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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Aus Museum wird „Newseum“

01.02.2018

Oldenburg Eine Fahne vor dem Museum, ein Kunst-Café und neue Slogans: Wie können Museen für Jugendliche interessanter werden? Diese Frage stand im Fokus des Forschungsprojektes „Newseum“ der Klasse 10b des Alten Gymnasiums Oldenburg, die sich im Kunstunterricht damit beschäftigt hat. Dabei sollten die Schüler und Schülerinnen selbst Ideen entwickeln. Das Projekt wurde zusammen mit dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst und dem Oldenburger Kunstverein während des letzten Schulhalbjahres erarbeitet.

Die museumspädagogischen Mitarbeiter, Mareike Urfels und Jan Blum, begleiteten fast kontinuierlich den Kunstunterricht. Laut Blum ging es bei diesem Projekt nicht darum, die Jugendlichen zu fragen „Warum kommt ihr nicht?“ sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, Museen zu fragen „Was tut ihr denn, damit wir kommen?“

Dabei bekamen die Schüler keine Vorgaben der Lehrer – sie konnten ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Nachdem sich die Jugendlichen intensiv mit dem Edith-Russ-Haus und dem Kunstverein auseinandergesetzt haben, begannen sie an ihren Vorschlägen zu feilen. Doch jetzt mussten sich die Schüler den Leitern der Museen stellen und ihre Ideen präsentieren, erklärte Kunstlehrerin Angelika Feldhege. „Was die Ausstellungshäuser letztendlich damit machen, ist ihnen überlassen.“

Leerstehende Räume vermieten, Jugendliche in den Umbau einbeziehen und Workshops für junge Leute anbieten: Die Vorschläge für das Edith-Russ-Haus waren vielfältig und dabei auf ein junges Publikum zugeschnitten. Freies Wlan und ein QR-Code, der Gäste mit den Preisen und anderen Informationen versorgt, hätten die Jugendlichen ebenfalls gerne in einem modernen Museum.

Doch auch die Interaktion mit anderen Kunstliebhabern wurde eingearbeitet: „Wir haben uns gedacht, dass man einen Jugendclub gründen könnte“, sagte eine Schülerin während der Präsentation. Dieser würde sich alle zwei Wochen treffen, um über Kunst zu reden und eventuell eigene Projekte durchzuführen. Selbst ein Flyer haben die Schüler für den Club bereits entwickelt.

Für den Kunstverein präsentierten die Schüler ebenfalls einige Vorschläge: Ideen zur Umgestaltung des Pflastersteinplatzes, zu Sitzgelegenheiten vor dem Haus und zu neuen Beeten stellte die Schülerin Dorothee vor. An einem ansprechenden Slogan hat sie ebenfalls gearbeitet: Den Spruch „Heute schon die Kunst geknutscht – Moderne Kunst zum Verlieben“ präsentierte sie dem Publikum. Die Schüler Robin und Wim stellten zum Schluss zudem eine digitale Modellierung des Kunstvereins vor. Dem Gebäude setzten sie ein weiteres Stockwerk auf. Glasfronten sollten in der Etage Ein- und Ausblicke ermöglichen. Die Schüler gewährten auch einen Blick ins innere des Kunstvereins. Im Modell zeigte sich eine Kombination aus Ausstellungs- und Schulungsräumen mit PC-Arbeitsplätzen.

Im Anschluss an die Präsentation kamen die Verantwortlichen der Ausstellungshäuser mit den Schülern ins Gespräch. Der Vorschlag, am Edith-Russ-Haus für Rollstühle und Kinderwagen eine Rampe anzubringen, wurde zum Beispiel sehr gut angenommen.

„Ohne die Unterstützung durch Sponsoren wäre eine solche Kooperation und Präsentation nicht möglich gewesen“, sagte Feldhege. Der Verein Lebendiges Museum hat die Personalkosten der museumspädagogischen Mitarbeiter übernommen und sich gemeinsam mit dem Verein der Freunde des Alten Gymnasiums für die Druckkosten des Leporellos finanziell engagiert.

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