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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Schule befeuert ihren Oberstufenplan

13.04.2018

Oldenburg Gerade vier Monate im Amt, hat Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Donnerstag die IGS Helene-Lange-Schule besucht. Eingeladen worden war er von den SPD-Landtagsabgeordneten Hanna Naber und Ulf Prange. Der Jurist, der selbst vier Kinder hat, nahm sich Zeit, um den Nachmittagsunterricht mindestens ausschnittsweise kennenzulernen, auch im Blick auf die gelebte Inklusion an der Schule. Seine Türen öffnete dafür der Wahlpflichtkurs Darstellendes Spiel (Jg. 9), der mitten in den Proben für das Theater-Festival „Is’ doch normal, ey!“ in der Kulturetage (7. Mai) steckt. Auch die Proben der Zirkus-AG, gemeinsam mit der Sportklasse 5b, und der Fachunterricht im Bereich Naturwissenschaften der Inklusionsklasse 8d interessierten den Minister.

Eingeladen hatten die Abgeordneten und die Schule Tonne insbesondere, weil die Helene-Lange-Schule „eine Abschlussklasse für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Schwerpunkt Geistige Entwicklung einrichten möchte“, sagte Schulleiterin Claudia Steffen. Der Schulausschuss hat sich bereits einstimmig für ein solches Angebot ausgesprochen, damit Schüler aus diesem Bereich auch nach der zehnten Klasse noch an der Schule bleiben können und nicht wechseln müssen. Zurzeit hängt die Entscheidung noch in Hannover. Tonne legte sich zunächst nicht präzise fest, sagte aber: „Wir wollen hinterher sagen: Da sind wir Schritte miteinander gegangen.“

Christina Sczesny, die Didaktische Leiterin der Schule sagte: „An der HLS lernen und leben sehr unterschiedliche Kinder und Jugendliche vom fünften bis zum zehnten Schuljahr erfolgreich zusammen. Die Schule ist stolz auf diese bunte Mischung. Und der Erfolg des gemeinsamen Lernens zeigt sich nicht nur in positiven Abschlussbilanzen, sondern auch in konstant hohen Anmeldezahlen in allen Leistungsgruppen.“ Viele der Schülerinnen und Schüler erreichten das Abitur, andere wechselten nach der zehnten Klasse mit einem Haupt- oder Realschulabschluss in das berufsbildende Schulwesen oder in das duale System. Sczesny: „Die Jugendlichen mit geistiger Beeinträchtigung, selbstverständlicher Teil der Gemeinschaft, müssen die HLS ohne eine Perspektive auf weiteres gemeinsames Lernen nach dem zehnten Schuljahr verlassen: In Oldenburg existiert trotz zwölfjähriger Schulpflicht kein inklusives Angebot für ihre letzten zwei verpflichtenden Schuljahre.“

Nachdem der Antrag der Schule auf Einrichtung einer entsprechenden Abschlussklasse aufgrund rechtlicher Beschränkungen seitens des Kultusministeriums abgelehnt worden war, hatte die HLS im vergangenen September vor der Landtagswahl Politikerinnen und Politiker eingeladen, um über das Anliegen zu diskutieren. Ulf Prange war dabei gewesen und hatte versprochen, sich im neuen Landtag für das Vorhaben einzusetzen. Eine klare Entscheidung, wann es in dieser Sache den gewünschten Fortschritt für die betreffenden Schülerinnen und Schüler gibt, steht aber noch aus.

Grant Hendrik Tonne kam anschließend zur einer Schuldebatte mit GEW-Chefin Laura Pooth, Lesern und Redaktion in die NWZ – mehr darüber unter www.NWZonline.de und in der Samstag-Ausgabe.

Karsten Röhr
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2110
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

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