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Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten
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Aktualisiert vor 36 Minuten.

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Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Politik überstimmt Appell zum Erhalt der Förderschule-Lernen

11.04.2018

Oldenburg Direkt nach dem Votum des Schulausschusses gegen den Erhalt der Förderschule Lernen für weitere sechs Jahre hat die CDU das Thema auf die Tagesordnung des Rats am 23. April (18 Uhr, PFL) gesetzt. „Die Zukunft der Förderschule ist zu wichtig, als dass man sie nur im Schulausschuss diskutieren und entscheiden kann“, so die Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Dr. Esther Niewerth-Baumann.

Zuvor hatte der Schulausschuss den Antrag auf Verlängerung, den das Land ermöglicht hatte, mit 10:7 abgewiesen. Gegen die Verlängerung hatten im Wesentlichen SPD, Grüne und Linke, der Arbeitnehmervertreter Frank Wegener und die beiden Elternvertreter Geraldine Dudek und Arne Kaiser gestimmt.

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Eltern die Wahl lassen

Neben CDU und FDP stimmten die Vertreter der Stadtschülerschaft, Karl Grotheer und Keno Hillmer, für eine Verlängerung bis 2028 (statt Auslaufen bis 2022).

Zum Auftakt der Sitzung, zu der zahlreiche Schülerinnen, Schüler und Eltern der Schule am Bürgerbusch gekommen waren, hatte Marvin de Buhr, ehemaliger Schüler der Förderschule Lernen, die vorgeschaltete Frage-Möglichkeit genutzt, seine Erfahrungen anzusprechen. De Buhr: „Ich bin ehemaliger Schüler dieser Schule, und ich bin stolz darauf. Ich war auf beiden Systemen. Ohne die Zeit auf der Förderschule hätte ich meinen Hauptschulabschluss nicht geschafft. Ich hielte es für gut, das Konzept weiterzuführen.“ Auch eine Mutter, die ihre zehnjährige Tochter an der Förderschule Lernen anmelden möchte und dies ohne Verlängerungs-Entscheidung nicht darf, plädierte dafür, den Eltern so lange wie möglich die Wahl zu lassen. Sie habe die Sorge, dass ein Teil der Kinder mit Förderbedarf „an Oberschulen und Gesamtschulen hinten runterfallen“.

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Die CDU, die den Verlängerungsantrag gestellt hatte, findet „diese Schulform aber sinnvoll.“ Sie sehe die Förderschule Lernen „nicht als Hemmnis für Inklusion“, so Esther Niewerth-Baumann, „im Gegenteil: Wenn die Eltern eine echte Wahlmöglichkeit haben, ist dies ganz im Sinne der Inklusion“. Das Wohl des Kindes stehe schließlich an erster Stelle. Inklusion dürfe kein Zwang sein, sondern müsse eine Möglichkeit bieten.

Niewerth-Baumann verweist in einer Stellungnahme auch auf die Schüler der Schule, „die sich deutlich für den Erhalt ihrer Einrichtung aussprechen“. Darüber dürfe man sich nicht einfach hinwegsetzen. Zumal der Bedarf da sei. Fehlende Förderschulen vergrößerten zudem die Probleme an den Regelschulen. Hierfür sei das System noch nicht ausgelegt.

Für die SPD sagte Nicole Piechotta: „Für uns ist der Antrag der CDU nicht nachvollziehbar.“ Die Oldenburger SPD wolle „keine Doppelstrukturen“, die Potenziale müssten gebündelt werden. „Die Ressourcen würden sonst so geschwächt, dass man diesen Inklusionsprozess ad absurdum führen würde.“ Die hohe Zahl der Besucher im Ausschuss zeige allerdings auch, wie „brisant“ diese Ablehnung sei.

Linken-Vertreter Manfred Klöpper sagte, es gehe darum „die ,Schule für alle’ im Blick zu behalten“. Extra-Schulformen seien nicht erwünscht. Auch für ihn sei der CDU-Antrag „nicht nachvollziehbar“.

Für die Grünen sagte Christine Wolff: „Wir wollen diesen gesellschaftlichen Wandel, und wir werden auf keinen Fall einer Verlängerung zustimmen.“

Es gehe doch darum zu schauen, in welcher Schulform Eltern die besten Möglichkeiten für ihre Kinder erwarteten, so der FDP-Politiker Prof. Dr. Dr. Roland Zielke. Und so lange viele Eltern der Überzeugung seien, dass es speziell für ihre Kinder an der Förderschule Lernen eher möglich sei, sei dem zu folgen. Zielke: „Es passt zu unserer liberalen Überzeugung, den Eltern die Wahl zu lassen. Deshalb unterstützen wir den Antrag der CDU.“ So sah es auch Franz Norrenbrock für die WFO-LKR: „Hier geht es um Schüler und da um die Schwächsten. Wir sollten sie nicht politischen Zielen unterordnen, die vielleicht nicht richtig sind.“

Aus Sicht von Jens Kazmirek, Leiter der IGS Kreyenbrück, der für die drei IGSen sprach, wäre eine Verlängerung „ein Rückschritt“. Die Ressourcen würden jetzt an den Regelschulen benötigt. „Trotz all der Probleme, die es im inklusiven Regelschulsystem gibt, wollen wir keine Verlängerung“, sagte auch der Leiter der Oberschule Ofenerdiek, Christian Osterndorf, als Sprecher der Oberschulen. Von einer Verlängerung erwarte er sich keine entscheidende Verbesserung. Allerdings gehe es darum, die Oberschulen als Hauptträger der Inklusion „weitaus besser auch räumlich auszustatten“. Denn „so kann Inklusion nicht gelingen“. Zudem müssten sich auch die anderen Schulen noch viel stärker an dieser „gesamtgesellschaftlichen Aufgabe beteiligen“.

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Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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