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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Landespreise für Nachwuchs-Historiker

17.08.2017

Oldenburg Vier Monate intensiver Forschung haben sich gelohnt: Beim diesjährigen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten wurde ein Team des Alten Gymnasiums und ein Team der Cäcilienschule in die Gruppe der 29 niedersächsischen Landessieger aufgenommen.

Jasper Siegert und Florentin Seifert vom AGO erhielten genauso wie Maike Bergfeld und Zoe Erbis von der Cäci auf einem Festakt in Hannover von Kultus-Dezernentin Cornelia Hartwig und Sven Tetzlaff, Projektleiter der Körber-Stiftung, die Auszeichnung sowie ein Preisgeld von 250 Euro. Zugleich wurden sie ins Finale auf Bundesebene weitergeleitet.

Siegert und Seifert hatten sich als Elftklässler im Winter 2016/17 unter dem vorgegebenen Oberthema „Gott und die Welt. Religion macht Geschichte“, zu dem 1695 Wettbewerbsbeiträge von 5064 Kandidaten eingereicht wurden, mit dem Stedinger Kreuzzug und seiner Ideologisierung im „Dritten Reich“ beschäftigt.

Anhand dieses historischen Beispiels sowie der Geschichte seiner Rezeption und Interpretation haben Siegert und Seifert untersucht, inwieweit die christliche Religion einerseits politische Prozesse des Mittelalters prägte, andererseits zur Legitimation von politischen Forderungen und Prozessen bis in die Gegenwart hinein eingesetzt wurde.

Für Dr. Matthias Hengelbrock, Latein- und Geschichtslehrer am AGO und Fachberater für Geschichte bei der Landesschulbehörde, ist das exzellente Ergebnis eine erfreuliche Bestätigung seines didaktischen Anliegens: „Kompetenzorientierung kann nur gelingen, wenn sie erkennbar an bestimmte Inhalte geknüpft ist.“ Die Arbeit der Schüler sei mustergültig.

Freude herrschte auch bei Maike Bergfeld und Zoe Erbis aus dem 8. Jahrgang der Cäcilienschule über ihre Landessiege. Ausgehend von der Geschichte der eigenen Schule gingen sie ein halbes Jahr lang der Frage nach, wie sich das Verhältnis von evangelischen und katholischen Schülerinnen an der Cäci in der Nachkriegszeit gestaltete. Das protestantisch geprägte Oldenburg erfuhr durch den starken Flüchtlingszuzug nicht nur geradezu eine Explosion der Einwohnerzahlen, sondern die katholische Gemeinde auch ein starkes Wachstum, was auch zu Konflikten führen kann.

Doch das war nicht der Fall. Zwar berichteten die Ehemaligen davon, dass im familiären Umfeld auf konfessionelle Rituale geachtet und auch bei der Wahl des Lebenspartners das eigene Bekenntnis bevorzugt wurde, doch wirkte sich dies nicht auf den Umgang in der Schule aus. Zum Abschluss verglichen Maike Bergfeld und Zoe Erbis die damalige Situation mit der in ihrer Klasse heute, in der längst nicht mehr nur Vertreter der christlichen Bekenntnisse sitzen. Gleich geblieben sei „der Geist der Toleranz dem anderen gegenüber“, so die Schülerinnen, die nun im Finale in Berlin sind.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
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Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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