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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Klassentreffen: Wiedersehen mit Überraschungseffekt

28.05.2019

Oldenburg 50 Jahre, 61 Jahre und sogar 67 Jahre sind seit der Zeit vergangen, in der sie ihren Alltag teilten. Den Kontakt haben die ehemaligen Klassenkameradinnen und -kameraden, Kommilitoninnen und Kommilitonen aber nicht verloren. Man trifft sich immer mal wieder und plaudert über frühere Zeiten. Manchmal bleibt einem auch nur die Erinnerung – nämlich immer dann, wenn das alte Schulgebäude längst anders genutzt wird.

Pädagogische Hochschule

Das Staatliche Baumanagement ist heute dort untergebracht, wo einst Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet wurden: an der Peterstraße 42. Das Lehrerseminar bezog das Gebäude im Jahr 1946. Die nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründete Pädagogische Akademie in Oldenburg wurde 1948 in Pädagogische Hochschule umbenannt. Sie war die erste Lehrerausbildungsstätte, die nach dem Krieg in den vier Besatzungszonen ihre Tore öffnen durfte, heißt es in den Daten zur Geschichte der Carl-von-Ossietzky-Universität.

Frühere Absolventen der „PH“, wie die Pädagogische Hochschule genannt wurde, versammelten sich gerade jetzt im Mai einmal wieder zu einem Semestertreffen. In den Jahren von 1955 bis 1958 hatten sie gemeinsam in dem traditionsreichen Gebäude an der Peterstraße studiert. Einer von ihnen, Horst Nespethal, hatte erneut das Wiedersehen organisiert. „Nach dem Examen sind die Absolventen in den Schuldienst des Landes Niedersachsen eingetreten“, erzählt er. Inzwischen seien alle längst in Pension und die Teilnehmerzahl bei den Treffen habe erheblich abgenommen. Erschienen waren diesmal 18 rüstige Pensionärinnen und Pensionäre.

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Im Clubhaus des Oldenburger Yachtclubs in Osternburg begann das Treffen mit einem ausgiebigen Klönschnack. Nachdem sich die Runde an einem zünftigen Spargelbuffet bestens gestärkt hatte, folgte eine Stadtrundfahrt mit einem professionellen Stadtführer. Anschließend saß man beim Kaffeetrinken zusammen und hatte sich immer noch viel zu erzählen.

„Von damals, aber auch von heute“, sagt Karin Knüpling und sie schwärmt von dem besonderen Zusammenhalt: „Wenn wir uns wiedersehen, dann macht es ,Klick’ – und es ist wie unter alten Freunden.“ Die persönliche Offenheit sei groß. Es sei ja auch sehr erfreulich, dass viele sogar eine weite Anreise auf sich nehmen wollen „und können“, sagt Karin Knüpling: „Denn die meisten von uns steuern die Mitte 80 an.“ Aus Dortmund, Kassel, Hamburg beispielsweise waren Ehemalige nach Oldenburg gereist. Und am Ende des Tages waren sich alle (wieder) einig: In zwei Jahren soll es ein Wiedersehen geben.

Bürgerfelder Schule

Nun ist es schon 67 Jahre her, seitdem sie gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Das war in der Bürgerfelder Schule an der Alexanderstraße. Die ist längst geschlossen. Heute ist an ihrer Stelle die Freizeitstätte Bürgerfelde zu finden. Die Erinnerungen an damals aber, die haben die früheren Schülerinnen und Schüler noch gut im Gedächtnis. Schon bei früheren Treffen des Abgangjahrgangs 1952 wurden beispielsweise Döntjes über die Lehrerin Lisa Büschen sowie die Lehrer Oncken und Ottenroth erzählt.

Alle zwei Jahre gibt es so ein Wiedersehen. Das Organisationsteam – bestehend aus Ilse Michaelsen (geb. Speckmann), Helga Gruner (geb. Folkers), Horst Bitzer, Rolf Schneider und Hans Ulpts – hatte diesmal ins Gesellschaftshaus Wöbken eingeladen. 18 Ehemalige waren erschienen und erlebten einen unterhaltsamen Tag – Überraschung inbegriffen.

Schon am Vormittag ging es gemütlich los. Man schwelgte in Erinnerungen, brachte sich gegenseitig aber auch auf den aktuellen Stand der einzelnen Lebenswege. Dann ließen sich alle ein leckeres Mittagessen schmecken – und wurden hellhörig, als Horst Bitzer eine Überraschung verkündete. Dafür sollte die Gruppe um Punkt 14 Uhr in den großen Saal wechseln. Die Ehemaligen folgten dieser Anweisung. Und wurden dort vom Oldenburger Shanty Chor erwartet, der sie mit seinem Gesang herzlich begrüßte. Horst Bitzer hatte unterdessen die Seite gewechselt. Als Mitglied des Shanty-Chors hatte er sich flugs umgezogen und zu seinen Sangesbrüdern gesellt.

Die Zuhörer genossen den Gesang. „Sie haben alle andächtig zugehört“, freute sich Horst Bitzer. Nach diesem musikalischen Zwischenspiel ließen sich die Ehemaligen Kaffee, Kuchen und Eis schmecken. Und sie klönten noch ’ne Runde weiter. Bisher haben sie sich alle zwei Jahre getroffen. „Künftig jedes Jahr,“, sagt Horst Bitzer, „aber nicht so aufwendig.“

Schule am Lerigauweg

Sie hatten ein Jubiläum zu feiern: Vor 50 Jahren waren sie aus der damaligen Volksschule am Lerigauweg entlassen worden. Auch heute noch werden hier Schulkinder unterrichtet. Katholische Grundschule Eversten lautet aber nun der Name. Die Ehemaligen ließen ihr Klassentreffen auch dort beginnen. Schulleiterin Melanie Burmester begrüßte die Gäste herzlich und fand die Zeit, um einen Vortrag über die Entwicklung der früheren Volksschule zu halten und mit den Ehemaligen zu plaudern. Bei einer Führung durch die Schule wurde auch deren altes Klassenzimmer besichtigt.

Danach folgten ein gemeinsames Kaffeetrinken in einem Café und ein Spaziergang durch den Schlossgarten. Anschließend verbrachten die Ehemaligen einen schönen Abend im Ratskeller, tauschten Erinnerungen und Anekdoten aus der Schulzeit, zum Beispiel an den Ausflug nach Wangerooge. Sie berichteten aber auch, wie es ihnen in den vergangenen Jahren ergangen ist.

Ein harter Kern der früheren Klassenkameradinnen und -kameraden beabsichtigt, sich künftig zweimal im Jahr zu treffen.

Oldenburger Schulen
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Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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