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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Im Top-Labor der DNA auf der Spur

20.12.2018

Oldenburg Wie viel Fisch ist wirklich in einem Fischstäbchen? Wie entsteht ein genetischer Fingerabdruck? Welche Pflanzen weisen Verwandtschaftsebenen untereinander auf?

Diesen und vielen weiteren Fragen können die Schüler der Helene-Lange-Schule nun gründlich im eigenen Labor nachgehen. Denn die Eröffnung des Biotechnologie-Labors wurde jetzt gefeiert.

Sichtlich gerührt und stolz steht Wiebke Eckel, Biologie- und Sportlehrerin der Helene-Lange-Schule, vor den Menschen, die das Projekt eines eigenen Labors in der Schule möglich gemacht haben. „Dass ich jetzt hier stehe und das Projekt überstanden ist, ist einem Zufall geschuldet“, erzählt sie. 2008 sei sie für einen erkrankten Kollegen nach Löningen gefahren, um dort einen Labortag an einer Schule mitzuerleben. Begeistert vom dortigen schulinternen Labor habe sie Dr. Wiebke Rathje als mitwirkende Molekularbiologin und Dozentin der Biologiedidaktik der Carl-von-Ossietzky Universität angesprochen, ob solch ein wunderbares Projekt nicht auch an ihrer Schule möglich wäre. Ja, es war!

Zu den beiden Frauen gesellte sich eine weitere Lehrkraft der Helene-Lange-Schule: Jens Engler, der Fachbereichsleiter Naturwissenschaften, der Biologie und Chemie unterrichtet.

Viele Jahre arbeitete das Trio intensiv an dem Projekt und so entstand schließlich das neue Biotechnologie-Labor an der Helene-Lange-Schule. „Es ist ein einmaliges Projekt in Oldenburg, aber auch ein kostspieliges. Ohne Unterstützung verschiedener Förderer wäre eine Umsetzung nicht möglich gewesen“, sagt Wiebke Eckel.

Es ging um rund 30 000 Euro. Die erste Finanzierung sei vom Eltern- und Förderverein der Schule gekommen, es folgte ein Großteil von der EWE Stiftung, der Regionalen Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) und dem Verband der Chemischen Industrie (VCI). Auch das Amt für Bildung und Schule habe sich beteiligt.

Die drei Projektleiter bedankten sich bei allen Vertretern der Fördervereine und führten sie anschließend in das neue Labor.

„Der Raum bietet Platz für 24 Schüler, die an zwölf Arbeitsplätzen mit entsprechender Ausstattung arbeiten können. Die zentrale Arbeit des Labors ist die Untersuchung der DNA mit Hilfe molekularbiologischer Verfahren“, sagte Engler.

Vier Oberstufenschüler, gekleidet mit weißen Kitteln, empfingen die Gäste, demonstrierten typische Arbeitsvorgänge und forderten zu kleinen eigenen Versuchen auf – etwa dem Pipettieren mit einer Mikropipette. Thermocycler, Gel-Elektrophorese, Zentrifugen, Heizblöcke und weitere Geräte – damit können die Schüler der Oberstufe sich zukünftig wissenschaftlich austoben und der Spur der DNA nachgehen.

Aber auch andere Oberstufen Oldenburgs und des Umlands bleibt diese einmalige Arbeitsweise nicht vorenthalten. Nachdem Lehrkräfte anderer Schulen eine Fortbildung absolviert haben, dürfen sie mit ihren Schülern das Labor am Marschweg nutzen. Es stehen bereits 15 Termine für andere Schulen fest.

Studenten und Studentinnen der Universität sind ebenfalls eingebunden. Die Lehrveranstaltungen für Studenten des Fachs Biologie werden im kommenden Jahr ausgebaut. „Durch diese Verknüpfung profitieren alle Seiten voneinander: Die Schüler erleben während ihrer Schulzeit praktische Laborarbeit und die angehenden Lehrkräfte entwickeln, begleiten und evaluieren Thementage in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen“, sagte Wiebke Rathje.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

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