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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Schlechte Noten für Oldenburgs Schwimmunterricht

16.02.2018

Oldenburg Nur ein Drittel aller Grundschüler in der Stadt kann sicher schwimmen – und es wäre dramatisch, wenn sich die vorläufigen Zahlen der Verwaltung bestätigen, die jetzt im Sportausschuss vorgelegt wurden.

Die CDU-Fraktion hatte um Informationen zum Schwimmunterricht an Oldenburger Grundschulen gebeten. Bis Ende Januar hatten allerdings nur 16 der 28 Grundschulen und drei der vier Förderschulen der Verwaltung eine Rückmeldung samt Zahlen gegeben.

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Trotzdem ergibt sich ein Bild: Demnach bieten alle Schulen Schwimmunterricht an. 14 Grundschulen gaben an, dass durchschnittlich 65 Prozent der Schüler ein Schwimmabzeichen haben, wovon elf Schulen auflisten, um welches Abzeichen es sich handelt. Demnach verfügen 53 Prozent über Bronze, Silber oder Gold.

In der Umkehr haben 47 Prozent das „Seepferdchen“, wofür die Kinder mit einem schmucken Aufnäher für Badehose oder -anzug belohnt werden. Aber: „Mit einem Seepferdchen sind sie Nichtschwimmer“, stellte Julika Vosgerau fest, Beauftragte für den Frauensport im Ausschuss und Lehrerin an der Grundschule Ofenerdiek.

Für den Frühschwimmer (Seepferdchen) müssen die Kinder einen Sprung vom Beckenrand absolvieren, 25 Meter schwimmen und zudem einen Gegenstand mit den Händen aus schultertiefem Wasser holen. Es ist eine Motivationshilfe für die Kinder und dient zur Gewöhnung ans Wasser. Über einen längeren Zeitraum sicher schwimmen, wie es der „Freischwimmer“ dokumentiert, können sie damit allerdings nicht.

„Das ist ein besorgniserregender Befund“, kommentierte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der sich in der aktuellen Diskussion der Bäderstrategie bestätigt sah, dass der Schwimmsport mehr – und durch ein Vitalbad in Nadorst neue – Flächen für den Schulsport bekommen muss.

Gudrun Ahrens, Sportlehrerin an der BBS Haarentor und erstmals als beratendes Mitglied im Ausschuss vertreten, empfand den spärlichen Rücklauf enttäuschend. Sie riet, beim Thema Schwimmunterricht auch an die jungen Migrantinnen zu denken.

„Wir haben alle zusammen ein großes Problem“, sah Michael Schilling (CDU) Verwaltung und Politik gemeinsam gefordert. Um es zu lösen, müssten auch die Grundschulen ihren Beitrag leisten und dringend ihre Zahlen liefern. Die Verwaltung werde nachhaken, sagte Krogmann.

Dem Erlebnisbad Olantis erteilte Lehrerin Vosgerau als Ausbildungsort eine schlechte Note. „Es ist eine Strafe, dort Schwimmunterricht zu geben. Es ist laut und man kann sich ganz schlecht verständigen. Für ängstliche Kinder ist es eine Zumutung. Die kleinen Stadtteilbäder sind da schon ein Schatz.“

Die Debatte um die Bäder wird somit anhalten, sagte Krogmann: „Das Thema wird uns ab jetzt in jeder Sitzung beschäftigen.“

Oliver Schulz
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2094
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