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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Nach 13 Jahren bleibt der Ofen aus

25.01.2019

Oldenburg 174 Frauen haben erfolgreich ihre Ausbildung als Hauswirtschafterinnen abgeschlossen. Das ist die Bilanz des Bildungswerks für Haushaltsmanagement des deutschen Hausfrauenbundes (DHB) in Oldenburg. Am Mittwoch wurden zum 26. Mal in den Räumen des Bildungswerks an der Donnerschweer Straße Rosen und Zertifikate an die insgesamt zehn Teilnehmerinnen verteilt. Allerdings ist es auch das letzte Mal, denn das Bildungswerk beendet nach 13 Jahren seine Arbeit.

Zu wenig Teilnehmer

„Es fällt uns schwer, aber man hat uns die Räume gekündigt“, sagt Anne Ehlers. Der Grund für die Kündigung ist nicht eindeutig. Jedoch ist die Vermieterin bereits 90 Jahre, die Räume zu alt, besonders die Küche sei den Ansprüchen des Lehrgangs nicht mehr angemessen und das Gebäude ein Privathaus. Dort wohnen auch Mieter, die sich möglicherweise daran stören. „In dem Moment haben wir uns überlegt, ob sich das noch finanziell rechnet, denn die Teilnehmerzahlen waren in der letzten Zeit nicht mehr so gut“, sagt Ehlers. Zum Schluss stand die Entscheidung fest: Das Bildungswerk findet nach 13 Jahren sein Ende.

Gründung als Initiative

Gegründet wurde das Bildungswerk für Haushaltsmanagement DHB Oldenburg 2005 auf Initiative des Deutschen Hausfrauenbundes. Grund war, dass das Arbeitsamt diese Ausbildung nicht mehr finanzierte. „Da haben wir vom deutschen Hausfrauenbund uns überlegt, selber die Lehrgänge anzubieten, die es an der Volkshochschule gab“, sagt Ursel Rothärmel. In dem Zusammenhang gründeten sie ein eigenständiges Bildungswerk, aus der Idee heraus, gemeinnützig tätig zu sein, um auch Spenden annehmen zu können.

Seitdem bot die jetzt 78-Jährige jedes Jahr zuerst nur einen Lehrgang an, später zwei. Gemeinsam mit ihren Dozentinnen lernten die Teilnehmerinnen alles über Haushaltsorganisation, Ernährungslehre und die Pflege des Hauses und von Textilien. „Dazu gehörte auch das Nähen, woran alle immer viel Spaß hatten“, so Rothärmel. Ebenso gehörten die Betreuung von Personen und Kommunikation sowie Wirtschafts- und Sozialkunde dazu. „Es ist ein umfangreicher Lehrgang und geht bis zur Schnittstelle der pflegerischen Ausbildung“, sagt Rothärmel.

Alternativer Bildungsweg

Eigentlich dauert die Ausbildung zur Hauswirtschafterin drei Jahre in Vollzeit. Das Bildungswerk bietet aber einen alternativen Weg an, so dass die Teilnehmerinnen des Lehrgangs bereits nach einem Jahr ihre Abschlussprüfung zur Hauswirtschafterin bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ablegen können. Voraussetzung: „Die Teilnehmerinnen müssen viereinhalb Jahre ihren eigenen Mehrpersonenhaushalt geführt oder eine hauswirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt haben“, erklärt Anna Ehlers. Natürlich richtet sich der Lehrgang auch an Männer, „aber in den Jahren hatten wir nur zwei dabei gehabt“, sagt Rothärmel.

Mit dem Abschluss können die Hauswirtschafterinnen in verschiedenen Bereichen tätig werden. Unter anderem kommen Seniorenheime, Kindertagesstätten, Privathaushalte oder hauswirtschaftliche Dienstleistungsunternehmen, sowie Küchen oder die Arbeit als Tagesmutter in Frage.

Wie geht es weiter

Vorerst wird der Lehrgang nicht mehr angeboten. „Wir haben gute Erfolge gehabt, aber die Institution gibt es jetzt leider nicht mehr“, sagt Rothärmel. Wie es in Zukunft weitergeht, war bislang ungewiss. „Es wurden Gespräche mit der evangelischen Familienbildungsstätte geführt“, so Ehlers. Auf Nachfrage der NWZ bestätigte die Leiterin der Familienbildungsstätte, Hiltrud Boomgaarden, am Donnerstag, dass sie den Lehrgang weiterführen: „Am 26. April findet der erste Lehrgang statt.“ Die Kosten betragen pro Person 1400 Euro. Der Lehrgang wird ebenfalls ein Jahr dauern. Anmeldungen unter Telefon   0441/48065690 oder ol-anmedlung@efb-oldenburg.de.

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Soeke Heykes Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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