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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Wo kommt denn mein Apfel her?

02.04.2019

Oldenburg 29 000 Euro erhält der Ernährungsrat Oldenburg für sein Projekt „Essbare Schule“ von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. Ernährungsrat? Essbare Schule? Was ist das überhaupt? Und was passiert mit der beträchtlichen Summe?

„Nachhaltige Ernährung ist auf kommunaler Ebene bislang kein großes Thema“, sagt Judith Busch, Koordinatorin des Ernährungsrats Oldenburg. Und dies, obwohl Ernährung ein zentrales Thema der Nachhaltigkeit sei und man lokal viel tun könne. Der Oldenburger Ernährungsrat, gegründet Ende 2017, gehört zu den ersten in Deutschland, ähnliche Initiativen gibt es deutschlandweit – Tendenz steigend, wie Judith Busch erzählt. In Ländern wie Kanada, USA oder Großbritannien seien Ernährungsräte längst nichts Neues mehr.

Die Grundidee eines Ernährungsrates sei es, Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu vernetzen – um nachhaltige Ernährung in der Region zu etablieren. Sprich: vom Landwirt bis zum Verbraucher alle an einen Tisch zu bringen, um über ein Thema zu sprechen, das laut Judith Busch ganzheitlich gedacht werden muss. Ernährung habe mit Gesundheit, mit Bildung, mit Vielfalt zu tun.

Ziel sei es, „Ernährung auf kommunaler Ebene zukunftsfähig zu machen“, erklärt Judith Busch. Dazu zähle etwa die verbesserte Direktvermarktung regionaler Produkte, eine stärkere Verbindung zwischen Erzeugern und Verbrauchern und die vermehrte Verwendung von Produkten aus ökologischer Landwirtschaft in Schulmensen.

Seit seiner Gründung vor anderthalb Jahren hat der Ernährungsrat Oldenburg unter anderem das Projekt „Essbare Stadt“ auf den Weg gebracht. Private und öffentliche Flächen sollen begrünt und mit Nutzpflanzen bestückt werden, um, so Judith Busch, „die Menschen wieder mehr in Kontakt mit Lebensmitteln zu bringen“, auf regionale und saisonale Produkte aufmerksam zu machen.

Hier kommt die Bingo-Umweltstiftung ins Spiel: Die Förderung beantragte der Ernährungsrat im vergangenen Jahr explizit für das Projekt „Essbare Schule“. An zunächst drei Schulen, IGS Flötenteich, Neues Gymnasium Oldenburg und BBS 3, soll Ernährung im globalen Kontext praxisnah vermittelt werden. Gemeinsam mit den Schülern werden Mitarbeiter und Ehrenamtliche des Ernährungsrates an den Schulen Kistenbeete von zwei bis drei Quadratmetern aufstellen, diese bepflanzen, pflegen, das Gepflanzte ernten, das Geerntete zubereiten. „Wir möchten die Lust am Pflanzen wecken und zeigen, dass ,lecker‘ und ,gesund‘ sich nicht ausschließen“, sagt Judith Busch. Parallel zur Praxis werden theoretische Lerneinheiten angeboten, als AG oder in den Unterricht integriert, mit Fragen wie: „Wie schnell wächst eine Möhre?“, „Was bringt es, wenn sie neben Zwiebeln gepflanzt wird?“ oder „Was hat die Art, wie ich mich ernähre, mit dem Klima zu tun?“

Die Fördersumme von 29 000 Euro deckt die Kosten für Material und Bau der Beete, Saatgut, Gestaltung einer Website, Konzeption des Lehrmaterials sowie die Beratung durch einen Experten. Mit einem Großteil des Geldes wird eine halbe Stelle für Projektkoordinatorin Dorothea Jäger finanziert. „Wir arbeiten zu einem großen Teil ehrenamtlich. Aber dieses Projekt ist so groß, dass es nicht mehr ausschließlich mit Ehrenamtlichen gestemmt werden kann“, sagt Dorothea Jäger. Die Projektförderung läuft für ein Jahr, oder, besser gesagt: für eine Pflanzsaison. Um die „Essbare Schule“ im kommenden Jahr fortzuführen oder gar auszuweiten, müssen jetzt schon Förderanträge gestellt werden.

Das Interesse weiterer Schulen, sagt Judith Busch, sei jedoch groß. Zur Vollversammlung mit Neuwahlen und Informationen lädt der Ernährungsrat Oldenburg für Donnerstag, 4. April, 19 Uhr, in die Flänzburch, Friedensplatz 2, ein.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
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Nathalie Meng Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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