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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Oberschulen verdienen starken Rückhalt

18.01.2018

Oldenburg Die Lehrergewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW ist unzufrieden mit dem Tenor des Zwischenberichts des von Stadt und Politik beauftragten Bildungsexperten Dr. Heinfried Habeck zur künftigen Schulentwicklung in Oldenburg. Habeck soll sich nach seiner Analyse in der Tendenz für eine weiterhin stabile Schulstruktur in Oldenburg ausgesprochen haben.

In einer Stellungnahme des GEW-Vorsitzenden Heinz Bührmann heißt es dazu:

„Ein Votum für eine stabile Schulstruktur, das war vorhersehbar und der Zwischenbericht dieses Gutachtens hätte auch vor einem Jahr veröffentlicht werden können. Sollte es nur um eine Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die Schulstandorte der Stadt gehen, dann lässt sich sicher so etwas wie Stabilität feststellen bzw. erzeugen.

Dazu braucht es aber keinen Schulentwicklungsplan und schon gar keinen Experten. Es reicht eine Beobachtung des Trends der letzten Jahre und eine entsprechende Hochrechnung. Sollte ein Schulentwicklungsplan jedoch auch den Anspruch haben, die Schullandschaft unter pädagogischen Gesichtspunkten zukunftsfähig zu gestalten, dann allerdings sind ganz andere Befunde zu berücksichtigen. Der von der Stadt beauftragte Gutachter Herr Dr. Habeck bedauerte vor Monaten in einem Gespräch den Wegfall der Hauptschulen und begrüßte die Existenz der Oberschulen, die die Aufgabe dieser Schulform nun übernehmen können. Welche Idee von Oberschule wird dann z.B. in einem planvollen Entwicklungsprozess verfolgt?

Nach allem, was bisher bekannt ist, haben die Oberschulen zurzeit die Hauptlast der Herausforderungen an das Schulsystem zu tragen: Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf und Integration von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung. Das sind erhebliche Veränderungen im Anforderungskatalog. Wenn man außerdem bedenkt, dass – davon unabhängig – sich die Zusammensetzung der Schülerschaft allein durch den ,freien Elternwillen’ an allen Schulformen zunehmend verändert, dann verdichtet sich die Problemlage an einer Schulform besonders. Verräterisch ist in diesem Zusammenhang die Aussage, dass durch eine mögliche vierte IGS in Oldenburg den Gesamtschulen „der Verlust des nötigen Anteils starker Schüler droht“ .

Der Rückschluss liegt auf der Hand. Das ist Selektion und hat mit pädagogischer Verantwortung nichts mehr zu tun, ganz abgesehen von der postulierten Inklusions- und Integrationsaufgabe für alle Schulen. Ein Hoch auf die Lehrkräfte, die diese Herausforderungen in viel zu großen Lerngruppen, mit viel zu wenig Fachkräften und nicht adäquaten Erlassvorgaben zu bewältigen versuchen. Ihre Belastungsgrenzen sind längst erreicht und werden auch formuliert – aber offensichtlich nicht gehört.

Deutlicher gefragt: Wie sollen sich unter diesen Vorgaben die Oberschulen „weiter positiv entwickeln“? Diese Annahme offenbart Naivität oder Zynismus. Die jetzt verpassten Chancen produzieren gesellschaftlichen Zündstoff. Auch wenn die Struktur einer Bildungslandschaft in erster Linie in der Verantwortung der Länder liegt, so haben die Städte und Gemeinden noch immer die Möglichkeit, die Angebote „vor Ort“ zu gestalten. Schulentwicklung ist mehr als Schülerverteilung. Wenn sie geplant werden soll, darf sie nicht sich selbst überlassen bleiben. Offensichtlich hat Herr Dr. Habeck den Aufruf der Bildungsinitiative „Die Zeit drängt“ nicht zur Kenntnis genommen. (...) Auch wir meinen: Die Zeit drängt, sich einer Schulform in dieser Stadt in besonderem Maße zuzuwenden.“

Dabei gehe es eben nicht um die Abschaffung dieser Schulform, versichert Werner Kähler, ehemaliger Leiter der Oberschule Osternburg und einer von drei ehemaligen Oberschulleitern in der GEW-Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung. Kähler: „Unsere Position ist eindeutig eine Parteinahme für die außergewöhnlich belasteten Lehrkräfte an den Oberschulen.“

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
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Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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