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Klassenfahrt: Paulus-Schüler packen im Wald kräftig an

20.05.2010

HAARENESCHVIERTEL Eine außergewöhnliche Klassenfahrt erlebten 33 Schülerinnen und Schüler der Paulus-Schule. Die Klassen 8 a und 8 b absolvierten einen zwölftägigen Jugend-Waldeinsatz im Waldpädagogikzentrum (WPZ) Ostheide-Haus Oerrel in der Lüneburger Heide und lernten dabei viel über Natur, Tiere und CO-Bilanzen. „Die Zeit war zwar anstrengend aber auch trotzdem super. Ich habe soviel über den Wald, aber auch über meine Mitschüler gelernt“, meint Schüler Renke von Seggern.

Initiiert wurde die erste Klassenfahrt dieser Art an der Paulus-Schule von Ursula Vogel, Lehrerin der 8 a. „Vieles weicht von einer normalen Klassenfahrt ab“, sagt sie und verweist auf den langen Aufenthalt von zwölf Tagen und die jeweils sechsstündige Waldarbeit unter Leitung von WPZ-Forstwirten an acht Tagen. Ferner lebte die Gruppe nur für sich im Haus und war, unter Leitung einer Wirtschafterin, auch für Sauberkeit und Verpflegung verantwortlich.

Begleitet wurde die Gruppe von Förster Frank Zweers, Leiter des WPZ, und Praktikantin Xenia Werschinina. Außer der Waldarbeit sorgten vom Team organisierte erlebnisorientierte Waldangebote für gute Stimmung. Alles zusammen ergebe eine ganz intensive Beschäftigung mit den Themen „Wald“, „Forstwirtschaft“ sowie „Nachhaltigkeit“, so Vogel. Praktisch nebenher wird das Sozialverhalten der Schüler trainiert und gefestigt: „Das ist schon ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten – auch für uns Lehrer.“ Auch sie waren bei den Aktionen und der Waldarbeit immer aktiv dabei.

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Die Oldenburger zimmerten unter anderem 250 sogenannte Hordengatter, demontierten alten Drahtzaun, bauten zwei Hochsitze und machten eine Durchforstung in einem jungen Eichenbestand. „Unsere Arbeit hat mit dazu beigetragen, dass der Wald erhalten bleibt und weiter CO der Atmosphäre entziehen kann. Jeder Hektar Wald bindet jährlich rund zehn Tonnen CO“, erklärt Carolin Döring.

Mehrmals wurde eine CO-Bilanz während der Klassenfahrt erstellt. In diese flossen der durch die Gruppe entstandene Energieverbrauch, das Engagement bei Waldarbeit und Bonuspunkte – zum Beispiel für CO-mindernde Ernährung (Wildfleisch, vegetarische Kost) – ein. „Nachdem die Schüler begriffen hatten, dass viele Bereiche des täglichen Lebens direkten Einfluss auf ihren CO-Ausstoß haben, wurden gewohnte Verhaltensweisen kritisch durchdacht und vielfach abgeändert“, sagt Werner Alberding, Klassenlehrer der 8 b.

Für den letzten Arbeitstag war von Förster Zweers je 1200 Gramm eingespartes CO eine Freiminute ausgelobt worden. Letztlich waren es 48. „Die Schüler haben gemerkt, dass ihr Verhalten ganz entscheidend für eine gute CO-Bilanz ist und wurden dafür belohnt“, so Alberding: „So lernt man nachhaltig.“

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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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