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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

„Bobbie“ hilft Schülern mit Handicap bei Berufswahl

09.10.2019

Oldenburg Aufregend ist er, der Übergang von Schule ins Berufsleben. Viele Fragen müssen geklärt werden. Welchen Beruf will man ergreifen? Wo liegen die eigenen Stärken? Gefällt einem in 20 Jahren der Job immer noch? Was für Menschen ohne Beeinträchtigungen schon schwer genug ist, stellt für Menschen mit geistigem und sprachlichem Handicap eine fast unüberwindbare Hürde dar. Ihr beruflicher Werdegang scheint vorgezeichnet: nach der Förderschule führt der Weg oft in Behindertenwerkstätten oder die Arbeit in einer Fördertagesstätte.

Mit dem Projekt „Teilhabe am Transitionsprozess – TiT“ soll dieser Automatismus künftig durchbrochen werden. Dafür setzt sich Projektleiterin Prof. Dr. Andrea Erdélyi von der Universität Oldenburg mit ihrem Team ein. Gemeinsam haben sie ein Berufsorientierungsbuch für Bildungseinrichtungen (kurz „Bobbie“) entwickelt. Es gehört zur „Oldenburger Box of Tools“ und soll beeinträchtigten Schülern helfen, eine selbstbestimmte Berufswahlentscheidung zu treffen. „Es gab auch bei mir schon Situationen, in denen ich mich sprachlos gefühlt habe. Das ist kein angenehmes Gefühl. Deshalb wollen wir mit dem Projekt die Selbstbestimmung beeinträchtigter Menschen fördern“, sagt Erdélyi.

„Bobbie“, das ist ein klassischer Ordner, unterteilt in die Bereiche „Mein Profil“, „Mein Plan“, „Meine Praxis“ und „Meine Ziele“. Mit Hilfe von Piktogrammen können Interessen, eigene Stärken, medizinische Informationen und die Art der Kommunikation des Schülers (zum Beispiel Gebärdensprache oder mit elektronischem Talker) in den Ordner eingeklebt werden. „Bei Bedarf können weitere Informationen schriftlich ergänzt werden. Außerdem kann ,Bobbie’ individuell angepasst werden“, sagt Anne-Marie Brüggemann, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „TiT“.

Ziel des Projekts sei es, dass sich Schüler mit Handicap mit der eigenen Person auseinandersetzen, trotz möglicher Kommunikationsschwierigkeiten ihre eigenen beruflichen Wünsche und Vorstellungen äußern und sich entsprechend auf ein Praktikum vorbereiten können. Das Besondere: Die spezielle Begleitung durch „Bobbie“ ermöglicht es den Schülern durch individuelle Anpassungsmöglichkeiten, in viele verschiedene Berufsfelder hineinzuschnuppern. „Ihnen bieten sich dadurch viel mehr Möglichkeiten, als die typischen Werkstattberufe“, sagt Brüggemann. Außerdem werden alle Akteure, die am Übergang Schule zu Beruf beteiligt sind, aktiv eingebunden. Dazu gehören auch Lehrkräfte.

Auch während des Praktikums werden die Schüler von „Bobbie“ begleitet. Durch die Piktogramme können sie ihren Arbeits- und Tätigkeitsbereich beschreiben und eintragen, wie ihnen die Arbeit gefällt. „,Bobbie’ kann auch für Bewerbungen genutzt werden. Der Arbeitgeber erfährt direkt, was der Schüler bereits gelernt hat“, sagt Brüggemann.

„Natürlich haben wir mit unserem Projekt nicht das Rad neu erfunden. Aber wir haben alle guten Ideen die es in diesem Bereich gibt aufgegriffen und vereint“, sagt Niklas Tibbe, ebenfalls wissenschaftlicher Mitarbeiter bei „TiT“. Der nächste Schritt sei nun, „Bobbie“ in die Schulen zu bringen, um den Schülern so aktiv ein Hilfsmittel für den Übergang ins Berufsleben bereitstellen zu können.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
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