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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Kinderschutz: Vernetzte Hilfe für die Kleinsten

09.11.2017

Oldenburg Schlimme Fälle von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung erschütterten vor zehn Jahren den Kinderschutz in Deutschland. In der Stadt und im Landkreis Oldenburg wurden neue Wege gesucht: weg vom bloßen Reagieren, hin zur Prävention. Familiäre Belastungen sollten rechtzeitig erkannt, Unterstützung angeboten und die Zusammenarbeit von Gesundheitswesen und Kinderhilfe verbessert werden. Das „Oldenburger System Früher Hilfen“ (OSFH), in dem sich Fachkräfte aus der Stadt und dem Landkreis Oldenburg unter Federführung des Kinderschutz-Zentrums Oldenburg zusammenschlossen, galt damals als vorbildlich für die Vernetzung von Angeboten und Institutionen.

Rund 70 Akteure aus allen Arbeitsbereichen gehören zum Netzwerk. „Etwa 35 bis 40 davon sind bei jedem Treffen dabei“, sagt die Leiterin des Koordinierungszentrums, Petra Bremke-Metscher. Ihr Ziel ist, Familien mit kleinen Kindern dort zu unterstützen, wo verschiedene Rechtsbereiche und Kostenträger zusammentreffen. „Kinderärztinnen sollten etwa Angebote der Erziehungsberatung kennen und Psychotherapeuten sollten über Familienhebammen und deren Angebote Bescheid wissen“, erläutert Beate Pollak, die das Netzwerk im Landkreis Oldenburg leitet.

Niederschwellige Angebote bilden Rückgrat der frühen Hilfen. Dazu gehört zum Beispiel das Café Kinderwagen, ein offener Treffpunkt für Familien mit Kindern bis zu einem Jahr. Sieben solcher Treffpunkte gibt es im Landkreis, einen in der Stadt Oldenburg. „Dort treffen sich Mütter mit Familienhebammen, und über die enge Vernetzung erreichen wir viele andere Eltern, die Hilfe brauchen“, erklärt Mareike van’t Zet, Leiterin des Kinderschutzzentrums Oldenburg.

Familien in der Stadt Oldenburg wird mit dem Glückwunsch des Oberbürgermeisters auch der freiwillige Besuch einer Familienhebamme angeboten. „Allein durch dieses Angebot erreichen wir rund 85 Prozent der in der Stadt lebenden Familien mit Säuglingen“, sagt Petra Bremke-Metscher.

Akute Probleme beklagt das Netzwerk allerdings in der Hebammenversorgung, vor allem im ländlichen Raum. „Es gibt keine Woche ohne Anruf einer Schwangeren, die keine Hebamme finden kann“, sagt der Jugendamtsleiter des Landkreises Oldenburg, Martin Ahlrichs.

Die Herausforderung, laufend neue Mitglieder zu finden, sieht Petra Bremke-Metscher zugleich als Vorteil. „Das OSFH ist ein lebendiger Ort auch für Fachkräfte, die neu in der Region sind. Hier finden sie schnell Kontakt zu Ansprechpartnern anderer Institutionen.“ Dazu lädt auch Mareike van’t Zet ein. „Es gibt immer noch freie Stühle und Kaffeetassen bei uns“, sagt sie.

Ziel des Projektes ist es, die Kooperation zwischen Jugendamt, freien und öffentlichen Trägern der Jugendhilfe, Beratungsstellen, Gesundheitswesen und Schulen zu verbessern. Auch Polizei und Justiz werden mit einbezogen.

Wer mitarbeiten will, kann sich in der Stadt Oldenburg entweder im Kinderschutz-Zentrum unter Tel. 0441/17788 oder im Jugendamt des Landkreises Oldenburg bei Beate Pollak unter Tel. 04431/85323 melden.

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