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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Schüler auf den Spuren eines berühmten Astronomen

29.09.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-09-29T09:45:02Z 280 158

Himmelsereignis:
Schüler auf den Spuren eines berühmten Astronomen

Oldenburg Der englische Mathematiker und Astronom Edmond Halley, Entdecker und Namensgeber des berühmten Kometen, beobachtete 1677 erstmalig einen so genannten Merkurtransit, also den Durchgang des Planeten Merkur zwischen Erde und Sonne. Vor genau 300 Jahren veröffentlichte er dann im Jahr 1716 eine mathematische Methode zur Bestimmung des Abstands zwischen der Erde und der Sonne.

Diese Geschichte vollzog die AG „Na, Erde?“ des Neuen Gymnasiums an einem aktuellen Himmelsereignis nach. Sie beteiligte sich erfolgreich an der „Transit of Mercury Schools Challenge“ der Europäischen Weltraumagentur (ESA) und gewann damit nun als eines von fünf europäischen Teams ein Überraschungspaket.

Am 9. Mai dieses Jahres hatte die 13-köpfige Gruppe mit ihren AG-Leitern Ines Hauck-Gundelach und Dr. Bernhard Sturm mit Spannung in einen auf dem Schulgarten aufgebauten Sonnenprojektor geschaut: Der Merkur sollte in der hochstehenden Mittagssonne kurz nach dem Schluss des Vormittagsunterrichts in die direkte Linie zwischen Erde und Sonne treten. Taran Heye (Jahrgang 11) entdeckte den millimetergroßen Schattenpunkt zuerst: „Ich sehe ihn. Da ist er!“. Die Funkuhr zeigte zu diesem Zeitpunkt 13.15 Uhr und 32 Sekunden an. Der Punkt des Merkurs wanderte danach in 26 709 Sekunden bis kurz vor Sonnenuntergang im Bogen über die projizierte Sonnenscheibe, so dass alle AG-Teilnehmer genügend Zeit hatten, selbst einmal den Planeten des inneren Sonnensystems zu betrachten. „Es war sehr beeindruckend, einen solch kleinen Planeten tatsächlich am hellen Tag mit einfachen Mitteln beobachten zu können“, stellte Physiklehrer Dr. Bernhard Sturm fest. Die AG hatte zuvor die Planetenabstände in einem maßstabsgetreuen Modell nachgestellt.

Die mathematische Auswertung war dann nicht ganz so einfach. Mithilfe von Daten anderer Schulen zur Dauer des Merkurtransits an weiteren Beobachtungsstandorten in Europa sowie mit Unterstützung der ESA gelang es, dem Abstand der Erde zur Sonne (Sonnenparallaxe) mathematisch sehr nahe zu kommen. Mathematiklehrerin Ines Hauck-Gundelach: „Begeistert konnten wir feststellen, dass man den Satz des Pythagoras auch in diesem komplizierten Zusammenhang anwenden kann.“ In der Arbeitsgemeinschaft wirkt das besondere Ereignis für Schülerinnen und Schüler nun noch mit Zertifikaten und dem Überraschungspaket der ESA nach.

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