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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Stadt hat alle Schulformen im Blick

17.10.2019

Oldenburg Im jüngsten Schulausschuss hat die Stadt auf Wunsch der Politik ein Gesamtbild der künftigen Schullandschaft gezeichnet – angelehnt an die Empfehlungen des beauftragten Schulentwicklungs-Gutachters Dr. Heinfried Habeck und mit ausführlicheren Einlassungen zur Entwicklung von Gesamtschulen und Förderschulen.

Insgesamt ist Oldenburg aus Sicht des Gutachters, vor allem im Vergleich mit anderen Kommunen, im Bereich ihrer Schulen „auf einem guten bis sehr guten Weg“. Insofern wird kein starker Handlungsbedarf gesehen. Trotzdem sollten sich Politik und Verwaltung mit den Empfehlungen auseinandersetzen und notwendige Veränderungen umsetzen, so Habeck.

Im Einzelnen:

Grundschulen

Auch Grundschulen, die teilweise einzügig sind oder werden könnten, sollten erhalten bleiben – also keine Schulschließungen oder Schulzusammenlegungen.

Der neue Stadtteil „Fliegerhorst“ sollte eine eigene neue Grundschule erhalten.

Für alle Grundschulen der Stadt sollte ein Beschluss zur jeweiligen Zügigkeit gefasst werden. Die Grundschulbezirke sollten grundsätzlich erhalten bleiben.

Förderschulen

Ziel ist der „Erhalt der Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Körperliche und motorische Entwicklung, Sprache, Geistige Entwicklung, Emotionale und soziale Entwicklung sowie der Erhalt „der besonderen, wertvollen Angebote für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen unabhängig von der Schulform und der räumlichen Zuordnung“.

Die Wahlmöglichkeit der Erziehungsberechtigten soll erhalten bleiben.

Das Land hat die inklusive Schule 2013/2014 in den Schuljahrgängen 1 und 5 verbindlich eingeführt. Sie wird seitdem aufsteigend erweitert und erstreckt sich zurzeit bis in den Jahrgang 11 der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Zusätzlich zur inklusiven Schule können laut Schulgesetz Förderschulen unter anderem in den genannten Förderschwerpunkten geführt werden.

Für die Förderklassen Sprache an der Grundschule Bürgeresch besteht darüber hinaus ein Bestandsschutz.

Die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen läuft in ganz Niedersachsen aus. In Oldenburg werden in der Schule am Bürgerbusch (Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen) die letzten Jahrgänge beschult, so dass die Schule zum Ende des Schuljahres 2021/2022 vollständig ausläuft.

In Niedersachsen gibt es ein Wahlrecht der Erziehungsberechtigten für eine bestimmte Schulform. Weil trotz steigender Inklusionsquote an den Regelschulen in Oldenburg auch die Schülerzahlenentwicklung an den Förderschulen weiterhin konstant und teilweise sogar leicht ansteigend ist, ist die Stadt verpflichtet, die Förderschulen mit den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie die Förderklassen Sprache an der Grundschule Bürgeresch zu erhalten.

„Gleichzeitig unternimmt die Stadt große Anstrengungen, für möglichst alle Schü-ler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf auch an den Regelschulen eine angemessene und ansprechende Lernumgebung zu schaffen“, heißt es.

Oberschulen

Durch eine Verteilerkonferenz wird im ersten Schritt Sorge getragen, dass keine Oberschule weniger als drei Eingangsklassen hat – und im zweiten Schritt keine mehr als vier Eingangsklassen. Es wird „ein konkretes Programm von Schulen und Schulträger erarbeitet, dass Oberschulen stärken soll“.

Gesamtschulen

Das Gesamtschulangebot in heutiger Form bleibt erhalten und wird gestützt. Die festen Zügigkeiten sollen erhalten werden, „um die Durchmischung nach Leistungsgruppen nicht zu gefährden“.

