• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Oberschüler-Förderverein äußert Kritik

22.02.2018

Oldenburg Wie soll es mit den Oberschulen in der Stadt weitergehen? Die Stadtverwaltung, große Teile der Politik, die Leitungen der Oberschulen und auch der beauftragte Schulentwicklungsforscher Dr. Heinfried Habeck setzen sich für die aktuelle Schullandschaft und damit auch für den Erhalt und eine deutliche Stärkung der vier städtischen Oberschulen ein. Die insgesamt stabile Struktur soll nicht gefährdet werden.

Ein Oldenburger Verein, der sich seit Jahren um die Stärkung genau dieses Bereichs und seiner Schüler kümmert, ist „Bildungs-Chancen im Blick“. Der Verein wird diesen Punkt in seiner öffentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, 1. März, ab 19 Uhr in der Oberschule Eversten (Brandsweg 50, Raum 24) zum Schwerpunktthema machen.

Bei dem Titel „Schulentwicklungsplanung in Oldenburg – welche Schule für welche Kinder und Jugendlichen?“ geht es um die Schulentwicklung im Sekundarbereich I, also in den Klassen 5 bis 10, „wo die Selektion für die verschiedenen Bildungswege stattfindet – und damit auch die Verteilung eines Großteils der Bildungschancen“, schreibt der Vereinsvorsitzende Hansjürgen Otto, der für sein ehrenamtliches Engagement auch schon in der Aktion „Oldenburger des Jahres“ vorgestellt wurde.

Mit seiner Arbeit, die erst gerade wieder von der EWE-Stiftung mit 4000 Euro und von der Regionalen Stiftung der LzO mit 3000 Euro unterstützt worden ist, ermöglicht der Verein an den betreffenden Schulen besondere Projekte zur Stärkung und Entwicklung der Schüler, die mit Bordmitteln sonst dort nicht möglich wären.

Otto, der sein Amt übrigens – wie der gesamte Vorstand –am nächsten Donnerstag bei der Wahl gerne an Jüngere weitergeben würde – sagt: „Die Oldenburger Oberschulen haben inzwischen die Hauptlast der Aufgaben bei der Integration der Migrantenkinder und -jugendlichen und bei der Inklusion behinderter Schüler aufgelastet bekommen, während die Eltern der anderen Schüler und Schülerinnen immer mehr das Gymnasium wählen – auch weil die drei Gesamtschulen keine weiteren Schüler mehr aufnehmen können.“ Der Förderverein, der sich aus dem 2005 gegründeten Verein ,Hauptschule im Blick’ entwickelt hat und sich „um die Bildungschancen der Unterstützungsbedürftigsten“ sorge, könne diese Entwicklung nicht gutheißen, meint Otto, der sich auch in einer persönlichen Stellungnahme zu Wort gemeldet hat.

Darin schreibt er in einer Reaktion auf die Studie und die Empfehlung des Schulentwicklungsforschers Habeck: „Was ist von einer Empfehlung zu halten, die keine Änderungen der gegenwärtigen Schulstruktur bis 2030 vorsieht, nur weil die Schülerzahl sich nicht sehr stark ändert. Das Thema ,Schüler mit Migrationshintergrund’ wird weder vom Gutachter Habeck noch von den Ratsmitgliedern oder der NWZ angesprochen. Wir haben an den Oberschulen inzwischen eine übergroße Mehrheit Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund, mangelnden Deutschkenntnissen und entsprechend großem Förder- und Integrationsbedarf. Eine Integration kann an den Oberschulen so – selbst bei bestem Bemühen der Lehrkräfte – nicht gelingen, wenn nicht auch genügend viele Schüler ohne Migrationshintergrund an den Oberschulen sind – die konzentrieren sich jetzt nämlich an den Gymnasien.“

Habeck hätte aus seiner Sicht zu diesem Thema weitere Zahlen vorlegen müssen, findet Otto, der für eine Verbesserung der Situation an den Oberschulen „Reformbereitschaft“ einfordert, sowie insbesondere „vor den Integrationsproblemen nicht den Kopf in den Sand zu stecken“. Denn es dürfe nicht sein, dass „die mit Migration und Inklusion überforderten Oberschulen keine Entlastung erhalten, und dass die anderen Schulen im Sekundarbereich I keine zusätzlichen Anteile an der wichtigen Integrationsaufgabe übernehmen“.


Mehr Infos über die Arbeit des Fördervereins unter:   www.bildungschancen-oldenburg.de 
Karsten Röhr
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2110
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.