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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Schüler machen beim Frühjahrsputz eklige Entdeckungen

30.03.2019

Oldenburg Das Schlimmste, sagt die elfjährige Selma, seien die „Hundebeutel“ gewesen: Plastikbeutel voller Hundekot, die einfach weggeworfen wurden, in die Wiese, in den Graben, überall hin – außer in den Mülleimer. „Dabei wäre das doch so einfach. Oft haben wir die Beutel direkt neben dem Mülleimer gefunden.“ Selma geht in die Klasse 6b der IGS Flötenteich. Gemeinsam mit fast 200 weiteren Sechstklässlern der IGS hat sie am Freitag Müll rund um ihre Schule aufgesammelt – für „Oldenburger Schulen räumen auf“, dem Auftakt der großen Putz- und Sammelaktion „Oldenburg räumt auf“ an diesem Samstag. Rund 35 Schulen haben mitangepackt.

Selma und ihre Klassenkameradinnen Melissa und Ganita erzählen von „ganz viel Plastik“, von „vielen, vielen Flaschen“, von einer Autobahnböschung, die aussah wie eine Müllhalde. Mehrere kaputte Fahrräder haben sie gefunden, Windeln, achtlos weggeworfene Essenreste, Süßigkeitentüten, Kleidung – „und sogar einen Grill!“, ruft Melissa. „Sehr, sehr gut“ findet sie die Aufräumaktion, „weil wir damit etwas für den Umweltschutz tun“. Selma bezeichnet die Aufräumaktion als „Frühjahrsputz, nur eben für die Umwelt“.

Die drei Mädchen möchten es nicht bei der einmaligen Aktion belassen: „Wir werden das auf jeden Fall weitererzählen“, sagt Ganita. Und ihre Mitmenschen dazu bringen, ihren Müll dort zu entsorgen, wo er hingehört.

Schule am Bürgerbusch

Auch im Bürgerbusch waren am Freitagmorgen fleißige Müllsammler unterwegs: Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen der Schule am Bürgerbusch, ausgerüstet mit Müllsäcken, Handschuhen und Müllzangen. „Das ist so eklig “, ruft es zwischen Bäumen und Sträuchern hervor. Kimberly, 14, ist empört: Sie hat Taschentücher und Plastik im Stadtwald gefunden – direkt neben einem Mülleimer. „Sind die Leute denn zu blöd, das zu sehen?“, ärgert sie sich.

Tamara bleibt einige Meter hinter der Gruppe zurück. Warum? Weil sie den Waldboden im Bürgerbusch ganz genau absucht. „Ich achte schon ziemlich darauf, was hier rumliegt.“ Und das nicht nur am großen Aufräumtag der Oldenburger Schulen: Im Alltag, sagt Tamara, stecke sie Müll, der ihr aus der Tasche fällt oder den sie auf der Straße sieht, ein, um ihn in der nächsten Mülltonne zu entsorgen. Weshalb manche Menschen ihren Müll einfach wegwerfen, verstehe sie nicht.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr hatten die Bürgerbuschschüler am Freitag verhältnismäßig wenig zu tun, die größten „Schätze“ sind eine Felge und ein paar Glasflaschen. „Der Bürgerbusch scheint in diesem Jahr recht aufgeräumt zu sein“, bemerkt Lehrerin Sabine Bösner, die ihrer Klasse, die 8b, beim Müllsuchen und -sammeln begleitet. „Letztes Jahr haben wir in allen Ecken Müll gefunden“, sagt Kimberly. Sie erinnert sich an einen Roller, den sie damals aus dem Wasser fischten, an Kleidung, undefinierbare Metallteile. Aber eigentlich sei es ja gut, dass dieses Jahr weniger Müll in der Natur liege.

Die Schule am Bürgerbusch macht jedes Jahr bei der Aufräumaktion mit. Gut findet das der 14-jährige Miguel. „Weil wir damit ja die Umwelt schützen. Das ist das Wichtigste.“ Und Kimberly fügt noch hinzu: „Damit können wir den Leuten zeigen, wie wichtig Aufräumen ist.“

Grundschule Nadorst

„Wir haben keinen Hunger – wir möchten noch weiter aufräumen.“ Tim protestiert. Der Erstklässler schleppt einen großen Müllsack über den Hof der Grundschule Nadorst – und der ist längst noch nicht voll. Klassenlehrerin Sandra Schindler hat die emsigen Erstklässler eben zur Pause gerufen, aber die Antwort eines Mitschülers von Tim lautet: „Gehen Sie ruhig schonmal rein, uns macht das Spaß.“ Die Erstklässler krabbeln zwischen Hecken und Sträuchern, suchen den ganzen Schulhof ab und haben „ganz, ganz viel gefunden“, sagt Marie und zählt auf: Luftballons, Teebeutel, Kaugummi, eine Zigarettenschachtel, eine Getränkedose und und und.

„Für die Kinder ist das wie eine Schatzsuche. Die haben Spaß daran“, sagt Sandra Schindler. Aber es wecke natürlich auch das Bewusstsein der Kinder für ihre Umwelt. Deshalb ist der Aufräumtag in Kalender der Schule längst etabliert.

Die Liebfrauenschule hat am Freitag die Haareneschstraße und die Gloyestenstraße von „großen Mengen Müll“ gereinigt. Beteiligt war neben der Klasse 5a auch die Umwelt-AG der Schule. 13 große Müllsäcke brachten sie am Ende zurück in die Schule.   Mehrere Radfahrer bedankten sich bei den Schülern fürs Aufräumen – ein älterer Herr drückte einer Kleingruppe zudem zehn Euro € in die Hand. Er freue sich, dass Schüler in dem Alter bei der tollen Aktion mitmachen, habe er gesagt.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Nathalie Meng Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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