Zur Entwicklung: Die Kapazitäten der Integrierten Gesamtschulen wurden seit der Gründung der Integrierten Gesamtschule (IGS) Helene-Lange-Schule 1990 (4-zügig) als erste Schule dieser Schulform kontinuierlich erweitert. 1994 startete die IGS Flötenteich (4-zügig) und 2010 die Integrierte Gesamtschule Kreyenbrück (5-zügig). Die IGS Flötenteich wurde 2014 um zwei zusätzliche Züge auf sechs fünfte Klassen erweitert. Nun verfügt die Schulform im Sekundarbereich I über 15 Züge.

Unter Berücksichtigung der Doppelzählungen von Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf können ca. 420 Schüler an den IGSen im Jahrgang 5 eingeschult werden.

Trotz der Kapazitätserweiterungen liegen die Anmeldezahlen im Jahrgang 5 in aller Regel über den Aufnahmekapazitäten und es müssen Schüler abgelehnt werden. Durch die Kapazitätserweiterungen ist die Anzahl der abgelehnten Schüler deutlich zurückgegangen. Sie betrug in den letzten Jahren dennoch ca. 100 Schüler pro Schuljahr.

Beim Aufnahmeverfahren zum Jahrgang 5 werden die angemeldeten Schüler Leistungsgruppen zugeordnet. Vereinfacht entspricht die Leistungsgruppe 1 der ehemaligen Empfehlung für das Gymnasium, die Leistungsgruppe 2 für die Realschule und die Leistungsgruppe 3 für die Hauptschule.

Die Zuordnung erfolgt, weil der Anteil der Schüler in den Leistungsgruppen an den IGSen dem repräsentativen Querschnitt der Schülerschaft der gesamten Stadt entsprechen soll (§ 59a NSchG). Die Helene-Lange-Schule hat in allen Leistungsgruppen ausreichend Anmeldungen. Da sich an den IGSen Flötenteich und Kreyenbrück aber deutlich weniger Schüler aus der starken Leistungsgruppe 1 anmelden, werden dort zusätzliche Schüler der Leistungsgruppen 2 und 3 aufgenommen und sind dort überproportional vertreten.

„Bei einer weiteren Ausweitung der Kapazitäten an den IGSen ist nicht zu erwarten, dass sich zusätzliche Schüler der Leistungsgruppe 1 dort anmelden“, so die Stadt. Die neuen Kapazitäten würden durch Schüler der Leistungsgruppen 2 und 3 aufgefüllt. Auch im Schulentwicklungsplan wurde dieses Szenario untersucht und beschrieben, dass sich aufgrund der dann neuen Durchmischung noch weniger Schüler als bisher aus der Leistungsgruppe 1 dort anmelden würden und stattdessen an die Gymnasien gingen.

Dadurch würde sich die Schülerschaft der IGSen „perspektivisch deutlich verändern und eher der Schülerschaft der heutigen Oberschulen entsprechen“, so die Stadt. Die Oberschulen würden hingegen weitere eher leistungsstarke Schüler an die IGSen abgeben. „Es müssten dort Kapazitäten reduziert werden und die Arbeit würde an dieser Schulform noch anspruchsvoller werden“. Die Gymnasien würden zusätzlich Schüler aufnehmen und die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr ausreichen, so die Prognose.

Darüber hinaus seien die Auswirkungen des „6-Punkte-Programms zur Stärkung der Oberschulen“ abzuwarten, das durch eine gesteigerte Attraktivität der Oberschulen auch dort zu höheren direkten Anmeldungen und in der Folge geringeren Fehlplätzen an den IGSen führen soll.

Vor diesem Hintergrund erscheine eine Ausweitung der IGS-Kapazitäten als „nicht sinnvoll“.

Gymnasien

Die sechs städtischen Gymnasien sollten erhalten werden – auch angesichts des anhaltenden und sich eher noch verstärkende Trends zu dieser Schulform. Nötig seien „eine bauliche Unterstützung, eine Klärung für weitere Züge“ und die technische Nachrüstung „für eine moderne Pädagogik“.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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