechatronikers. „Viele haben selbst an ihrem Fahrrad geschraubt und haben von daher einen Zugang dazu“, sagt Roman. „Und bei der Frage nach dem Verdienst haben wir leichtes Spiel etwa gegenüber dem Zweirad-Einzelhandel.“

Gemüse-Snacks

Annika Neiter und Atakan Mersinlioglu von der Gaststätte Bümmersteder Krug boten den Schülern einen Vitamin-Cocktail zum Selbermachen. Gurken, Kohlrabi und Möhren konnten sich Interessierte in mundgerechte Stücke schneiden und als Snack im Becher mitnehmen. „Es kommt immer am besten an, wenn man etwas selbst machen kann“, sagt Atakan, der Koch im dritten Lehrjahr ist. „Und das hier geht am schnellsten und einfachsten.“ Nebenbei nahmen sie den Schülern einige Berührungsängste zu den Gastronomieberufen, die vor allem auf den Arbeitszeiten basieren. „Klar arbeiten wir meist wenn die anderen frei haben, vor allem an Feiertagen“, sagt Annika, Restaurantfachfrau im dritten Lehrjahr. „Aber dafür haben wir dann eben an vielen Werktagen frei und können zum Beispiel einkaufen gehen, wenn die Läden so gut wie leer sind.“

Fragen an die Polizei

Ohne „Showeffekt“ kommt erfahrungsgemäß die Polizei aus. Die Polizeikommissarsanwärter Deike Krüger und Nico Kohls haben auch so genug Fragen zu beantworten. „Viele wollen die Realität ein bisschen mit den Krimis abgleichen“, sagt Nico schmunzelnd. „Ich werde zum Beispiel oft gefragt, ob ich schon einmal schießen musste. Neu ist für viele, dass man schon mit dem Realschulabschluss bei der Polizei anfangen und höhere Abschlüsse dort machen kann. Das ist für viele attraktiv, weil sie so neben dem Lernen dafür schon Geld verdienen können.“

Feuerwehr im Schulhof

Damian Dietrich und Benjamin Ihben, Brandmeister bei der Feuerwehr, konnten zwar ein Einsatzfahrzeug präsentieren, standen damit aber auf dem Schulhof etwas abseits vom Geschehen. „Da drinnen ist es wärmer und es gibt Snacks und Getränke, das können wir nicht bieten“, sagt Benjamin schmunzelnd. „Aber im Wagen sitzen und Knöpfe drücken kommt dafür bei den Jüngeren immer gut an. Bei vielen machen wir dann auch für die Freiwillige Feuerwehr Werbung.“

Für Kai Hollwege, Fachbereichsleiter Arbeit, Wirtschaft und Technik an der Helene-Lange-Schule, ist vor allem der Kontakt auf Augenhöhe bei der Veranstaltung wichtig. „Gerade wenn es um solche Kernfragen wie Lerninhalte und Anforderungen geht, oder wie oft man zur Berufsschule muss, bekommen die Schüler die Informationen hier aus erster Hand“, sagt Hollwege. „So erfahren sie auch Details, die ihnen kein Personalchef oder Ausbildungsleiter so erzählen könnte oder auch nicht immer will. Die Schüler merken dabei außerdem, dass die Azubis auch Menschen sind und keine Aliens, und dass sie nach dem Schulabschluss keine völlig fremde Welt betreten.“

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