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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

400 Unterschriften gegen Professor-Rauswurf

30.01.2018

Oldenburg Im Falle der Lehraufträge von Prof. Dr. Ulrich Ruschig haben Studenten der Universität Oldenburg jetzt eine Studenteninitiative gestartet. Im kommenden Semester soll der Professor nicht mehr an der Uni unterrichten – das wurde im Institutsrat Philosophie im Dezember entschieden (NWZ berichtete). Doch Studenten und Gasthörer sind damit nicht einverstanden. Speziell geht es um zwei Seminare zu den Philosophen Karl Marx und Theodor Adorno.

Bei den Studenten herrsche der Eindruck, dass die Professoren das Recht der Studenten auf Mitsprache in der Lehre nicht ernst nehmen, berichtet Fachschaftsmitglied Sabine Hollewedde. Deshalb werden sie selbst aktiv: „Das Sammeln hat begonnen“, sagt Eike Köhler, Vertreter der Studenten im Institutsrat und Fachschaftsratsmitglied. Knapp 500 Unterschriften brauchen sie, um sich erneut Gehör zu verschaffen. Wird laut dem niedersächsischen Hochschulgesetz ein Anliegen von drei Prozent der Studenten unterstützt, wird es im zuständigen Gremium, in diesem Fall der Fakultätsrat, beraten. Knapp über 400 Unterschriften konnte die Fachschaft in den vergangenen zwei Wochen schon sammeln. Die Unterschriftenlisten werden in verschiedenen Seminaren verteilt, sie liegen im Sekretariat des Asta (Allgemeiner Studierendenausschuss) und sind auch in der Fachschaft Philosophie zu erhalten. Laut Köhler werde eine solche Initiative zum ersten Mal an der Universität Oldenburg durchgeführt.

Doch nicht nur die Studenten schließen sich zusammen, auch einige Gasthörer sind aktiv geworden. Wolfgang Roelfs aus Leer hat den Eindruck, dass die Angelegenheit vonseiten der Universität „ausgesessen“ werde, da keine Anzeichen der Vermittlung signalisiert werden. Roelfs hat sich mit anderen Gasthörern zusammengetan und nun bereits zum zweiten Mal einen offenen Brief geschrieben. In dem Brief, der an den Dekan der Fakultät IV, Prof. Dr. Thomas Alkemeyer, gerichtet ist, verweisen die Gasthörer auf die Institutsratssitzung im Dezember. Aus der ginge hervor, dass persönliche Vorbehalte gegen Ruschig als Begründung für die Entscheidung herangezogen wurden. Auch die Fachschaft sei der Meinung, dass im Falle von Ruschigs Rauswurf keine sachlichen Gründe genannt wurden, so Köhler.

Im Dezember nannte Prof. Dr. Johann Kreuzer, Institutsdirektor, jedoch den fehlenden Bedarf in den Themenbereichen „Marx“ und „Adorno“ als Grund für die Entscheidung. Seit Anfang 2018 seien alle Professuren in der Philosophie regulär besetzt, sagt Kreuzer. „Damit hat die Lehre auch in den Bereichen, denen die von Herrn Ruschig beantragten Lehraufträge zuzuordnen sind, eine große Verstärkung erfahren.“ Das sieht Roelfs jedoch anders. Jedes Seminar und jede Vorlesung behandele Themen perspektivisch und in der Tiefe anders.

„Davon leben die Geisteswissenschaften“, sagt auch Ulrich Ruschig. In der Mathematik beispielsweise sei das etwas ganz anderes. Ruschig wünscht sich unterdessen, dass der Konflikt gelöst wird. Noch bis zum Ende dieses Semester wird der Bremer an der Universität Oldenburg unterrichten. Auf eine Stellungnahme von der Universitätsleitung wartet er noch.

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Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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