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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Jugendliche Hilfe gegen Cybermobbing

14.12.2018

Oldenburg „Macht ein Selfie, ohne euer Gesicht zu zeigen“, zeigte der Tablet-Computer als Aufgabe für die Gruppe an. Man überlegte kurz, sich von hinten oder vielleicht die Bauchpartie zu fotografieren, aber dann kommt die rettende Idee: „Unsere Füße!“

Dies war nur eine – sicherlich die spaßigste – Aufgabe des sogenannten Actionbound, den die jugendlichen Helfer, genannt Scouts, von „Juuuport – Netz des Nordens“ am Mittwoch im Oldenburger Computer-Museum ihrem testwilligen Publikum vorstellten. Der Verein Juuuport hilft jungen Menschen bundesweit im Internet in Fällen von Cybermobbing, bei Problemen in sozialen Medien, bei der Datensicherheit oder in Technikfragen. Die lokale Gruppe „Netz des Nordens“ gibt es seit Jahresbeginn. Sie besteht aus Schülern zwischen 14 und 19 Jahren aus Bremen, Oldenburg und der Wesermarsch.

Sie helfen nicht nur Gleichaltrigen ehrenamtlich auf der Plattform von Juuuport, sondern haben jetzt den erwähnten Actionbound erstellt. Dabei handelt es sich um eine Anwendung, mit der man digitale Schnitzeljagden und Rätselketten erstellen kann, die dann via App auf dem Smartphone oder Tablet gelöst werden können. Diese können auf Wunsch auch ortsbezogen sein, ähnlich wie etwa das bekannte Geocaching, um lokale Gegebenheiten mit einzubeziehen.

Der präsentierte Actionbound hat digitale Sicherheit zum Thema. „Aus unserem Umfeld kennen wir die Probleme anderer Jugendliche im und mit dem Web und möchten sie damit nicht alleine lassen“, sagte Scout Naomi Kahsnitz. Die verschiedenen Aufgaben, von denen einige ein Zeitlimit haben, beziehen sich auf Themen wie Rechte am Bild, Mobbing in Gruppenkommunikationen oder Sicherheit der eigenen Daten. Zu gewinnen gibt es ein verbessertes Wissen für ein Miteinander im Internet.

Für die junge Generation von heute ist das Internet eine Selbstverständlichkeit, die älteren Generationen oft aber abgehe, so Christina ter Glane, die als Medienpädagogin die Schüler begleitet: „Medienkompetenz, dazu gehört heute mehr als zu wissen, wie man ein Video bei Youtube hochlädt.“ Das könne dann dazu führen, dass Eltern und Verwandte wenig davon mitbekommen, was Jugendliche bewegt. „Bei Sorgen und Nöten im Netz scheuen sich Kinder und Jugendliche häufig davor, sich Erwachsenen anzuvertrauen, weil diese sich mit ihren Themen und Problemen meistens nicht so gut auskennen wie Gleichaltrige“, erklärte ter Glane.

Phasenweise gab es viel zu tun für die Scouts, zum Beispiel, als der Sender Netflix die umstrittenen Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ ins Programm nahm, die Mobbing und Selbstmord unter Schülern zum Thema macht. Juuuport wurde von Netflix als Hilfeportal verlinkt, ohne die Helfer darüber zu informieren. „Wir hatten auf einmal wirklich sehr viele Anfragen“, erzählten die Scouts.

Wichtig bei aller Unterstützung für junge Leute ist aber, dass die Hilfe der Scouts von Juuuport klare Limits hat – zum Schutz für beide Seiten. „Die Scouts sind Schüler, teilweise minderjährig und müssen darum auch geschützt werden“, sagte ter Glane. Die Scouts können selber entscheiden, wie viele Informationen sie den Hilfesuchenden von sich preisgeben und wann sie Anfragen beantworten. Sollte ein Fall gar zu ernst klingen, gibt es für Scouts einen Hilfe-Knopf, dann übernehmen Erwachsene. Juuuport arbeitet mit Psychologen und Psychotherapeuten zusammen, die im Zweifelsfall eingeschaltet werden. Hilfe von außen gibt es aber auch bei weniger ernsten Themen. „Wir arbeiten zum Beispiel auch mit der Verbraucherzentrale zusammen“, erklärte Scout Jonas Hotze.

Die Nordmetall-Stiftung unterstützt das Projekt „Juuuport – Netz des Nordens“ maßgeblich. „Wir freuen uns, junge Menschen zu unterstützen, die die Gesellschaft besser machen wollen“, sagte Geschäftsführerin Kirsten Wagner bei der Vorstellung des Actionbound, „und es wird besser, weil ihr eure Zeit gebt. Vielen Dank dafür“, lobte sie das Engagement der Scouts.


 Den Actionbound gibt es hier:     www.bit.ly/nwz-juuuport 
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Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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