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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Plötzlich Arbeitskollegen in La Spezia

07.06.2019

Oldenburg Gerade war Toby Freese noch mit Modepaketen für Leffers im Außenlager an der Elbestraße beschäftigt, wo er als angehende Fachkraft für Lagerlogistik für den perfekten Ablauf sorgt. Jetzt saß er plötzlich im pulsierenden Hafenareal von La Spezia mit all seinen Kreuzfahrtschiffen, Linienschiffen, Luxusyachten, dem Groß-Stützpunkt der italienischen Marine und Umschlagplatz für 130 Millionen Container im Jahr – Tendenz stark steigend. Für drei Wochen konnte der Oldenburger für das Seetransport- und Logistikunternehmen Tarros, das dort seinen Sitz hat, als Hafenarbeiter im Büro arbeiten: „Wir haben die Schiffe kontrolliert, die täglich reingekommen sind, wir haben überprüft, welche Waren sie geladen haben, auch mit den Kapitänen konnte ich sprechen. All das hätte ich ohne das BBS-Erasmusprogramm ,NERO’ nie sehen und erleben können, allein die Mengen dort, diese Dimensionen, der Hafen. Am liebsten hätte ich noch eine Woche drangehängt, um noch mehr Zeit mit meinen Arbeitskollegen zu verbringen, die einen extrem familiären Zusammenhalt pflegen und sogar in der zweistündigen Mittagspause zusammen radfahren und schwimmen oder abends auch mal zusammen losgehen. So eine Chance würde ich immer wieder nutzen.“

Toby Freese besucht die BBS Wechloy. Der 22-Jährige ist einer von 100 Auszubildenden, denen in einer Feierstunde im Bildungszentrum für Technik und Gestaltung (BZTG) der „Europass Mobilität“ überreicht wurde. Alle gehen auf eine der Oldenburger BBSen oder die BBS 1 Emden. Und alle haben kürzlich im Rahmen der Kooperation ­NERO der vier BBSen der Stadt und unterstützt durch ihre Arbeitgeber die Möglichkeit genutzt, einen Teil ihrer Ausbildung im europäischen Ausland zu absolvieren.

Auch Carina Ackermann (21) und Lena Ramke (18) waren im Ausland – mit dem Flieger von Hamburg nach Skopje und von dort ins mazedonische Hinterland, nach Sveti Nikole: zu einer Produktionsstätte ihres Unternehmens Casa Moda. Das Programm der beiden angehenden Industriekauffrauen war breit: von der Mitarbeit in der Produktion über den Besuch der Zollabwicklung für die Casa-Moda-Rohstoffe in Skopje bis zum Naturparadies Matka Canyon. „Diese drei Wochen haben sich auf jeden Fall für uns gelohnt“, sagt Carina Ackermann. „So eine Möglichkeit würden wir jederzeit wieder nutzen.“

BZTG-Leiter Gerd Mora-Motta, der den Betrieben und dem Organisations-Team dankte, sagte anlässlich der Verleihung: „Es ist wichtig, dass Schüler auch mal in andere Länder gehen und dort Erfahrungen machen. Das macht einen viel, viel stärker und erwachsener und versteht auch andere besser. Es geht nichts über die persönliche Begegnung über Ländergrenzen hinweg. Früher waren solche betrieblichen Austausche mit einem Riesenaufwand verbunden. ,Erasmus+’ hat es wie kein anderes Programm geschafft, Europa erlebbar zu machen – auch wenn hinter jedem ,Europass Mobilität’ immer noch viel Fleiß und Mühe steckt.“

Auch er hätte Interesse, an dem Programm teilzunehmen, sagte BZTG-Schüler Simeon Eilers, der (im ersten Lehrjahr) eine Ausbildung zum Maler und Lackierer macht und mit Mitschülern einen Film über „NERO“ gedreht hat. Er sagt: „Ich würde wohl in einen kleineren Betrieb gehen, wo es familiärer zugeht und man vielseitig eingesetzt werden kann. Ich sehe das auch als Chance, andere Handwerkstechniken kennenzulernen. Ich hätte allerdings kein Interesse, auf Dauer ins Ausland zu gehen. Dafür sind mir meine Heimat, meine Familie, Freunde und Bekannten hier zu wichtig.“

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Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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