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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Hallenbad bis 2019 gesperrt

08.01.2018

Oldenburg Hiobsbotschaft aus der Universität: Wie die NWZ bereits am Samstag berichtete, bleibt das Hallenbad am Uhlhornsweg bis zum Jahresende und wohl auch noch weit bis ins Jahr 2019 hinein geschlossen. Ursprünglich sollten die Sanierungsarbeiten bis Anfang dieses Jahres abgeschlossen sein.

Die bereits begonnene Dachsanierung erweist sich wegen nachgewiesener Gebäudeschadstoffe als deutlich komplexer als ursprünglich angenommen, teilte die Pressestelle der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg auf Nachfrage der NWZ mit. Entgegen einer ersten Prognose sieht das abschließende Gutachten vor, die Schadstoffe vollständig zu entfernen und die gesamte Dachkonstruktion neu aufzubauen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa drei Millionen Euro.

Im Sanierungszeitraum müssen das öffentliche Schwimmen sowie entsprechende Veranstaltungen des Hochschulsports entfallen. Für die rund 70 Sportstudierenden, die bislang pro Semester drei Schwimmkurse im Uni-Bad belegen konnten, haben die Universität und das Institut für Sportwissenschaft Ausweichmöglichkeiten in städtischen Bädern und im Landkreis Ammerland gefunden – Studienzeiten verlängern sich wegen der Baumaßnahmen daher nicht. Im laufenden Wintersemester findet ein Kurs im Hallenbad Bad Zwischenahn statt; die übrigen beiden Kurse werden ins Folgesemester verlegt. Im Sommersemester 2018 können zusätzlich wieder alle drei regulären Kurse stattfinden – dank weiterer Kapazitäten in Oldenburger Schwimmbädern. Die Universität stellt die Mittel für Mietausgaben bereit. Dies gilt auch für Training im Rahmen der Ausbildung zu Forschungstauchern des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), die sonst ebenfalls im Uni-Bad stattfinden.

Neben der Dachverglasung des großen Beckens und des angrenzenden Flachdachs sollte ursprünglich auch die Dachkonstruktion aus Leimbindern – industriell gefertigtes Brettschichtholz – saniert werden. Dabei wurde nach Mitteilung der Universität festgestellt, dass in der Vergangenheit Holzschutzanstriche mit dem Fungizid Pentachlorphenol (PCP) und Asbest verarbeitet wurden. Diese Gebäudeschadstoffe werden nun zusammen mit der gesamten Dachkonstruktion vollständig entfernt.

Das von der Universität in Auftrag gegebene Gutachten zur PCP-Belastung ergab auch, dass Raumluftkontaminationen nicht nachweisbar und damit ohne Relevanz seien. Die von der Universität trotzdem vorsorglich vorgenommene Raumluftuntersuchung bestätigte dieses Ergebnis. Von den asbesthaltigen Bauprodukten geht laut Gutachten im eingebauten, ruhenden Zustand ebenfalls keine Gesundheitsgefährdung aus. Die Universität führt die nötigen Baumaßnahmen unter erhöhten Sicherheitsauflagen mit Beteiligung des Gesundheitsamtes durch.

Gute Nachrichten gibt es laut Meik Möllers vom Gebäudemanagement für die Umkleiden und Duschen im Sporttrakt. Die Sanierungsarbeiten sind seinen Angaben zufolge abgeschlossen. Allerdings gibt es mit dem Fliesenboden ein Problem mit der Höhe. Er wird daher abschnittsweise wieder herausgenommen und neu verlegt.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104
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