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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Universität wird zum Wunderland

02.06.2018

Oldenburg „Alles ist hier verrückt. Und andersherum und umgekehrt“, bemerkt Alice, die auf der Suche nach sich selbst vom Weg abgekommen ist. Und damit liegt sie vollkommen richtig, denn es sind gerade die Abstrusitäten, die das Wunderland so besonders machen.

Lewis Carroll, zu seiner Zeit Autor und Mathematiker, war begabt darin, Logik und Fantasie grandios zu vereinen. Nicht ohne Grund zählen im britischen The Guardian beide Alice-Werke zu den „1000 Romanen, die jeder gelesen haben muss“. Das Schöne am Wunderland ist, dass seine Fantasie kein Ende kennt. Es bietet immer wieder Platz für Neues. Das beweist auch das Musiktheater-Stück „Alias Alice“, das in Kürze seine Premiere feiern wird.

Im Rahmen des Musikstudiums an der Carl von Ossietzky Universität werden jährlich künstlerisch-musikalische Projekte konzipiert. Unter der Leitung von Volker Schindel haben nun 21 Studierende Carroll’s Wunderland neu erschaffen. Zwei Semester reines Engagement. Nun ist der rote Faden gesponnen, sämtliche Musik eigenständig arrangiert, die Bühne ist bunt dekoriert, Choreografien sind erprobt. Der rote Vorhang will geöffnet werden.

Vergangenen Sonntag wurde für die NWZ erstmals Einblick in die Projektarbeit gewährt. Was bei diesem Durchlauf bereits als fertiges Stück präsentiert werden konnte, wurde in den Wochen zuvor schrittweise in Kleingruppen erarbeitet. So konnten sich die einen etwa auf Songs konzentrieren, während andere wiederum die Kostümierung übernahmen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Wer schon Bekanntschaft mit dem Wunderland gemacht hat, wird einiges wiederfinden. Es warten aber auch neue Orte, Szenen und Charaktere darauf, Teil des verrückten Geschehens zu werden. Selbst Alice offenbart bisher unbekannte Details ihrer Persönlichkeit. Die Suche nach ihrer Identität ist wie ein Puzzle, bei dem jedes gefundene Teil bloß nach weiteren Teilen verlangt. Interessant ist die Einbettung in den Kontext moderner Gesellschaft. Wer hätte gedacht, dass die Protagonistin weder Facebook noch WhatsApp benutzt? Wenn man zu sämtlichen Events aber nur über soziale Netzwerke eingeladen wird, wie gelangt sie dann zum Nicht-Geburtstag der Weißen Königin?

„Alias Alice“ ist ein intermediales Phänomen, das Schauspiel, Musik, Tanz und Poesie vereint. Es lädt zum Lachen sowie zum Mitfühlen ein, und teilweise sogar zum Gruseln. Letzteres wiederum in solch einem Maß, dass auch Kinder herzlich eingeladen sind.

Wer im Übrigen schon am Theaterhafen „L-S-Dreamland“ gesehen hat, wird nichts doppelt erleben. Es ist eine wunderbare Erfahrung zu sehen, zu welch unterschiedlichen Kuriositäten die Fantasie des Wunderlandes imstande ist. Und falls noch jemand zögert: Lewis Carroll wird persönlich dort sein, und seine Logik-Vorlesung halten.

Das StückDas Musiktheater „Alias Alice“ des Institut für Musik der Universität ist zu erleben am Samstag und Sonntag, 9. und 10. Juni – am Samstag ab 20 Uhr und am Sonntag ab 16 Uhr in der Aula am Uhlhornsweg.
Karten kosten 12 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Der Vorverkauf läuft in der CvO-Uni-Buchhandlung.
Reservierungen unter:
aliasalice@uni-oldenburg.de

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