• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Ausbau der Grundschule Dietrichsfelde verschoben

01.11.2018

Oldenburg Die Verschiebung des Ganztags-Ausbaus der Grundschule Dietrichsfelde um ein Jahr stößt bei den Eltern auf Kritik. In einem Brief an die Rats-Fraktionen hatte der Schulelternrat die Politiker aufgefordert, zu ihrer Zusage zu stehen und den Eltern damit Planungssicherheit zu geben. Wie berichtet, hatte der Rat im April dieses Jahres einstimmig beschlossen, die Grundschulen Bürger­esch (zweizügig mit fünf Förderklassen Sprache) und Dietrichsfeld (vier Kooperationsklassen mit der Schule an der Kleiststraße) zum Schuljahr 2020/2021 nach dem Konzept „Kooperative Ganztagsbildung in Oldenburger Grundschulen“ zur Ganztagsschule umzuwandeln. Und nun soll alles anders kommen?

Der Kritik der Eltern hatte sich die CDU angenommen und das Thema per Dringlichkeitsantrag in den Schulausschuss gebracht. Ratsherr Thomas Theilsiefje sagte am Montagabend in der Sitzung in der Oberschule Ofenerdiek: „Es gibt alle nötigen Beschlüsse einschließlich der Rats-Entscheidung für den umgehenden Ausbau, warum wird nun gerade diese Grundschule um ein Jahr geschoben?“

Zu viele Projekte

Schuldezernentin Dagmar Sachse verwies darauf, dass „es das immer mal wieder gibt, dass wir etwas schieben müssen, wenn die Gesamtzahl der Projekte unseren Schul- und Kitabauten-Topf deutlich überzeichnet“. Dies sei vor dem Hintergrund des starken Ausbaus gerade im Schul- und Kitabereich in diesem Jahr der Fall. Sachse: „Dann verschieben wir aber nicht schon begonnene Projekte, sondern solche, die noch nicht gestartet sind. Ich muss mein Dezernat wirtschaftlich führen, auch wenn ich diese Beschlüsse selbst mit auf den Weg gebracht habe.“ Schulamtsleiter Matthias Welp kündigte an, dass über eine Verpflichtungsermächtigung für 2019 bereits das Geld für Planung und Ausschreibung zur Verfügung gestellt wird, gebaut werden könne dann 2020.

Für den Ganztags-Ausbau der Grundschule Dietrichsfeld sind 3,5 Millionen Euro eingeplant und für den Ausbau der Grundschule Bürger-esch (Bau dann auch erst  im Jahr 2020) 3,4 Millionen Euro. Der Gesamtetat in diesem Bereich liegt für 2019 bei 29 Millionen Euro, davon fließen allein 15 Millionen Euro in den Ausbau von Schulen und Kindertagesstätten.

Die Grünen-Ratsfrau Rita Schilling kritisierte, dass es „nicht sein kann, dass bereits beschlossene Schulausbauten nicht laufen, weil wir die Kitas ausbauen“. Dann müsse „bei anderen Projekten geschoben werden“.

Einen Vorschlag, den auch Constanze Böttcher, Vorsitzende des Schulelternrates der Grundschule Dietrichsfeld, logisch findet, wie sie der NWZ sagte. Zusammen mit weiteren Vertretern des Schulelternrates sowie Heike Lawson (Elternratsvorsitzende der Schule an der Kleiststraße) war sie zur Schulausschusssitzung gekommen. „Wir wollten die Einwohnerfragestunde nutzen, um zu fragen, warum die Stadt den Ganztagsausbau verschoben hat.“

Zufrieden sind die Dietrichsfelder mit den Antworten nicht. Und es bleibt die Unsicherheit, „ob der Ausbau dann möglicherweise noch mal verschoben wird“, verweist Constanze Böttcher auf die Planungssicherheit: „Für berufstätige Eltern ist es wichtig, dass ihre Kinder auch am Nachmittag gut und sinnvoll betreut sind. Die vorhandenen 40 Hortplätze an der Schule reichen schon jetzt bei weitem nicht aus.“

Das Miteinander leidet

Im Elternbrief an die Ratsmitglieder wird auch darauf hingewiesen, dass das Mitein­ander mit der Förderschule Kleiststraße langfristig leiden könnte, wenn der Ganztagsausbau noch länger verschoben wird. Die Schüler der Kooperationsklassen würden bereits seit dem Schuljahr 2017/18 an zwei Tagen ganztägig beschult. Außerdem befürchten die Elternvertreter, dass „das Prinzip der Stadtteilschule ausgehöhlt wird“, wenn immer mehr Eltern ihre Kinder nicht im Stadtteil, sondern an einer anderen Schule anmelden müssen. „Lange Schulwege erschweren es den Kindern, Kontakte aufzubauen und selbstständig zu werden“, heißt es im Elternbrief. Und außerdem: „Melden immer mehr Familien mit Bedarf an Ganztagsbetreuung ihre Kinder an Schulen in den umliegenden Stadtteilen an, kann dies zu sozialen Verschiebungen in der Schülerschaft führen, die Schule könnte zum sozialen Brennpunkt werden.“

Nächste Woche tagt der Schulausschuss wieder: am Dienstag, 6. November, ab 17 Uhr in der Pausenhalle der BBS Wechloy, Am Heidbrook 10. Dann geht es auch um den Haushalt 2019 für Schule und Bildung. Die Elternvertreter wollen wieder dabei sein.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2108
Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2110
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.