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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Stadtentwicklung In Oldenburg: So ergänzt das Finanzamtsgelände die Innenstadt

22.01.2020

Oldenburg Wie könnte das ehemalige Finanzamtsgelände künftig aussehen? Das Land Niedersachsen hat zwar noch nicht entschieden, was mit dem Gelände geschehen soll, doch haben sich Studenten der Jade Hochschule bereits Gedanken über die weitere Nutzung gemacht. Das Land hat signalisiert, dass es bereit ist zu verkaufen, wenn der Verbleib des Finanzamts gesichert ist. Derzeit befindet es sich auf einer gemieteten Fläche am Stubbenweg.

Altbau abgerissen

Nachdem das alte Finanzamt wegen schadhafter Stützen und asbesthaltiger Baustoffe abgerissen werden musste, ist zwischen Pferdemarkt und Fußgängerzone eine Brache entstanden. „Es ist das Eingangstor zur Innenstadt, dementsprechend viel Wert sollte auf seine Gestaltung gelegt werden“, findet Prof. Volker Katthagen von der Jade Hochschule. Er hat Architektur-Studierende im fünften Semester aufgefordert, Ideen dafür zu entwickeln – geleitet vom Nutzungskonzept der Stadt, das in dem Quartier sowohl Handel und Geschäftsräume als auch Wohnbereiche vorsieht.

„Im Moment ist das Gebiet ja ein Durchgangsviertel zwischen Pferdemarkt und Fußgängerzone, was wirklich schade ist“, stellt Student Jonas Janßen fest. Seine Gruppe möchte zum einen die Urbanität des Quartiers stärken. Dazu hat sie eine fast geschlossene Gebäudefront mit Geschäften und Gastronomie zur Heiliggeiststraße hin entworfen. Außerdem möchten die Studentinnen und Studenten die Marktkultur des Pferdemarkts aufgreifen und im neuen Quartier fortsetzen. Variable „Boxen“ im Inneren des Areals sollen Werkstätten beziehungsweise Ateliers sowie Verkaufsräume von Handwerkern und Künstlern beherbergen.

„Die Boxen sollen von außen sichtbar sein, so dass offensichtlich ist, dass hier etwas passiert. Außerdem streben wir neben der Heiliggeiststraße zwei weitere Achsen in Richtung Innenstadt an, um verstärkt Leute ins Quartier zu ziehen. Das könnte noch durch einen S-Bahnhaltepunkt gefördert werden“, sagt Janßen. Ihn begeistert der Realitätsbezug des Projekts: „Es ist besonders interessant, dass wir Ideen für die Gestaltung der Stadt, in der wir leben, ausarbeiten können.“

Dieser Punkt ist auch Katthagen wichtig, der sich deshalb mit der Frage nach einem städtebaulichen Vorhaben, zu dem Studierende arbeiten könnten, an die Stadt Oldenburg gewandt hat. „Die Stadt hat offen reagiert“, berichtet Katthagen. „Unter anderem ist Eike Schnitker, der Fachdienstleiter für Städtebau und Stadterneuerung, im November in die Jade Hochschule gekommen und hat den Studierenden die Geschichte des Areals und seiner Umgebung sowie Werkzeuge der Stadtentwicklung erläutert.“ So kann die Stadt Investoren zum Beispiel Vorgaben hinsichtlich der Nutzung oder zur Bebauungsdichte machen oder auch einen städtebaulichen Wettbewerb verlangen.

Den Studentinnen und Studenten hat Katthagen viel Raum für die Verwirklichung ihrer Ideen gegeben. Seine Vorgaben sollten eher der Orientierung dienen. So sollte es neben privat genutzten Flächen für Wohnen auch halböffentliche Räume, etwa für Start-ups oder kleinteilige Werkstätten, und öffentliche Gebäudeteile geben. Dort könnten zum Beispiel Gastronomie, ein Markt im weitesten Sinn oder Ausstellungsräume angesiedelt werden.

Die Studenten haben dazu ganz unterschiedliche Ideen. Eine grüne Ader zwischen Heiligengeiststraße und Peterstraße ist beispielsweise das wichtigste Element des Entwurfs einer weiteren Gruppe.

Grünraum schaffen

„Wir möchten einen Grünraum schaffen, der Aufenthaltsqualität erzeugt – sowohl für die Menschen, die dort wohnen, als auch für die Besucher der Gastronomie sowie der Geschäfte. Denn attraktive Grünflächen fehlen derzeit in diesem Quartier“, beschreibt Prisca Granz ihren Entwurf. Für den nötigen Lärmschutz sorgen höhere Gebäude an der 91er Straße. Die Fortsetzungen dieser Gebäude bilden zwei Innenhöfe.  Zu sehen sind die Entwürfe der Studierenden unter dem Titel „URBAN SPOT(S)“ am 23. Januar von 11.30 bis 15.30 Uhr im Schlauen Haus, Schlossplatz 16, in Oldenburg bei der öffentlichen Abschlusspräsentation des Projekts.

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