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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Politik bekennt sich zu Oberschulen

01.11.2018

Oldenburg Politik und Verwaltung stärken – auch als wesentliches Ergebnis des Gutachtens zur Schulentwicklung – die vier städtischen Oberschulen in den Bereichen Räume, Geld und Personal. Sie positionieren sich zudem klar gegenüber dem Land bei der Forderung nach Stärkung der Oberschulen auch aus Hannover.

Das ist das einhellige Ergebnis der jüngsten Schulausschuss-Sitzung, die am Montagabend in der Mensa der Oberschule Ofenerdiek stattfand.

Nach einer Präsentation der einzelnen Oberschulen und ihrer durchaus unterschiedlichen Profile stellte die Stadt einen konkreten Sechs-Punkte-Plan vor, dem sich alle Schulpolitiker anschlossen.

Unterschiede liegen zum Beispiel im Bereich der Differenzierung: Das reicht von der Oberschule Alexanderstraße, die alle Schüler von der Eingangsklasse bis zur Klasse 9 gemeinsam beschult, bis zur Oberschule Ofenerdiek, die – auf Wunsch aller Beteiligten – die alte OS (Orientierungsstufe) wieder eingeführt hat: mit gemeinsamer Beschulung in Klasse 5 und 6 und anschließender Trennung in Haupt- und Realschulbereich.

Als ein Beispiel dafür, mit welchem Abschluss die Schüler am Ende die Oberschule verlassen, gab die Oberschule Alexanderstraße die Abschluss-Zahlen vom letzten Schuljahr an: Demnach haben 40 Prozent der Schüler den Erweiterten Sek-1-Abschluss geschafft, 38 Prozent den Sek-1-Abschluss Realschule und 13 Prozent den Sek-1-Abschluss Hauptschule. 9 Prozent blieben ohne Abschluss, darunter nicht wenige, die erst zum Beispiel als 16-jährige Migranten an die Schule gekommen waren.

Sechs-Punkte-Plan

Einstimmig vereinbart wurden folgende Punkte:
 Das Musterraumprogramm der Stadt, das festlegt, wieviel Räume welcher Schule zur Verfügung stehen müssen, wird nun für die Oberschulen erweitert „um weitere verbindliche Flächen für Differenzierungsräume“ – etwa für Kursbildung, sonderpädagogische Förderung, Sprachförderung und Unterrichtsentwicklung. Dies dürfte unterm Strich der kostenträchtigste der sechs Punkte sein. Außerdem sollen besondere Fachräume vor allem für Schülerfirmen und -werkstätten zur Verfügung gestellt werden – auch vor dem Hintergrund der guten Erfahrungen, die damit etwa an der Förderschule Lernen (früher Comeniusschule und Fröbelschule, heute Schule am Bürgerbusch) gemacht werden, sagte Schulamtsleiter Matthias Welp.

Nach und nach wechseln die Schüler aus der Förderschule Lernen durch die politische Beschlusslage in die anderen weiterführenden Schulen, viele von ihnen in die Oberschulen.

Gestartet wird mit der Erweiterung des Musterraumprogramms an den Oberschulen sofort, komplett umgesetzt werden soll es bis 2025.
 Punkt 2:

Es wird – ab 2019 durch politischen Beschluss – Planungssicherheit hergestellt zur Schulform, zu den Standorten, zu Zügigkeiten und zum Anmeldeverfahren. Um die Klassengrößen zu minimieren, soll es eine „Unterstützung der Kapazitätssteuerung“ geben.

Die bezieht sich auf eine Art Umverteilung, wie sie in ähnlicher Art auch schon die Gymnasien seit langer Zeit sehr erfolgreich in ihrer eigenen Regie betreiben. Bei den Oberschulen möchte die Stadt zur Steuerung aber offenbar stärker mit ins Boot.

Hier verwies einer der Elternvertreter allerdings auch auf die durchaus unterschiedlichen Konzepte der Oberschulen, die es sehr wünschenswert erscheinen ließen, dass dem Elternwillen auch gefolgt werde.
 Punkt 3:

Jede Oberschule erhält 2019 ein einmaliges Sonderbudget von 25 000 Euro (was mehr ist als ein durchschnittliches Oberschul-Jahresbudget) für Beschaffungen und 10 000 Euro für die eigene pädagogische Weiterentwicklung.
 Punkt 4:

Auf Dauer wird das bisherige Schulbudget um 10 Prozent erhöht (also etwa um 2000 Euro). Außerdem werden die Sekretariatsstunden um 10 Prozent erhöht.
 Im Blick auf den Wechsel der Schüler von der Förderschule Lernen z.B. auf die Oberschulen sollen nicht nur Räume für Schülerfirmen entstehen, sondern auch der Kompetenztransfer gerade auch aus diesem Bereich von der Förderschule an die Oberschulen gesichert werden.
 Finanziert werden zusätzliche Stellen im Bereich Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst. Umgesetzt wird die pauschalierte Schulbegleitung. Und eingerichtet werden feste Präsenzzeiten des Allgemeinen Sozialdienstes in den Oberschulen.

Die Aufstockung der Sozialarbeiter-Stellen fällt seit einiger Zeit nicht mehr in den Bereich der Stadt, sondern des Landes. Dies wäre einer der Bereiche, in denen auch das Land gefordert ist, hieß es.

Eingangsklassen

Mit Blick auf die Eingangsklassen soll es künftig so sein, dass die Oberschulen Alexanderstraße, Eversten und Ofenerdiek drei Eingangsklassen aufnehmen und die Oberschule Osternburg, die zuletzt sogar fünf neue Klassen aufnahm, vierzügig wird.

Den Schulen war es in diesem Zusammenhang allerdings extrem wichtig, dass das Musterraumprogramm und die Ausstattung auch darauf abgestimmt werden, wie es nach Klassen 5 aussieht – denn hier ergeben sich, vor allem durch Rückläufer etwa von den Gymnasien – andere Anforderungen. So hat die OBS Alexanderstraße zurzeit zwar drei fünfte Klassen, aber auch viermal die Klassen 6, 7 und 10 und sogar fünfmal die Klassen 8 und 9. Der Inklusionsanteil liegt bei 8,8 Prozent und der Migrationsanteil bei 54 Prozent.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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