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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Von der Dobbenwiese in die Stratosphäre

22.01.2018

Oldenburg Das Wetter am Samstag, 20. Januar, ist nassgrau und kalt. Dennoch versammeln sich Abiturienten der Liebfrauenschule aus dem Seminarfach MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) auf der Dobbenwiese, um ihr Projekt aufsteigen zu lassen – einen selbstgebauten Wetterballon.

„Die Idee ging vor Jahren mal als E-Mail herum, und ich fand das einfach interessant“, erklärt Markus Schnötke, der projektbegleitende Lehrer. Er hilft vor Ort bei der Befüllung des Ballons, das Projekt selbst wurde jedoch allein von Schülern organisiert. „Die haben alles selber gemacht, von der Konstruktion über die Akquise von Sponsoren bis hin zur Versicherung“, so Schnötke. „Die haben dabei auch gelernt, wie man voneinander abhängig ist im Team.“

Der Wetterballon selbst sieht auf den ersten Blick gar nicht spektakulär aus: eine kleine, mit Klebeband versiegelte Styroporbox (Sonde), die mit n Schnüren an einem roten Fallschirm und dem Ballon befestigt war. Doch in der Box steckt einiges an Technik: ein Experiment zur Messung von Luftdruck und -temperatur, ein Datenlogger zur Erfassung der Messdaten, eine Videokamera, zwei GPS-Tracker sowie kälteresistente Akkus. Dennoch wiegt die Sonde dank moderner Technik nur 814 Gramm. „Vor zehn Jahren wäre das so sicherlich nicht möglich gewesen“, meint Schnötke.

Der Ballon selbst, wie auch Hilfe für die Konstruktion und andere Aspekte, kommen von der Firma Strato­flights, die solche Ballonflüge zu Marketing- und Werbezwecken anbietet.

Geplant ist, dass der Wetterballon bis in die Stratosphäre aufsteigt, die zwischen zwölf und 50 Kilometern Höhe liegt. „Wahrscheinlich geht der auf 30 Kilometer hoch“, schätzt der 18-jährige Julius Birkenstock. „Runterkommen wird er vor Berlin, mit Pech auch noch weiter Richtung Polen.“

Einfach so fliegen lassen darf man einen Wetterballon übrigens nicht – der Start musste beim Luftfahrtbundesamt Niedersachsen angemeldet werden, und eine Versicherung war auch nötig.

Die Bergung der Sonde, die am – vorher getesteten – Fallschirm landen soll, wird durch die GPS-Tracker ermöglicht. Diese sollen etwa zwei Stunden nach dem Start das erste Mal angerufen werden, woraufhin sie ihre gegenwärtige Position mitteilen.

„Wir werden mit sechs Leuten hinterherfahren“, meint der 19-jährige Julian Zeller, der im Projekt das Management übernahm. „Der Rest des Kurses bleibt wegen der großen Distanz hier.“

Der Start verzögert sich dann doch etwas, da die Befüllung des Ballons mit 7200 Liter Gas aus zwei Flaschen länger dauert als erwartet. „Wir machen das eben zum ersten Mal“, scherzt Markus Schnötke zu den Zuschauern. Insgesamt über 60 Leute sind mittlerweile anwesend, viele von ihnen Familienangehörige und Lehrerkollegen.

Schließlich ist es dann soweit: der Ballon wird zuerst kontrolliert losgelassen, dann der Fallschirm, dann die Sonde, damit sich die Leinen nicht verheddern. Ein Bilderbuchstart. Der Ballon gewinnt schnell an Höhe.

„Läuft die Kamera?“, fragt ein Schüler. Allgemeines Lachen als Antwort. Das Such-Team macht sich jedenfalls mit Gelassenheit auf die Reise, dem Ballon hinterher.


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